Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Bundestrainer Andrea Giani in Lodz. Foto: epa/Grzegorz Michalowski
Bundestrainer Andrea Giani in Lodz. Foto: epa/Grzegorz Michalowski

Deutsche Volleyballer unterliegen Japan in Nationenliga

RIMINI: Die deutschen Volleyballer haben in der Nationenliga eine Niederlage gegen Japan kassiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani unterlag dem Olympia-Gastgeber am Dienstag in Rimini deutlich mit 0:3 (18:25, 22:25, 20:25). Für die Deutschen war es im zehnten Nationenliga-Duell schon die sechste Niederlage. Bester deutscher Angreifer war Linus Weber vom VfB Friedrichshafen mit 15 Punkten. Für Gianis Team geht es am Mittwoch (18.00 Uhr) gegen Kanada weiter.


Kerber bei Tennis-Turnier in Berlin weiter

BERLIN: Angelique Kerber hat beim Rasen-Turnier in Berlin das Achtelfinale erreicht. Deutschlands beste Tennisspielerin setzte sich am Dienstag in ihrem Auftaktspiel gegen die Japananerin Misaki Doi mit 6:2, 6:1 durch. Die Kielerin trifft nun auf Viktoria Azarenka aus Belarus. Kerber ließ auf ihrem Lieblingsbelag von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie diese Partie gewinnen wird. Ihrer Kontrahentin war die 33-Jährige in allen Belangen überlegen. Nach genau einer Stunde hatte sie ihre Aufgabe erledigt.


Schweiz-Coach Petkovic will Favorit Italien «überraschen»

ROM: Der Schweizer Fußball-Nationaltrainer Vladimir Petkovic setzt im zweiten EM-Spiel gegen Gruppen-Favorit Italien auf die starke Serie seiner Mannschaft gegen große Nationen. «Ich hoffe, wir werden genauso 120 Prozent geben wie gegen andere große Mannschaften», sagte der Coach vor der Partie am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) in Rom. Die Schweiz hatte zuletzt unter anderem gegen Deutschland und Spanien Remis gespielt.

«Italien ist ein großer Favorit, nicht nur in unserer Gruppe. Wir müssen und wir werden den Spielern zeigen, wie man sie überraschen kann», sagte Petkovic, dessen Team nach einem 1:1 zum EM-Auftakt gegen Wales bereits unter Druck steht. Seine Mannschaft wolle ihr Spiel durchziehen, sagte der Coach. «Wie müssen schneller, cleverer und konkreter sein, wenn wir Möglichkeiten nach vorne haben.»

Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri sieht sein Team nicht chancenlos. «Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir gehen mit Zuversicht rein und versuchen, ihnen so viele Probleme zu bereiten wie möglich», sagte der frühere Bayern-Profi. «Wir haben gegen große Mannschaften bisher immer sehr gut dagegen gehalten.» Zum Auftakt gegen Wales sei trotz des enttäuschenden Ergebnisses nicht alles schlecht gewesen: «Wir versuchen, uns zu steigern und dann diese Mannschaft zu ärgern.»


Mancini erwartet starke Schweiz: «Haben großen Respekt»

ROM: Italiens Fußball-Nationaltrainer Roberto Mancini erwartet im zweiten EM-Vorrundenspiel gegen die Schweiz eine schwere Aufgabe. «Die Anspannung ist immer da, es wird eine sehr schwierige Partie», sagte Mancini vor dem Spiel am Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Rom. «Die Schweiz gehört seit Jahren zu den zehn, zwölf besten Mannschaften der Welt. Sie hat Italien immer in Schwierigkeiten gebracht», sagte der Coach, dessen Mannschaft mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel bereits den Achtelfinal-Einzug perfekt machen könnte.

Verteidiger Leonardo Bonucci sieht nicht die Gefahr, dass das Team nach dem 3:0 im EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei die nächste Partie nicht mit der nötigen Konzentration angehen könnte. «Demut und mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben, ist das Geheimnis solcher Leistungen wie gegen die Türkei», sagte der 34-Jährige. Am aktuellen Team der Azzurri schätzt er «den Mix aus Jungen und Alten, der gut zusammenpasst. Wir freuen uns, dass wir zusammen sind. Eine solche Freude hat man in der Mannschaft lange nicht gespürt», sagte er.

Personell kann Mancini gegen die Schweiz fast auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, lediglich Rechtsverteidiger Alessandro Florenzi wird angeschlagen fehlen. Ob Mittelfeld-Regisseur Marco Verratti nach seiner Knieverletzung ein Kurz-Comeback geben wird, ließ der Coach offen: «Wir entscheiden morgen, ob er auf der Bank sitzen wird oder ob wir noch abwarten. Aber wir sind sehr optimistisch.»


Südafrikanerin Semenya kämpft in Regensburg um Olympia-Ticket

REGENSBURG: Völlig überraschend hat die südafrikanische Weltklasseläuferin Caster Semenya beim Leichtathletik-Meeting am Samstag in Regensburg für einen Start über 5000 Meter gemeldet. Die 30 Jahre alte Olympiasiegerin über 800 Meter von 2012 und 2016 will die Norm für die Sommerspiele in Tokio von 15:10,00 Minuten unterbieten. «Wir sind dazu wie die Jungfrau zum Kind gekommen», sagte «Laufnacht»-Pressesprecher Kurt Ring der dpa. Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs Cas vom Mai 2019 zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen darf Semenya nicht mehr bei Wettbewerben zwischen 400 Metern und einer Meile starten.


Djokovic bereitet sich bei ATP-Turnier auf Mallorca auf Wimbledon vor

PALMA: Der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic wird am ATP-Rasenturnier im Mallorca Country Club am Doppel-Wettbewerb teilnehmen. Das teilte der österreichische Turnierveranstalter emotion Sports am Dienstag mit. Zur ersten Ausgabe der Mallorca Championships vom 19. bis 26. Juni treten neben dem Serben unter anderem auch Dominic Thiem aus Österreich und Nick Kyrgios auis Australien auf den Rasenplätzen in Santa Ponça an. Djokovic hatte erst am Sonntag in Paris die French Open gewonnen.


Petkovic scheitert bei Tennis-Turnier in Berlin in der ersten Runde

BERLIN: Andrea Petkovic ist gleich in der ersten Runde des Rasentennis-Turniers in Berlin ausgeschieden. Die 33-Jährige unterlag am Dienstag der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Viktoria Azarenka aus Belarus 4:6, 6:7 (2:7). Die Darmstädterin war schon am Montag in der ersten Runde des Doppels an der Seite der ehemaligen Wimbledon-Siegerin Garbine Muguruza aus Spanien gescheitert.


Tennisprofi Struff überrascht in Halle: Sieg gegen Russen Medwedew

HALLE/WESTFALEN: Davis-Cup-Profi Jan-Lennard Struff hat beim Tennisturnier im westfälischen Halle für eine Überraschung gesorgt. Der 31 Jahre alte Warsteiner gewann am Dienstag gegen den an Nummer eins gesetzten Russen Daniil Medwedew mit 7:6 (8:6), 6:3 und schaffte es damit bei der mit 1,45 Millionen Euro dotierten Veranstaltung ins Achtelfinale. Struff nutzte gegen den Weltranglisten-Zweiten nach 1:33 Stunden seinen dritten Matchball und bekommt es jetzt mit dem Qualifikanten Marcos Giron (USA) zu tun.


HSV löst Vertag mit Defensivspieler Jung auf

HAMBURG: Der Hamburger SV und Fußball-Profi Gideon Jung gehen getrennte Wege. Wie der hanseatischen Zweitligist am Dienstag mitteilte, wird der ursprünglich bis 2022 gültige Vertrag mit dem 26 Jahre alten Defensivspieler vorzeitig aufgelöst. Der U21-Europameister hat 143 Pflichtspiele für den HSV absolviert und ist damit einer der dienstältesten Profis des Nordclubs. Den ganz großen Durchbruch hat der talentierte Spieler aber nicht geschafft.


Serdar erhält bei Hertha BSC langfristigen Vertrag bis 2026

BERLIN: Suat Serdar (24) erhält beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC einen Fünfjahresvertrag bis 2026. Wie die Berliner am Dienstag verkündeten, bestand der Mittelfeldspieler den Medizincheck und unterschrieb seinen neuen Kontrakt. Bereits in der Vorwoche hatte der Hauptstadtclub den Wechsel Serdars von Absteiger Schalke 04 vorbehaltlich der ausstehenden medizinischen Tests angekündigt, aber noch keine Laufzeit für das Engagement genannt. Serdar war 2018 vom FSV Mainz 05 nach Gelsenkirchen gewechselt und hat bisher vier Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert.


DFB-Frauen nur 0:0 im Testspiel gegen Chile

OFFENBACH: Die deutschen Fußball-Frauen sind im letzten Testspiel der Saison nicht über ein 0:0 gegen Chile hinausgekommen. Das stark verjüngte Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg konnte am Dienstag vor 1000 Zuschauern in Offenbach gegen den südamerikanischen Olympia-Teilnehmer auch seine wenigen Chancen nicht nutzen. Fünf Tage nach dem 0:1 gegen Frankreich hatte Voss-Tecklenburg allerdings wie angekündigt auf nahezu alle Stammkräfte verzichtet. Die Partie diente dem Trainerteam auch als Sichtung potenzieller Nachrückerinnen für die EM 2022 in England.


Tokio-Team nimmt Formen an: Weitere 94 Athleten nominiert

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Olympische Sportbund hat weitere 94 Athleten für die Sommerspiele vom 23. Juli bis 8. August in Tokio nominiert. Wie der DOSB am Dienstag mitteilte, stehen nach der dritten Nominierungsrunde 162 Sportler für das Team fest. «Allmählich nimmt das Team Deutschland für Tokio Formen an», sagte Dirk Schimmelpfennig, Chef de Mission in Tokio und DOSB-Vorstand Leistungssport. «Auch die Vorfreude steigt, das ist bei allen zu spüren, trotz der nicht einfachen Umstände in diesem Jahr.» Erwartet wird eine Mannschaftsgröße von mehr als 400 Athleten.


Beschimpfter Alioski zu Arnautovic-Pöbeleien: «Konnte es nicht hören»

BUKAREST: Nordmazedoniens Fußball-Nationalspieler Ezgjan Alioski hat die Beschimpfungen von Österreichs Marko Arnautovic nach eigener Aussage nicht gehört. Der Profi von Leeds United gab zudem an, dass sich Arnautovic unmittelbar nach dem 3:1 Österreichs am Sonntag bei der EM in Belgrad bereits bei ihm entschuldigt habe. «Nach dem Spiel kam er in unseren Umkleideraum, schüttelte mir die Hand und entschuldigte sich. Er kam als Freund, wir haben uns auf Deutsch unterhalten und verstanden», sagte Alioski, der lange in der Schweiz aktiv war, am Dienstag.

Arnautovic droht nach seinem beleidigenden Torjubel gegen Nordmazedonien eine Sperre. Die UEFA teilte am Dienstag mit, ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen den 32-Jährigen eingeleitet zu haben. Dem Stürmer wird vorgeworfen, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand während der Partie am Sonntag Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt haben.

«Das Publikum jubelte und ich konnte nicht genau hören, was Marko Arnautovic mir zurief», sagte Alioski nun. Sein Verband hatte am Montag eine harte Bestrafung für Arnautovic gefordert.


Olympioniken droht Ausweisung aus Japan bei Regel-Verstößen

TOKIO: Ausländischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio droht bei Verstoß gegen die strengen Corona-Verhaltensregeln eine Ausweisung aus Japan. Das sieht die am Dienstag veröffentlichte dritte Fassung des sogenannten «Playbooks» für die Athleten mit Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus während der Spiele vor. Zu weiteren möglichen Sanktionen gehören Verwarnungen, der vorübergehende oder permanante Olympia-Ausschluss, Disqualifikation, der mögliche Entzug der Akkreditierung sowie Geldstrafen. Laut IOC werden 80 Prozent der Athleten im Olympischen Dorf mit Beginn der Spiele am 23. Juli geimpft sein.


Ex-Biathlet Schempp: «Möchte auf keinen Fall Trainer werden»

RUHPOLDING: Der frühere Biathlon-Weltmeister Simon Schempp kann sich keine Karriere als Coach vorstellen. «Auf lange Sicht möchte ich ein eigenes Unternehmen haben und das mit Sport kombinieren. Ich möchte auf keinen Fall Trainer werden», sagte der 32 Jahre alte Schwabe in einem Interview auf der Internetseite des Weltverbandes IBU. Wenige Monate nach seinem Rücktritt studiert der zweimalige Olympia-Zweite derzeit, um Wirtschaftsingenieur zu werden.


FC Liverpool verlängert mit spanischem Torhüter Adrian

LIVERPOOL: Der FC Liverpool hat den Vertrag mit dem spanischen Torhüter Adrian verlängert. Wie der Club von Trainer Jürgen Klopp bekanntgab, unterschrieb der 34 Jahre alte Adrian, dessen Zweijahresvertrag in diesem Sommer endete, ein neues Arbeitspapier. Zur Vertragsdauer machten die Reds zunächst keine Angaben. Adrian war im Sommer 2019 ablösefrei von Liga-Konkurrent West Ham United nach Anfield gekommen, wo er die Nummer zwei im Tor hinter Stammkeeper Alisson wurde. Seitdem machte Adrian wettbewerbsübergreifend 24 Spiele für die Reds.


Holstein Kiel plant neues Stadion mit 25.000 Plätzen

KIEL: Fußball-Zweitligist Holstein Kiel will in absehbarer Zeit in einem neuen Stadion spielen. Die neue Arena soll auf dem Grund der alten errichtet werden und nach Fertigstellung rund 25.000 Plätze bieten. Das Holstein-Stadion verfügt derzeit über 15.000 Plätze, erfüllt bei Funktionalität und Sicherheit aber nicht die geforderten Standards. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat am Montagabend über den Neubau der Arena informiert. Konkrete Pläne und Termine gibt es jedoch noch nicht. «Herr des Verfahrens ist die Stadt», sagte Vereinspräsident Steffen Schneekloth.


Martin Kind vorübergehend 96-Manager: «Nicht vergessen, wie es geht»

HANNOVER: Beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ist Clubchef Martin Kind vorerst wieder für Transferangelegenheiten zuständig. «Zum Glück habe ich nicht vergessen, wie es geht», sagte der 77-Jährige dem Sportbuzzer (Dienstag). «Früher habe ich fast alle Verträge verhandelt.» Die Managerrolle übernimmt Kind so lange, bis es einen neuen Sportdirektor gibt. Der bisherige Amtsinhaber Gerhard Zuber ist kaltgestellt und soll frei gestellt werden, wenn ein neuer Sportchef da ist.


Schalke-Trainingsauftakt mit Zuschauern

GELSENKIRCHEN: Der Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 kann mit Zuschauern stattfinden. Bei der ersten Übungseinheit des Absteigers am Donnerstag dürfen bis zu 500 Fans kommen, wie der Revierclub am Dienstag berichtete.


Bora ohne Ackermann zur Tour de France - Buchmann und Politt dabei

FRANKFURT/MAIN: Der Radrennstall Bora-hansgrohe geht ohne den deutschen Top-Sprinter Pascal Ackermann in die diesjährige Tour de France. Das teilte das Team aus Oberbayern am Dienstag mit. «Am Ende haben wir uns gegen Pascal entschieden, denn wir denken, dass er im Moment einfach nicht in der Form ist, eine erfolgreiche Tour-Premiere zu geben», nannte Teammanager Ralph Denk als Grund für die «nicht einfache Entscheidung». Stattdessen werden Emanuel Buchmann und Nils Politt beim größten Radrennen der Welt (26. Juni bis 18. Juli) an den Start gehen.


Hessens LSB-Präsident Müller zu DOSB: «Neuwahlen statt Trickserei»

FRANKFURT/MAIN: Hessens Landessportbund-Präsident Rolf Müller hat die Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes gewarnt, die Empfehlungen der Ethikkommission nach Vorwürfen von Mitarbeitern gegen die DOSB-Spitze zu unterlaufen. «Das DOSB-Präsidium wäre gut beraten, die besonnene und wohlbegründete Empfehlung der Ethikkommission zu akzeptieren», sagte Müller am Dienstag. Damit bekräftigte Müller die Forderung aller Landessportbünde nach vorgezogenen Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung des DOSB im Dezember.


Schweizer Star gefordert: Diskussionen um Shaqiri vor Italien-Spiel

BAKU: Die Schweiz hat bei der Fußball-EM erst ein Spiel absolviert, doch Diskussionen um den größten Star des Teams gibt es schon jetzt. Xherdan Shaqiri wurde beim 1:1 gegen Wales am Samstag beim Stand von 1:0 in der 66. Minute gegen den defensiveren Denis Zakaria ausgewechselt. Nicht wenige kritisieren Trainer Vladimir Petkovic dafür, weil sein Team ohne Shaqiri zeitweise sehr passiv spielte. Der 57-Jährige sagte: «Ich wollte etwas Stabilität bringen.» Der Ex-Münchner Shaqiri habe «ein sehr gutes Spiel gemacht. Und ich habe auch an die nächsten Spiele gedacht, dann brauchen wir ihn.»

Zum Beispiel gegen Italien an diesem Mittwoch (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV). Mit seiner individuellen Klasse und Schussstärke kann der 29-Jährige auch die im Eröffnungsspiel beim 3:0 gegen die Türkei so überzeugende Squadra Azzurra in Bedrängnis bringen. «Wir werden versuchen, unser Spiel aufzuziehen und den Italienern Probeleme zu bereiten», sagte Shaqiri. «Wir alle sind richtig heiß auf das Spiel.»

Allerdings muss Shaqiri dafür in Topform sein. Die Befürchtung: Dem Mittelfeldspieler fehlt nach einer alles andere als optimalen Saison der Rhythmus. Für den FC Liverpool spielte Shaqiri in der Premier League nur fünfmal von Beginn an, war - auch verletzungsbedingt - nur in 14 Partien dabei. Ein Tor gelang ihm dabei nicht.


Nach Torjubel: UEFA ermittelt gegen Österreicher Arnautovic

NYON: Dem Österreicher Marko Arnautovic droht für seinen emotionalen, aber möglicherweise provozierenden Torjubel im EM-Vorrundenspiel gegen Nordmazedonien eine Strafe. Die Europäische Fußball-Union bestätigte am Dienstag die Einleitung eines Ethik- und Disziplinarverfahrens zu dem «Vorfall» mit dem 32-Jährigen während der Partie am Sonntag. Arnautovic war vorgeworfen worden, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand den mazedonischen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt haben.

Der Verband Nordmazedoniens hatte am Montagabend bei Facebook mitgeteilt, ein Beschwerdeschreiben an die UEFA geschickt zu haben, in dem «die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler» gefordert werde. Arnautovic hatte zuvor am Montag die Kritik an seinem Jubel zurückgewiesen.

«Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein», hatte Arnautovic am Montag im Teamquartier im österreichischen Seefeld betont. Unmittelbar nach der Partie hatte die UEFA keine Ermittlungen aufgenommen. Rassistische Äußerungen würden von der UEFA hart bestraft werden.

Die Nordmazedonier schrieben am Montag, man sei immer «gegen Nationalismus, Diskriminierung und alle anderen Formen von Beleidigungen und Ausbrüchen, die nicht im Sinne des Fußballs und der Werte stehen, für die wir alle zusammenstehen». Man werde immer aufstehen und die Interessen und Würde der mazedonischen Nationalspieler verteidigen, wo immer sie auftreten würden.


Vettel-Teamchef Szafnauer: Weltmeisterschaft in fünf Jahren das Ziel

LE CASTELLET: Teamchef Otmar Szafnauer will mit Sebastian Vettels Rennstall Aston Martin in den kommenden Jahren Titel gewinnen. «Wenn wir in drei bis vier Jahren ein WM-Anwärter sein könnten, wäre das ein Erfolg. Die WM innerhalb von fünf Jahren wirklich zu gewinnen, würden wir, glaube ich, als erfolgreich bewerten», wurde Szafnauer von den Fernsehsendern RTL und Sky aus einer Online-Medienrunde zitiert. Dieser Zeitraum sei mit Blick auf andere erfolgreiche Team in der Vergangenheit durchaus realistisch.


Japan verdoppelt Impfdosen für Olympia-Mitarbeiter

TOKIO: Japan hat sich weitere 20.000 Impfdosen für Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen in Tokio gesichert. Wie Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa am Dienstag bekanntgab, hat die Regierung eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Konzern Pfizer getroffen. Damit erhält Japan für Olympia-Mitarbeiter nun insgesamt 40.000 Impfdosen, nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuvor mit Pfizer bereits eine Vereinbarung über die Bereitstellung von 20.000 Dosen getroffen hatte. So sollen nun auch Freiwillige, die im Olympischen Dorf eingesetzt werden, Mitarbeiter des Organisationskomitees sowie einheimische Journalisten das Angebot einer Corona-Impfung erhalten. Das Impfprogramm für Mitarbeiter werde am Donnerstag im Ajinomoto Training Center in Tokio beginnen, wo Mitglieder der japanischen Olympia-Delegation seit 1. Juni ihre Impfungen erhalten.

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