Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Die spanische Spielerin Carla Suarez Navarro während des 1-Runden-Matches gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens beim Tennisturnier French Open. Foto: epa/Caroline Blumberg
Die spanische Spielerin Carla Suarez Navarro während des 1-Runden-Matches gegen die US-Amerikanerin Sloane Stephens beim Tennisturnier French Open. Foto: epa/Caroline Blumberg

Nach Krebserkrankung: Suarez Navarro verpasst Überraschung nur knapp

PARIS: Trotz des Ausscheidens in der ersten Runde der French Open hat die Spanierin Carla Suarez Navarro ein bemerkenswertes Comeback auf der Tennis-Tour gefeiert. Die 32 Jahre alte Spanierin kehrte am Dienstagabend nach überstandener Krebserkrankung zurück und lieferte der Amerikanerin Sloane Stephens einen packenden Fight. Am Ende setzte sich Stephens mit 3:6, 7:6 (7:4), 6:4 durch, obwohl Suarez Navarro im zweiten Satz bereits zum Matchgewinn aufgeschlagen hatte.

Die Spanierin hatte im September des vergangenen Jahres öffentlich gemacht, dass sie an Lymphdrüsenkrebs erkrankt sei. Mit dem von ihr vom Tennisplatz bekannten Kämpferherz stemmte sich die Spanierin aber gegen die Krankheit und verkündete nach mehrmonatiger Chemotherapie im April ihre Genesung. In diesem Jahr will die frühere Nummer sechs der Welt noch einmal alle großen Turniere spielen und ihre Karriere dann am Ende der Saison beenden.


Petkovic zur Osaka-Debatte: Kritischer Journalismus ist wichtig

PARIS: Andrea Petkovic hat der unter Depressionen leidenden Naomi Osaka alles Gute gewünscht. «Erst einmal hoffe ich, dass sie den Umständen entsprechend okay ist und einen Weg findet», sagte Petkovic am Dienstagabend in Paris. Die Nummer zwei der Tennis-Welt hatte ihre Krankheit am Montag öffentlich gemacht und zugleich ihren Rückzug von den French Open erklärt. Zuvor hatte sie ohne Nennung weiterer Gründe einen Presse-Boykott in Paris angekündigt und dafür viel Kritik einstecken müssen.

Auch Petkovic beurteilte die Causa Osaka daher von zwei Seiten. Auf der einen Seite stehe der Wunsch aller nach einer schnellen Rückkehr der Japanerin. Auf der anderen Seite sei «kritischer Journalismus» aber auch sehr wichtig. «Es gibt genug Länder, in denen es den kritischen Journalismus nicht mehr gibt und da sieht man, was mit den Demokratien ist», sagte Petkovic. Zwar gehe es hier nur um Sport, dennoch würden auch hier kritische Fragen dazugehören.


Erstrunden-Aus für Petkovic: Alle deutschen Damen in Paris raus

PARIS: Andrea Petkovic ist bei den French Open als letzte deutsche Tennisspielerin ausgeschieden.

Die 33-Jährige verlor am Dienstagabend in Paris gegen die an Nummer 18 gesetzte Tschechin Karolina Muchova trotz ordentlicher Leistung mit 6:1, 3:6, 4:6. Zuvor waren Angelique Kerber und Laura Siegemund schon in der ersten Runde gescheitert. Damit steht beim Sandplatz-Klassiker im Stade Roland Garros erstmals seit 1958 keine Deutsche bei den Damen in der zweiten Runde.


Grand-Slam-Organisatoren sagen Osaka Unterstützung zu

PARIS: Die Organisatoren der vier Grand-Slam-Turniere haben Naomi Osaka Hilfe und Unterstützung zugesichert und Verbesserungen im Umgang aller Beteiligten angekündigt. Während ihrer Abwesenheit vom Tennisplatz werde man ihr «in jeder erdenklichen Art und Weise» beistehen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Veranstalter der Australian Open, French Open, US Open und aus Wimbledon.

Die 23 Jahre alte Japanerin hatte am Montag ihren Rückzug von den French Open angekündigt und öffentlich gemacht, dass sie seit längerem unter Depressionen leide. Zuvor hatte sie in der vergangenen Woche ohne Angabe von näheren Gründen einen Presse-Boykott für die Zeit der French Open erklärt. Das hatte zu heftiger Kritik und vielen Diskussionen geführt.

Mentale Gesundheit sei ein «sehr herausforderndes Thema von größter Bedeutung», hieß es in der Erklärung. Gemeinsam wolle man die Bedingungen für die Profis bei den Turnieren weiter verbessern, auch im Umgang mit den Medien. Man strebe im gemeinsamen Austausch mit den Spielerinnen und Spielern, der Damen- und Herren-Tour, den Medien und der gesamten Tennis-Szene «bedeutende Verbesserungen» an.


Topfavorit Rafael Nadal in Paris ohne große Mühe in Runde zwei

PARIS: Topfavorit Rafael Nadal hat bei den French Open ohne große Mühe die zweite Runde erreicht.

Der 13-malige Paris-Champion gewann am Dienstag gegen den Australier Alexei Popyrin mit 6:3, 6:2, 7:6 (7:3). Dabei hatte der 34 Jahre alte Spanier nur im dritten Satz ein paar Probleme und lag mit 2:5 zurück. Doch Nadal kämpfte sich wieder zurück und machte nach 2:23 Stunden das Weiterkommen perfekt.


Ski-Stars Shiffrin und Kilde sind ein Paar

BERLIN: Die alpinen Ski-Stars Mikaela Shiffrin (26) und Aleksander Aamodt Kilde (28) sind ein Paar.

«Ja, wir sind zusammen», sagte der norwegische Gesamtweltcupsieger von 2020 der Tageszeitung «VG» über die Beziehung zu der Ski-Olympiasiegerin aus den USA. Es sei noch «ziemlich frisch», sagte Kilde. In den sozialen Netzwerken veröffentlichten Shiffrin und Kilde gemeinsame Fotos. «Jetzt wisst ihr es», schrieb der Norweger.


DFB-Team: Kroos und Musiala wieder im Training - 21 Spieler dabei

SEEFELD: Toni Kroos ist nach überstandener Corona-Infektion wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Der Star von Real Madrid und auch Bayern-Jungprofi Jamal Musiala, der im Trainingslager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Tirol wegen einer Muskelblessur zuvor nur ein individuelles Übungsprogramm bestritten hatte, waren am Dienstag beim Abschlusstraining für das Testspiel gegen Dänemark dabei. Insgesamt standen 21 Spieler auf dem Rasen.

Der 31 Jahre alte Kroos, der in Madrid 14 Tage in häuslicher Quarantäne war, und der 18-jährige Musiala waren bei den Aufwärm-Übungen des Teams im Tivoli Stadion mit auf dem Platz. Danach trainierte die Mannschaft unter Ausschluss der Medien weiter. Für einen Einsatz im Spiel gegen die Dänen am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) kommt der 101-malige Nationalspieler Kroos noch nicht infrage.

Im Blickpunkt stehen beim vorletzten Spiel des Teams von Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Auftakt die Rückkehrer Mats Hummels und Thomas Müller, die nach zweieinhalb Jahren ihr Länderspiel-Comeback erleben sollen. «Es ist wichtig, dass man einen gewissen Kern herauskristallisiert», sagte Löw-Assistent Marcus Sorg. Bayern-Profi Leon Goretzka, der am Dienstag nach einem Muskelfaserriss in Seefeld ankam, wird gegen Dänemark noch ebenso fehlen wie die Champions-League-Sieger Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner vom FC Chelsea sowie Finalverlierer Ilkay Gündogan von Manchester City.


Pistolenschützin Karsch schießt sich bei EM in Olympia-Favoritenrolle

OSIJEK: Monika Karsch hat sich mit EM-Silber in eine Mitfavoritenrolle für die Entscheidung mit der Sportpistole bei den Olympischen Spielen in Tokio geschossen. Die 38-jährige Regensburgerin verpasste zwar am Dienstag im kroatischen Osijek den Titel-Hattrick bei den kontinentalen Meisterschaften knapp, zeigte im Finale aber eine ganz starke Vorstellung und musste sich lediglich der Französin Mathilde Lamolle geschlagen geben, die drei Treffer mehr ins Ziel brachte.


Corona-Infektion: Niederländischer Keeper Cillessen verpasst EM

BERLIN: Der niederländische Nationaltorhüter Jasper Cillessen verpasst die Fußball-Europameisterschaft. Der 32-Jährige vom FC Valencia wurde in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet und ist in Quarantäne, wie der niederländische Verband am Dienstag mitteilte. Marco Bizot (30/AZ Alkmaar), der schon zu den vier Keepern des vorläufigen Kaders gehörte, steht nun im festen Kader für die EM vom 11. Juni bis 11. Juli. Die Niederlande treffen in der Gruppe C auf Nordmazedonien, Österreich und die Ukraine.


Dauphiné-Rundfahrt: Bora-Radprofi Pöstlberger weiter im Gelben Trikot

SAINT-HAON-LE-VIEUX: Der Österreicher Lukas Pöstlberger vom deutschen Radrennstall Bora-hansgrohe bleibt bei der französischen Rundfahrt Criterium du Dauphiné im Gelben Trikot des Gesamtersten. Der 29-Jährige, der am Vortag die zweite Etappe gewonnen hatte, erreichte am Dienstag beim Sieg des Italieners Sonny Colbrelli im Hauptfeld das Ziel. Die Plätze zwei und drei belegten nach 172,2 Kilometer von Langeac nach Saint-Haon-Le-Vieux im Schlusssprint der Spanier Alex Aranburu und der Amerikaner Brandon McNulty. In der Gesamtwertung liegt Pöstlberger nun zwei Sekunden vor Colbrelli, der die Zeitgutschrift von zehn Sekunden einsammelte.


Deutsche U21 nimmt EM-Titel ins Visier - Maier: «Ding gewinnen»

SZEKESFEHERVAR: Nach dem hart erkämpften 6:5-Sieg im Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Dänemark peilen Deutschlands U21-Fußballer ihren dritten EM-Titel an. «Jetzt stehen wir im Halbfinale, da ist eh alles möglich», sagte Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von Union Berlin vor dem Halbfinal-Duell mit den Niederlanden am Donnerstag (21.00 Uhr/ProSieben) in Szekesfehervar. Gegen die Niederländer, von denen sich die deutsche Elf in der Gruppenphase 1:1 getrennt hatte, kann die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz den dritten Finaleinzug einer deutschen U21 in Serie perfekt machen. Mögliche Gegner im Endspiel am Sonntag sind Spanien oder Portugal. «Wir sind nicht hierhergefahren, um zu sagen, wir schauen mal, wie weit wir kommen», sagte Kapitän Arne Maier. «Hier zählt für jeden Spieler nur der Titel. Wir wussten, wir fahren zum Turnier, um ins Finale zu kommen und das Ding zu gewinnen.» Für Deutschlands U21 wäre es der dritte Titelgewinn nach den Triumphen 2009 und 2017.


Markus Anfang wird neuer Trainer von Werder Bremen

BREMEN: Markus Anfang wird neuer Trainer von Werder Bremen. Der 46-Jährige wechselt vom SV Darmstadt 98 zum Bundesliga-Absteiger, wie die Bremer am Dienstag mitteilten. Über die genauen Wechselmodalitäten und die Vertragsdauer Anfangs gaben die Norddeutschen nichts bekannt. Anfang soll gemeinsam mit Geschäftsführer Frank Baumann eine Bremer Mannschaft aufbauen, die um den Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus mitspielen kann. Mit Darmstadt hatte der gebürtige Kölner in der vergangenen Saison den siebten Tabellenplatz in der 2. Liga belegt. Anfang hatte bei den Hessen noch einen Vertrag bis 2022, sodass Werder für ihn eine Ablösesumme bezahlen muss.


Tennisprofi Struff schafft Überraschung in Paris - Sieg gegen Rubljow

PARIS: Jan-Lennard Struff hat bei den French Open für eine große Überraschung gesorgt und als dritter deutscher Tennisspieler die zweite Runde erreicht. Der 31 Jahre alte Warsteiner gewann am Dienstag in Paris gegen den an Nummer sieben gesetzten Russen Andrej Rubljow mit 6:3, 7:6 (8:6), 4:6, 3:6, 6:4 und folgte damit Alexander Zverev und Dominik Koepfer in die nächste Runde. Struff verwandelte nach 3:46 Stunden seinen zweiten Matchball. Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde bekommt es der Davis-Cup-Profi jetzt mit dem Argentinier Facundo Bagnis zu tun.


Bericht: DFB-Rekordprämie für EM-Titel - 400.000 Euro pro Spieler

SEEFELD: Die 26 deutschen Spieler würden für den Titelgewinn bei der Fußball-Europameisterschaft eine Rekordprämie von jeweils 400.000 Euro erhalten. Das berichtete die «Bild»-Zeitung am Dienstag. Die Gelder sollen klar erfolgsbezogen gezahlt werden. Nur bei Platz eins in der Vorrunden-Gruppe mit Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal und Ungarn würde es eine Achtelfinal-Prämie geben. Für den WM-Sieg 2014 in Brasilien hatten Manuel Neuer und Co. 300.000 Euro pro Mann erhalten. Bei der WM 2018 hätte der Verband 350.000 Euro Siegprämie bezahlt. Das Turnier war für das Team von Bundestrainer Joachim Löw aber schon nach der Vorrunde beendet. Die Spieler gingen finanziell leer aus.


Tennis-Routinier Kohlschreiber bei French Open in Runde zwei

PARIS: Tennis-Routinier Philipp Kohlschreiber hat nach langer Zeit mal wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert und bei den French Open die zweite Runde erreicht.

Der 37 Jahre Augsburger siegte am Dienstag in Paris im Oldie-Duell gegen den Spanier Fernando Verdasco mit 7:6 (7:3), 6:2, 2:6, 6:4 und gewann damit erstmals seit Februar 2020 wieder ein Spiel auf der ATP-Tour. In der nächsten Runde bekommt es Kohlschreiber am Donnerstag mit dem an Nummer 24 gesetzten Aslan Karazew aus Russland zu tun. Der langjährige Davis-Cup-Spieler ist nach Alexander Zverev, Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer der vierte deutsche Tennisprofi in der zweiten Runde.


DOSB nominiert weitere 14 Athleten für die Tokio-Spiele

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Olympische Sportbund hat weitere 14 Athleten in den Sportarten Fechten, Kanu-Slalom und Taekwondo für die Sommerspiele in Tokio nominiert. Wie der DOSB am Dienstag mitteilte, umfasst die deutsche Delegation nun 68 Sportler. Im Fechten wurde das Säbelteam um Athletenvertreter Maximilian Hartung mit den Mannschaftskollegen Matyas Szabo und Benedikt Wagner nominiert, das zu den Medaillenanwärtern zählt. Auch das Herrenflorettteam um den viermaligen Weltmeister Peter Joppich und Olympiasieger Benjamin Kleibrink erhielt sein Tokio-Ticket. Als einzige Fechterin wird Leonie Ebert (Florett) nach Japan reisen. Die weiteren Nominierungssitzungen des DOSB sind für den 15. und 29. Juni vorgesehen. Am 5. Juli ist Meldeschluss beim IOC.


Löw-Assistent Sorg würde gerne auch unter Flick weitermachen

SEEFELD: Marcus Sorg möchte auch unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick Assistenzcoach der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bleiben. Beide hätten schon in der Zeit, als Flick DFB-Sportdirektor war, «vertrauensvoll zusammengearbeitet». Auch danach habe es «regen Kontakt» zueinander gegeben. «Ich sehe da schon gute Möglichkeiten», sagte Sorg am Dienstag in Seefeld zur Fortsetzung seiner Arbeit beim Nationalteam. «Natürlich haben wir schon gesprochen», berichtete der 55 Jahre alte Co-Trainer. Flick (56) will aber erst nach dem Löw-Abschied nach der EM seinen Stab endgültig zusammenstellen.


Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Klimke fällt für Tokio aus

WARENDORF/MÜNSTER: Das deutsche Vielseitigkeits-Team muss bei den Olympischen Spielen in Tokio auf seine erfolgreichste Reiterin verzichten. Die zweimalige Team-Olympiasiegerin Ingrid Klimke fällt wegen einer Verletzung aus. Die 53-Jährige aus Münster ist nach Angaben des Verbandes am Wochenende beim internationalen Turnier im polnischen Baborówko/Polen mit ihrem Nachwuchspferd Cascamara gestürzt und erlitt «eine schwerwiegende Verletzung des Brustkorbs». Die bei Europa- und Weltmeisterschaften mehrfach mit Gold ausgezeichnete Reiterin braucht nach eigener Aussage «Ruhe und Zeit für die Heilung». Klimke hofft, das sie rechtzeitig fit ist, um Ende September bei den Europameisterschaften in Avenches ihre Titel im Einzel und mit der Mannschaft verteidigen zu können.


Keine Zuschauer in Innsbruck - Hoffnung für Lettland-Spiel

SEEFELD: Das EM-Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) gegen Dänemark im Tivoli Stadion von Innsbruck wird ohne Zuschauer stattfinden.

Ein Antrag des DFB auf Zulassung einer beschränkten Zahl von Fans wurde von den örtlichen Behörden mit Hinweis auf die gültige Corona-Verordnung abgelehnt, teilte der Verband am Dienstag mit. Für die EM-Generalprobe am kommenden Montag in Düsseldorf gegen Lettland hofft der DFB noch auf die Genehmigung für 500 bis 1000 Zuschauer.


Löw plant mit Hummels und Müller - Kein Risiko bei Kroos und Musiala

SEEFELD: Bundestrainer Joachim Löw plant im EM-Test gegen Dänemark das Länderspiel-Comeback von Mats Hummels und Thomas Müller. «Die Wahrscheinlichkeit ist nicht so gering», sagte Löw-Assistent Marcus Sorg einen Tag vor der Begegnung am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) im Tivoli Stadion von Innsbruck und nannte als ein Ziel für die Partie: «Es ist wichtig, dass man einen gewissen Kern herauskristallisiert.»

Die nach über zwei Jahren in die deutschen Nationalmannschaft zurückgeholten Hummels (32) und Müller (31) sollen das DFB-Team stabilieren: «Die Spieler werden uns gut tun auf dem Platz», sagte Sorg. Alle 16 Feldspieler, die in den letzten Tagen zusammen in Seefeld trainiert haben, sollen gegen die ebenfalls für die EM qualifizierten Dänen zum Einsatz kommen.

Der nach einer Corona-Infektion später angereiste Toni Kroos und Jamal Musiala, der in Tirol wegen einer Muskelblessur bisher nur ein individuelles Übungsprogramm bestritt, waren am Dienstag für das Training in Innsbruck mit eingeplant. Bei beiden Spielern soll aber abgewartet werden, wie sie auf die Belastung reagieren. Man werde da ein «nicht zu großes Risiko» eingehen, betonte Sorg.

Bayern-Profi Leon Goretzka reiste nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel am Dienstag in Seefeld an, kommt für die Partie gegen Dänemark noch nicht in Frage. Die Champions-League-Sieger Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner vom FC Chelsea sowie Finalverlierer Ilkay Gündogan von Manchester City sollen ab Donnerstag in Österreich dabei sein.


Bongas Wizards stemmen sich gegen Erstrunden-Aus in der NBA

WASHINGTON: Die Washington Wizards haben das Erstrunden-Aus in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA vorerst abwenden können. Das Team um Nationalspieler Isaac Bonga gewann am Montag (Ortszeit) mit 122:114 gegen die favorisierten Philadelphia 76ers und verkürzte somit in der Best-of-Seven-Serie auf 1:3. Zum Weiterkommen benötigt eine Mannschaft vier Siege.


Montreal Canadiens komplettieren Playoff-Viertelfinale in der NHL

TORONTO: Die Montreal Canadiens stehen in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL im Halbfinale der Western Conference. Im entscheidenden siebten Spiel setzten sie sich am Montag (Ortszeit) mit 3:1 bei den Toronto Maple Leafs durch und entschieden die Serie mit 4:3 für sich. Umkämpft ist auch die Serie zwischen den Boston Bruins und den New York Islanders. Die beiden Teams haben in der zweiten Runde bereits zwei Partien absolviert und durch das 4:3 nach Verlängerung glichen die Islanders auswärts aus.


Eric García kehrt von Manchester City zum FC Barcelona zurück

BARCELONA: Abwehrspieler Eric García kehrt nach zwei Jahren vom englischen Fußballmeister Manchester City zum FC Barcelona zurück. Der 20-jährige Spanier, der schon bis 2017 bei Barça spielte, erhielt einen Vertrag bis 2026, teilte Barcelona am Dienstag mit.


Para-EM der Leichtathleten: Herrmann und Fischer holen Medaillen

BYDGOSZCZ: Frances Herrmann und Yannis Fischer haben bei den Europameisterschaften der Para-Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz die ersten beiden Medaillen für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) geholt. Herrmann gewann am Dienstagmorgen im Speerwerfen der sitzenden Klasse mit 17,16 Meter Silber. Der erst 19 Jahre alte Fischer gewann im Kugelstoßen mit 9,77 Meter Bronze. Für den kleinwüchsigen Schüler war es der erste internationale Wettkampf.


Wieder Schambein-Probleme: RB-Profi Szoboszlai verpasst EM

LEIPZIG: Der Ungar Dominik Szoboszlai von Fußball-Bundesligist RB Leipzig wird nicht an der EM teilnehmen. Der 20-Jährige Mittelfeldspieler, der Ungarn im Play-off-Finale gegen Island mit dem entscheidenden 2:1 zur EM geschossen hatte, laboriert erneut an einer Schambein-Verletzung, wie der «Kicker» schreibt.


Spielerberater Struth: FC-Vorstand tanzt im Märchenland

DÜSSELDORF: Der Kölner Spielerberater Volker Struth prophezeit dem 1. FC Köln eine unsichere Zukunft und kritisiert die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten scharf. «Aus meiner Sicht tanzt der Vorstand beim 1. FC Köln im Märchenland», sagte der 55-Jährige dem «Kölner Stadtanzeiger» (Dienstag). «Man muss einen Verein mit einem ganzen Werkzeugkasten voller Kenntnisse führen. Auf diesem Werkzeugkasten muss allerdings 2021 stehen - nicht 1974.» Struth glaubt trotz des in der Relegation erreichten Klassenverbleibs, dass der Abstieg des Clubs nur aufgeschoben wurde.


Volleyballerinnen verlieren in Nationenliga gegen die Türkei

RIMINI: Die deutschen Volleyballerinnen haben nach der verpassten Überraschung gegen Olympiasieger China ihre dritte Niederlage in der Nationenliga erlitten. Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski unterlag am Dienstag in Rimini der Türkei mit 0:3 (20:25, 20:25, 22:25).


Vor WM-Quali: Ex-Bayern-Profi Arturo Vidal coronapositiv

SANTIAGO DE CHILE: Der frühere Bayern-Profi Arturo Vidal ist bei einer Kontrolle positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe sich wohl bei einem Freund angesteckt, der selbst keine Symptome aufgewiesen habe, schrieb der chilenische Fußball-Nationalspieler am späten Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Wegen der Infektion werde Vidal der Nationalmannschaft bei der WM-Qualifikation gegen Argentinien an diesem Donnerstag und kommende Woche gegen Bolivien fehlen. Vidal befindet sich unter Beobachtung im Krankenhaus. Zuvor sei bei ihm eine fiebrige Mandelentzündung festgestellt worden.


Neuer Hertha-Geschäftsführer Bobic: Friedrich bleibt bei Hertha

BERLIN: Fredi Bobic hat bei seinem Dienstantritt als Geschäftsführer des Fußball-Bundligisten Hertha BSC gleich eine wichtige Personalie verkündet. «Arne Friedrich bleibt an Bord, das war mir sehr wichtig», sagte der 49-Jährige bei einer virtuellen Pressekonferenz am Dienstag, «ein Sportdirektor mit seinen Fähigkeiten tut uns gut.»


Corona-Verstoß: Polizei beendet Party des 1. FC Köln

KÖLN: Die Polizei hat eine nächtliche Party des Bundesligisten 1. FC Köln in der Nacht zu Sonntag wegen Ruhestörung und Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung aufgelöst. Ein Sprecher der Polizei sagte am Dienstag, ein Streifenteam sei zu dem Einsatz um 3.15 Uhr in eine eigentlich geschlossene Kölner Bar gerufen worden. Zuvor hatte «Bild.de» über den Vorfall berichtet. Neben Geschäftsführer Alexander Wehrle seien bei der Feier ein Großteil des Fußball-Teams und einzelne Betreuer anwesend gewesen. Dem Polizeisprecher zufolge wird ein Verfahren gegen alle Anwesenden und den Betreiber wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet.


Mit neuem Doppelpartner: Kevin Krawietz in Paris in Runde zwei

PARIS: Der zweimalige French-Open-Champion Kevin Krawietz hat in Paris mit seinem neuen Doppelpartner Horia Tecau aus Rumänien die zweite Runde erreicht. Das Tennis-Duo setzte sich am Dienstag gegen Ariel Behar aus Uruguay und Gonzalo Escobar aus Ecuador mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) durch.


Japans Regierungschef: Schutz der Menschen hat Vorrang vor Olympia

TOKIO: Der innenpolitisch unter Druck stehende japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga wehrt sich gegen Kritik an seiner Corona- und Olympia-Politik. «Es ist meine Pflicht, das Leben und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Auf die Olympischen Spiele wird nicht die Priorität gelegt», bekräftigte Suga am Dienstag laut örtlichen Medienberichten bei einer Sitzung des Gesundheitsausschusses des Oberhauses. Die Prämisse für die Spiele sei der Schutz der Menschen, nachdem geeignete Maßnahmen gegen Infektionen bei Sportlern und Funktionären getroffen worden seien. Suga hatte bereits bei früherer Gelegenheit deutlich gemacht, niemals die Olympischen Spiele an die erste Stelle gestellt zu haben.

Der Ministerpräsident hatte im Januar noch erklärt, die Spiele würden als Beweis dienen, «dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat». An diesem Gedanken habe sich nichts geändert, wurde Suga am Dienstag weiter zitiert. Er hatte vor wenigen Tagen den Corona-Notstand für Tokio sowie acht weitere Präfekturen bis zum 20. Juni verlängert. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus gehe zwar in einigen Gebieten wie Tokio zurück, aber man müsse wachsam bleiben. Insgesamt sei die Situation weiter «unberechenbar», hatte Suga dabei erklärt. Er steht unter anderem wegen des langsamen Impfprozesses unter Druck.

Suga, dessen Amtszeit als Partei- und damit als Regierungschef des Landes am 30. September endet, muss spätestens zum Ablauf der Legislaturperiode am 21. Oktober Wahlen zum mächtigen Unterhaus des Parlaments ansetzen. Er könnte sie vorziehen. Doch gehen politische Beobachter davon aus, dass er damit bis nach den Olympischen Spielen warten dürfte. Suga hält trotz wachsender Kritik an Olympia fest. Man werde alles tun, um sichere Olympische Spiele zu veranstalten. Auch das IOC betont immer wieder, die Spiele seien für alle «sicher».


Dänemark-Stürmer Yussuf Poulsen fühlt sich fit für die EM

KOPENHAGEN: Vor dem Testspiel seiner Dänen gegen Deutschland fühlt sich Leipzig-Stürmer Yussuf Poulsen bereit für die am 11. Juni beginnende Fußball-Europameisterschaft. «Ich bin jetzt in guter Form», wurde der 26 Jahre alte Stürmer am Tag vor dem EM-Test gegen die deutsche Nationalelf in Innsbruck (Mittwoch, 21.00 Uhr/RTL) von der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zitiert.

Geholfen habe ihm auf dem Weg zur EM ausgerechnet eine leichte Muskelverletzung, wegen der er im April einige Bundesliga-Partien der Leipziger verpasst hatte und in anderen Begegnungen nur zu Kurzeinsätzen gekommen war. Diese Auszeit habe ihm vor der EM neue Frische gegeben, erzählte Poulsen. «Für mich war das ein guter Zeitpunkt, um eine kleine Pause zu bekommen.» Nach fast 50 Spielen in der Saison sei sein Körper da bereits am Anschlag gewesen.

Poulsen zählt neben dem Dortmunder Thomas Delaney, Hoffenheims Robert Skov und Ersatztorwart Frederik Rönnow zu vier Bundesliga-Profis im EM-Kader von Dänemarks Nationalcoach Kasper Hjulmand. Der Leipziger dürfte gegen Deutschland im dänischen Sturm ein Dreigespann mit Barcelona-Angreifer Martin Braithwaite und Jonas Wind bilden.


Österreich ohne Ex-Gladbacher Lazaro zum Testspiel nach England

MIDDLESBROUGH: Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft muss im EM-Vorbereitungsspiel in England auf den Ex-Gladbacher Valentino Lazaro verzichten. Der 25-Jährige hatte sich nach dem Saisonende der Bundesliga für ein paar Trainingstage in Dubai aufgehalten und hätte daher nun bei der Einreise nach England wegen der Corona-Regeln eine mehrtägige Quarantäne antreten müssen. Nach Verbandsangaben vom Dienstag habe Lazaro zum Zeitpunkt des Trainings in Dubai den Kenntnisstand gehabt, dass der Aufenthalt für eine berufliche Einreise nach England keine Einschränkungen nach sich ziehen würde. Eine Ausnahmegenehmigung wurde abgelehnt.


Virologe über Olympia: «Ich würde wirklich zur Verschiebung raten»

BERLIN: Der Virologe Martin Stürmer hält das Festhalten an den Olympischen Spielen in Japan für keine gute Idee. «Ich kann die Athleten sehr gut verstehen, ich kann den Zwiespalt verstehen, aber ich würde wirklich zur Verschiebung raten», sagte Stürmer am Dienstag im «Morgenmagazin» des ZDF.

Das weltweite Infektionsgeschehen sei «sehr unkontrollierbar» und auch die Hygienekonzepte seien nur schwer durchzusetzen. Die Sportarten finden mal im Freien, mal in der Halle, mal im engen Kontakt statt, wie Stürmer bemerkte. «Das ist so divers. Da wird es extrem schwierig, da ein einheitliches Konzept zu machen. Ich kann mir das ehrlich gesagt gar nicht gut vorstellen, wie das funktionieren soll», sagte der Wissenschaftler aus Frankfurt am Main.

Der Fechter Max Hartung, Vorsitzender der Athletenkommission im Deutschen Olympischen Sportbund, will an den Spielen teilnehmen, wie er im «Morgenmagazin» bekräftigte. «Ich will klar sagen, dass ich die Bedenken natürlich ernst nehme und die Sorgen der japanischen Bevölkerung nachvollziehen kann.» Es sei keine leichte Situation, bekräftigte Hartung.

Die Athleten treten die Reise nach Japan wie alle Beteiligten der Sommerspiele auf eigenes Risiko an, wie es im erstmals im April veröffentlichten Handbuch der Organisatoren heißt. Eine entsprechende Einverständniserklärung hat Hartung noch nicht unterschrieben. Das komme aber bald auf ihn zu, sagte er. Den Zwiespalt beschreibt er so: am Ende haben die Athleten nur die Wahl, entweder hinzufahren und zu unterschreiben oder es sein zu lassen. «Und das ist immer eine schwierige Situation, weil es nie eine wirkliche Freiwilligkeit gibt», sagte Hartung.


Public-Viewing-Fläche für Olympia wird zunächst Impfstation

TOKIO: Olympia-Gastgeber Tokio will einen für Public Viewing geplanten Park im Zentrum der japanischen Hauptstadt zunächst als Impfstation nutzen. Das sagte Tokios Gouverneurin Yuriko Koike am Dienstag laut örtlichen Medien im Stadtparlament. Die Frage, ob der im Volk beliebte Yoyogi-Park tatsächlich während der Sommerspiele für Public Viewing benutzt wird, ließ Koike unbeantwortet.

Kritiker befürchten eine Ausbreitung des Coronavirus, sollten sich wie geplant Hunderte von Menschen in einer abgesperrten «Olympic Live Zone» inmitten des Parks auf großen Leinwänden die Wettbewerbe anschauen. Für diesen Zweck wurden bereits Bäume gestutzt, was ebenfalls für Kritik sorgte. Tokio plant laut Medien 12 Public Viewing-Standorte.

Vor dem Hintergrund des äußerst langsam angelaufenen Impfprozesses in Japan plane die Hauptstadt, ab dem 8. Juni auf dem Gelände des früheren Tokioter Fischmarkts Tsukiji mit der größer angelegten Impfung von 60.000 Mitarbeitern der Polizei und Feuerwehr zu beginnen, hieß es. Da das Gelände jedoch während der Olympischen Spiele zu Transportzwecken genutzt werden soll, werde es ab Ende Juni abgesperrt. Laut Koike soll stattdessen der Public-Viewing-Bereich im Yoyogi-Park ab Juli für Impfungen genutzt werden. Auf die Frage von Reportern, ob am Ende tatsächlich dort Public Viewing stattfinden wird, sagte Koike, zunächst wolle man sich aufs Impfen fokussieren. Tokio befindet sich vorläufig noch bis 20. Juni im Corona-Notstand.


Erste ausländische Olympioniken beziehen Trainingslager in Japan

TOKIO: Als erste ausländische Athleten für die Olympischen Spiele in Tokio hat die australische Frauen-Softball-Mannschaft ihr Trainingslager in Japan bezogen. Das Team traf am Dienstag, rund 50 Tage vor Beginn der Sommerspiele, aus Singapur kommend auf dem internationalen Flughafen Narita nahe Tokio ein. Die 23 Athletinnen und fünf Betreuer werden am Samstag mit dem Vorbereitungstraining in der Stadt Ota in Tokios Nachbarpräfektur Gumma beginnen.


Serena Williams zu Naomi Osaka: «Wünschte, ich könnte sie umarmen»

PARIS: Tennis-Superstar Serena Williams hat ihr Mitgefühl mit Naomi Osaka ausgedrückt, nachdem die Japanerin öffentlich gemacht hatte, mit Depressionen zu kämpfen. «Ich wünschte, ich könnte sie einfach umarmen, weil ich weiß, wie es sich anfühlt», sagte die 39 Jahre alte Amerikanerin am späten Montagabend in Paris. Sie habe in der Vergangenheit auch solche Phasen erlebt, gestand Williams. Wichtig sei, dass man jemanden habe, mit dem man reden könne.

Osaka hatte am Montag in einem Statement bei Twitter ihren Rückzug von den diesjährigen French Open verkündet und damit auf die zum Teil heftige Kritik an ihrem Medien-Boykott während des Turniers reagiert. Nachdem die viermalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin zunächst nicht wirklich deutlich gemacht hatte, warum sie keine Pressekonferenzen geben wolle, machte sie dies nun mit dem Verweis auf Depressionen deutlich.

Williams zeigte Respekt für das Vorgehen von Osaka. «Man sollte sie mit den Dingen so umgehen lassen, wie sie es möchte und wie es für sie am besten ist», sagte die frühere Nummer eins der Welt.


FC Bayern gleicht im Playoff-Halbfinale aus: 82:72 in Ludwigsburg

LUDWIGSBURG: Die Basketballer des FC Bayern München haben im Playoff-Halbfinale bei den MHP Riesen Ludwigsburg den Ausgleich geschafft. Im zweiten von fünf möglichen Partien gewannen die Bayern am Montag mit 82:72 (42:33) und fügten dem Hauptrunden-Ersten im 21. Auftritt in der eigenen Arena die erste Heim-Niederlage der laufenden Spielzeit zu. Das erste Match hatte Ludwigsburg am Samstag noch mit 101:98 für sich entschieden.


Dominik Koepfer in Paris als zweiter deutscher Tennisprofi weiter

PARIS: Dominik Koepfer hat bei den French Open als zweiter deutscher Tennisprofi sein Auftaktmatch gewonnen. Der 27-Jährige setzte sich am Montagabend in Paris gegen den Franzosen Mathias Bourgue mit 6:3, 6:3, 6:4 durch und folgte damit Alexander Zverev in die zweite Runde. Koepfer benötigte gegen den Lokalmatadoren 2:04 Stunden für seinen Erfolg. Der Schwarzwälder bekommt es nun mit dem an Nummer 30 gesetzten Amerikaner Taylor Fritz zu tun. Am Dienstag haben noch Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber und Andrea Petkovic die Chance, in die zweite Runde einzuziehen.


Wegen Knöchelverletzung: Petra Kvitova zieht bei French Open zurück

PARIS: In der Damen-Konkurrenz der French Open ist eine weitere prominente Spielerin aus dem Rennen.

Die Tschechin Petra Kvitova kündigte am Dienstag an, dass sie wegen einer Verletzung am Knöchel nicht zu ihrer Zweitrunden-Partie gegen Jelena Wesnina aus Russland am Mittwoch antreten kann. Die zweimalige Wimbledon-Siegerin erklärte, sie habe sich die Verletzung am Montag nach ihrem Erstrunden-Sieg zugezogen, als sie bei einem Pressetermin umgeknickt sei.


Schweden verpasst überraschend Viertelfinale der Eishockey-WM

RIGA: Erstmals seit 1937 schließt der elfmalige Weltmeister Schweden die Eishockey-Weltmeisterschaft nicht unter den Top Acht ab. Die Auswahl des Ex-Champions verlor am Montag in Riga gegen Russland 2:3 (1:0, 0:0, 1:2) nach Penaltyschießen und hat damit keine Chance mehr auf den Einzug ins Viertelfinale der WM in Lettland. Die Schweden, die zuletzt 2017 in Deutschland und 2018 in Dänemark Weltmeister wurden, gewannen nur drei ihrer sieben Vorrundenspiele in der Gruppe A. 1937 waren die Schweden Neunter geworden. Die russische Auswahl ist in der K.o.-Runde dabei und kann sich zum Vorrundenabschluss am Dienstag gegen Belarus den Gruppensieg sichern.


Eishockey-Team verliert gegen die USA nächstes WM-Spiel

RIGA: Die deutsche Eishockey-Auswahl hat bei der Weltmeisterschaft in Lettland einen wichtigen Sieg für die angestrebte Viertelfinal-Teilnahme knapp verpasst. Mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) verlor das Team von Bundestrainer Toni Söderholm am Montag in Riga gegen die USA und steht nun vor dem entscheidenden Vorrunden-Finale gegen Gastgeber Lettland am Dienstag (19.15 Uhr/Sport1) um den Einzug in die K.o.-Runde. Gegen die US-Auswahl konnte beim ersten diesjährigen WM-Einsatz von NHL-Stürmer Dominik Kahun eine gute Defensivleistung die dritte Vorrunden-Niederlage nacheinander nicht verhindern.


Kreise: Landes-Präsidenten lehnen Außerordentlichen DFB-Bundestag ab

FRANKFURT/MAIN: Die Präsidenten der Landesfußball-Verbände lehnen einen Außerordentlichen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes noch in diesem Jahr ab. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Teilnehmerkreisen einer Videokonferenz erfuhr, favorisiert man einen Bundestag im Februar oder März nächsten Jahres. Dort sollen dann ein neues Präsidium gewählt und Strukturänderungen beschlossen werden. Wegen zahlreicher Verwerfungen innerhalb der Führungsgremien des Verbandes war es zuletzt zu zahlreichen Rücktritten von Entscheidungsträgern, unter anderen von DFB-Präsident Fritz Keller, gekommen, was auch eine Strukturdebatte ausgelöst hat.


Ex-Düsseldorfer Schäfer wird neuer Geschäftsführer von Hannover 96

HANNOVER: Hannover 96 hat den erfahrenen Fußball-Manager Robert Schäfer als neuen Geschäftsführer verpflichtet. Der 45-Jährige arbeitete in gleicher Funktion bereits für 1860 München und Dynamo Dresden und war zudem von 2016 bis 2019 Vorstandsvorsitzender bei Fortuna Düsseldorf. Seinen neuen Job in Hannover tritt er am 1. Juli an, wie der Club am Montag bekanntgab.


«Kicker»: Wechsel von Trainer Anfang zu Werder geplatzt

BREMEN: Markus Anfang wird nach Informationen des Fachmagazins «Kicker» nicht Trainer von Bundesliga-Absteiger Werder Bremen. Zwar hätten die Bremer sich bereits mit dem 46-Jährigen auf ein Engagement von der kommenden Fußball-Saison an geeinigt. Doch Anfangs aktueller Club SV Darmstadt 98 legte sein Veto ein. Laut «Kicker» war das Ablöseangebot der Bremer von angeblich 200.000 Euro zu gering. Es sei in Darmstadt als «Frechheit» aufgenommen worden.


Torhüter Kobel wechselt vom VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund

DORTMUND: Der Wechsel von Torhüter Gregor Kobel aus Stuttgart nach Dortmund ist perfekt. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag mitteilte, erhält der 23 Jahre alte Schweizer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Dem Vernehmen nach zahlt die Borussia, bei der neben Kobel mit Roman Bürki und Marwin Hitz bereits zwei weitere eidgenössische Keeper auf der Gehaltsliste stehen, eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro an den VfB.


Vorletzter EM-Test: Fußball-Nationalteam spielt gegen Dänemark

SEEFELD: Dreizehn Tage vor dem ersten EM-Spiel gegen Weltmeister Frankreich testet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch (21.00 Uhr) in Innsbruck gegen Dänemark. Joachim Löw erhofft sich von dem ersten der zwei Länderspiele in der Vorbereitung auf sein letztes Turnier als Bundestrainer wichtige Erkenntnisse und dazu ein gutes Ergebnis. Das Spiel soll für Aufbruchstimmung in Deutschland sorgen.

Personell soll sich «ein gewisser Kern herauskristallisieren», wie Löws Assistent Marcus Sorg im Trainingscamp in Seefeld sagte. Im Blickpunkt stehen im Tivoli Stadion Thomas Müller und Mats Hummels. Die von Löw zurückgeholten Weltmeister von 2014 werden erstmals nach zweieinhalb Jahren wieder für Deutschland auflaufen. Mehrere wichtige Akteure wie die drei Champions-League-Sieger Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger fehlen dagegen noch.

Die EM-Generalprobe bestreitet das DFB-Team nach dem Trainingslager in Tirol am kommenden Montag in Düsseldorf gegen Lettland. Bei der EM sind neben Frankreich Europameister Portugal und Ungarn die deutschen Gruppengegner.


Williams gewinnt erstes Abendspiel in der Geschichte der French Open

PARIS: Tennis-Star Serena Williams hat das erste Abendspiel in der Geschichte der French Open gewonnen.

Die 39 Jahre alte Amerikanerin setzte sich am Montagabend in der Night Session gegen Irina-Camelia Begu aus Rumänien mit 7:6 (8:6), 6:2 durch. Dabei musste Williams im ersten Durchgang aber hart kämpfen und sogar zwei Satzbälle der Rumänin abwehren. Am Ende setzte sich die langjährige Nummer eins der Welt aber doch in 1:42 Stunden durch. Williams strebt in Paris ihren 24. Grand-Slam-Titel an. Damit würde sie den Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. In Paris gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal Spiele am Abend.

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