Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Germany's Franziska von Almsick. Photo: epa/Robert_Jaeger
Germany's Franziska von Almsick. Photo: epa/Robert_Jaeger

Das letzte Einhorn geht: Van Almsick bei «Masked Singer» enttarnt

KÖLN: Ein Horn, kein Glück: Die ehemalige Weltklasse- Schwimmerin Franziska van Almsick (42) ist überraschend in der ProSieben-Show «The Masked Singer» enttarnt worden. Wie sich am Dienstagabend herausstellte, steckte der Ex-Sportstar im Kostüm eines rosa Einhorns mit gigantischem Rüschen-Rock. Weil das zauberhafte Fabelwesen zu wenige Stimmen der Zuschauer bekam, musste sich van Almsick allerdings geschlagen geben und die Maske ablegen.

«Ich habe mir so ins Hemd gemacht. Also ich glaube, es gab noch nie eine größere Herausforderung», gab die 42-Jährige zu, als das Aus in der Show feststand. Und das will etwas heißen: Als Schwimmerin erkämpfte sich die Berlinerin immerhin mehrere Medaillen bei Olympischen Spielen. Singen zählte bislang allerdings nicht zu ihren Hauptjobs. «Ich singe ja eigentlich nur unter der Dusche oder wenn ich mächtig etwas getrunken habe», verriet van Almsick. Auch mit dem überaus kitschigen Einhorn-Outfit fremdelte sie ein wenig. «Ich komme mir vor wie ein Sahne-Baiser. Und das bin ich so gar nicht.»

Im Show-Rateteam war ihr Musiker Rea Garvey (47) auf die Schliche gekommen. Er hatte vor der Enttarnung auf van Almsick getippt - und begründete es mit dem «Riesenherz», das er bei dem Auftritt gespürt habe. Garvey und van Almsick kennen sich allerdings auch privat. «Bei deinem Geburtstag habe ich dich einmal singen gehört», verriet der Musiker, als die Frage nach seiner wundersamen Spürnase aufkam.

In der ProSieben-Show singen Promis unter aufwendigen Kostümen und versuchen, ihre wahre Identität zu verschleiern. Wenn die Zuschauer sie aus der Sendung wählen, müssen sie allerdings die Maske ablegen.


Medien: Paris unterbreitet Bayern-Profi Alaba konkretes Angebot

PARIS: Der französische Top-Club Paris Saint-Germain wirbt Medienberichten zufolge intensiv um Bayern-Profi David Alaba. PSG soll dem österreichischen Nationalspieler, der den deutschen Fußball-Rekordmeister im Sommer ablösefrei verlässt, ein konkretes Angebot unterbreitet haben, wie der TV-Sender Sky und die «Bild»-Zeitung berichteten. Nach Informationen von Sky soll sich Alaba bereits mit Präsident Nasser Al-Khelaifi getroffen haben. Der 28 Jahre alte Alaba hatte vor einer Woche verkündet, den FC Bayern zum Saisonende zu verlassen.


Hoffenheimer Verletzungspech: Saison-Aus für Geiger

ZUZENHAUSEN: Für Mittelfeldspieler Dennis Geiger von der TSG 1899 Hoffenheim ist die Saison vorzeitig beendet. In den vergangenen Tagen seien noch einmal Probleme beim schon länger an einer Muskelverletzung laborierenden Geiger aufgetreten, teilte der Fußball-Bundesligist am Dienstagabend mit. Deswegen soll Geiger nun operiert werden. Der 22-Jährige hatte sich die Muskel-Sehnen-Blessur im Oberschenkel Ende Dezember beim Aufwärmen vor dem Pokalspiel gegen Fürth zugezogen. Auch Linksverteidiger Konstantinos Stafylidis steht der Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß weiter nicht zur Verfügung.


Paderborn und Heidenheim trennen sich 2:2 im Zweitliga-Nachholspiel

PADERBORN: Bundesliga-Absteiger SC Paderborn hat sich im Nachholspiel der zweiten Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim noch einen Punkt gesichert. Dennis Srbeny rettete dem Team von Trainer Steffen Baumgart in der Nachspielzeit (90.+1 Minute) am Dienstag das 2:2-Unentschieden (1:1). Der Angreifer hatte bereits in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter zum Ausgleich getroffen (45.+2). Der Vorjahresdritte aus Heidenheim verpasste den dritten Sieg in Serie, obwohl die engagierten Gäste zweimal durch Tim Kleindienst (13.) und Christian Kühlwetter (77.) geführt hatten. Beide Teams verbleiben durch die gerechte Punkteteilung im gesicherten Mittelfeld.


Nach Zoff ums Outfit: Vorgaben für Beach-Turnier in Katar aufgehoben

DOHA: Nach dem Streit um Bekleidungsvorschriften und der Absage des deutschen Duos Karla Borger/Julia Sude für das Welttour-Turnier in Katar sind die Outfit-Vorgaben aufgehoben worden. Man sei der «festen Überzeugung, dass Frauen-Beachvolleyball, wie jeder andere Sport auch, nach Leistung und Einsatz und nicht nach der Spielbekleidung beurteilt werden sollte», teilte der Weltverband FIVB der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. «Daher steht es den Spielerinnen während des Turniers in Doha frei, die Standard-Spielbekleidung zu tragen, wenn sie dies wünschen.»


Bremerhaven wieder Zweiter in DEL-Nordgruppe

ISERLOHN: Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven sind in der Deutschen Eishockey Liga zurück in der Erfolgsspur. Am Dienstag gewann das Team von Trainer Thomas Popiesch 5:1 (3:1, 0:0, 2:0) bei den Iserlohn Roosters und sprang damit zurück auf Platz zwei der Nord-Gruppe. Ausschlaggebend dafür war das fünfte Tor der Norddeutschen durch Alexander Friesen 96 Sekunden vor dem Ende. Mit der nun um einen Treffer besseren Tordifferenz im Verhältnis zur punkt- und spielgleichen Düsseldorfer EG zog Bremerhaven vorbei auf Rang zwei. Beide Teams haben nach 18 Spielen 31 Punkte und folgen mit acht Zählern Rückstand den Eisbären Berlin, die nach fünf Siegen in Serie erstmals wieder verloren. Gegen die Grizzlys Wolfsburg unterlag Berlin 2:3 (1:1, 0:0, 1:1) nach Penaltyschießen.


Polizei: Golf-Profi Tiger Woods bei Verkehrsunfall verletzt

LOS ANGELES: Golf-Superstar Tiger Woods (45) ist Polizeiangaben zufolge bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Woods sei am Dienstagmorgen alleine auf einer Straße in Los Angeles unterwegs gewesen, als sein Auto aus zunächst unbekannter Ursache verunglückt sei, teilte die zuständige Polizeibehörde mit. Das Auto sei so schwer beschädigt worden, dass Woods mit einem speziellen Gerät herausgeschnitten werden musste. Danach sei er in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie schwer Woods verletzt wurde, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Der Golf-Profi befindet sich derzeit nach einer Rücken-Operation in der Reha.


FC Bayern vor Viertelfinal-Einzug: 4:1-Auswärtssieg in Rom

ROM: Der FC Bayern München steht dicht vor dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Der Titelverteidiger setzte sich am Dienstagabend im Achtelfinal-Hinspiel souverän mit 4:1 (3:0) beim Serie-A-Sechsten Lazio Rom durch. Vor dem Rückspiel in München am 17. März hat der deutsche Fußball-Rekordmeister damit eine exzellente Ausgangsposition. Robert Lewandowski (9. Minute), Youngster Jamal Musiala (24.), Leroy Sané (42.) und Francesco Acerbi (47./Eigentor) trafen für den deutschen Rekordmeister. Der Treffer zum 1:4 durch Joaquin Correa (49.) erhöhte die Chancen auf ein Weiterkommen für den italienischen Traditionsclub allenfalls minimal.


Schauspielerin Woodley und Football-Profi Rodgers haben sich verlobt

NEW YORK: Die US-Schauspielerin Shailene Woodley (29) und der Football-Profi Aaron Rodgers (37) sind verlobt - und das nach Angaben Woodleys schon seit einiger Zeit.

«Wir sind verlobt», sagte die Schauspielerin in der Nacht zum Dienstag in der «Tonight Show» mit Moderator Jimmy Fallon. «Aber für uns ist das keine Neuigkeit, deswegen ist das ein bisschen komisch. Alle drehen deswegen durch und für uns ist es so: Ja, wir sind schon seit einer Weile verlobt.» Woodley war unter anderem mit der Komödie «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten» berühmt geworden, Rodgers hat einen Vertrag bei den Green Bay Packers.


Gojowczyk gewinnt deutsches Tennis-Duell mit Struff

MONTPELLIER: Qualifikant Peter Gojowczyk hat das deutsche Duell mit Jan-Lennard Struff beim Tennis-Turnier in Montpellier überraschend gewonnen. Der 31 Jahre alte Münchner setzte sich gegen die deutsche Nummer zwei klar mit 6:3, 6:4 durch und zog damit ins Achtelfinale ein. Für den 30 Jahre alten Struff war es nach dem Erstrunden-Aus bei den Australian Open die nächste Enttäuschung. Gojowczyk benötigte nur 78 Minuten für seinen Erfolg.


Radsport: Buchmann Vierter bei Bergankunft der UAE-Tour

JEBEL HAFEET: Emanuel Buchmann hat bei der ersten Bergankunft der UAE-Tour ansprechende Form gezeigt. Der 28-Jährige vom Team Bora-Hansgrohe fuhr am Dienstag auf der 3. Etappe nach 166 Kilometern auf Platz vier. Den Tagessieg im 1031 Meter hoch gelegenen Jebel Hafeet sicherte sich der slowenische Top-Favorit Tadej Pogacar vor dem Briten Adam Yates. In der Gesamtwertung liegt Pogacar 43 Sekunden vor Yates. Buchmann spielt dort keine Rolle.


Bericht: 6500 tote Arbeiter in Katar seit 2010 - Doha: Normale Rate

DOHA: In Katar, dem Gastgeberland der Fußball- Weltmeisterschaft 2022, sind in den vergangenen zehn Jahren nach Recherchen des britischen «Guardian» mehr als 6500 Arbeiter aus fünf asiatischen Ländern gestorben. Dabei handele es sich um Arbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka, meldete das Blatt am Dienstag. Die Zahlen seien aus Regierungsquellen zusammengetragen worden. Die tatsächliche Zahl der in diesem Zeitraum gestorbenen Migranten sei deutlich höher, da auch aus anderen Ländern Arbeiter in das Emirat kämen, schreibt das Blatt. Katars Regierungspressestelle erklärte auf Anfrage, in dem Emirat lebten mehr als 1,4 Millionen Menschen aus den genannten Ländern.


Leverkusens Lars Bender fällt nach Meniskus-Operation länger aus

LEVERKUSEN: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen muss nach einer Meniskus-Operation vorerst auf Lars Bender verzichten. Der 31-Jährige werde auf absehbare Zeit fehlen, teilte der Club am Dienstag mit. Bender habe sich im Liga-Heimspiel Ende Januar gegen den VfL Wolfsburg neben einer Muskelverletzung auch eine Quetschung des rechten Außenmeniskus zugezogen, welche sich zu einem Riss entwickelt habe. Der Defensivspieler sei bereits am Freitag operiert worden. Es scheine realistisch, dass Bender Ende März nach der Länderspielpause in den Trainingsbetrieb zurückkommen könne.


Zusätzliche Auswechslung bei U21-EM - U19-Turniere abgesagt

NYON: Bei der Endrunde der Fußball-EM der U21-Junioren dürfen die Mannschaften bei Kopfverletzungen von Spielern eine zusätzliche Auswechslung vornehmen. Diese Entscheidung traf das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA am Dienstag für die finale Phase des Turniers vom 24. bis 31. März und 31. Mai bis 6. Juni in Slowenien und Ungarn. Die gleiche Regelung galt kürzlich auch bei der Club-WM in Katar. Abgesagt wurden von der UEFA wegen der Coronavirus-Pandemie die EM-Endrunden bei den U19-Junioren und U19-Juniorinnen in Rumänien und Belarus in diesem Jahr.


DFB-Frauen mit Verletzungssorgen vor Spiel gegen Niederlande

DÜSSELDORF: Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft plagen vor dem Länderspiel gegen die Niederlande am Mittwoch (18.30 Uhr/Eurosport) in Venlo einige Verletzungssorgen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nannte am Dienstag in einer Online-Pressekonferenz zwar keine Namen, kündigte aber an, dass die eine oder andere Spielerin angeschlagen aus der Partie gegen Belgien (2:0) am Sonntag herausgegangen sei und möglicherweise nicht auflaufen könne. «Wir werden kein Risiko eingehen. Es ist ein Testspiel, kein WM-Halbfinale. Das sind wir den Spielerinnen, aber auch ihren Vereinen schuldig», sagte Voss-Tecklenburg.


DFB-Präsident Keller erwägt 2022 erneute Kandidatur

FRANKFURT/MAIN: Fritz Keller erwägt 2022 eine erneute Kandidatur für das Amt des DFB-Präsidenten. «Wenn man der Meinung ist, dass man weiter einen unbequemen Menschen braucht, der mit an der Zukunft arbeiten möchte und nicht zu allem Ja und Amen sagt, bin ich überzeugt, dass ich noch einmal kandidieren werde», sagte der 63 Jahre alte Chef des Deutschen Fußball-Bundes der «Sport Bild» (Mittwoch). Keller hatte das Amt am 27. September 2019 übernommen. Angesichts der jüngsten öffentlichen Dissonanzen mit Generalsekretär Friedrich Curtius gab es zuletzt Spekulationen über einen möglichen Rücktritt, der für Keller nach eigener Aussage aber nie zur Debatte stand.


Laschet: Bewerbung für Olympia 2032 geht in entscheidende Phase

DÜSSELDORF: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) rechnet damit, dass die Rhein-Ruhr-Region bald offizieller Bewerber Deutschlands für die Olympischen Spiele 2032 werden kann. Der Beteiligungsprozess gehe jetzt «in die entscheidende Phase», sagte Laschet am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. «Es gibt seit langer Zeit wieder die Chance auf eine deutsche Bewerbung.» Am Freitag werde er die Oberbürgermeister der beteiligten Städte sprechen. Dabei gehe es um den Planungsstand und die Bürgerbeteiligung, «die wichtig ist, um eine weltweite Bewerbung durchzusetzen». Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung könne die Bewerbung offiziell beschlossen werden.


Ex-Schwimmer Groß schlägt «Impfspenden» für Olympia-Start vor

BERLIN: Impfberechtigte sollen nach einem Vorschlag des einstigen Schwimmstars Michael Groß Athleten für einen Olympia-Start freiwillig den Vortritt beim Coronaschutz lassen. «Andere Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler «spenden»», schrieb der Olympiasieger am Dienstag in einem Beitrag auf dem beruflichen Netzwerk Xing. Anlass für den Vorstoß, den der 56-Jährige selbst als «ungewöhnliche Idee in einer außergewöhnlichen Zeit» bezeichnete, ist das sogenannte Playbook. In dem sind die Hygienemaßnahmen und Verhaltensvorschriften bei den Olympischen Spielen in Tokio vom 23. Juli bis 8. August festgelegt.


Kleber verletzt sich bei Mavericks-Sieg

DALLAS: Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber hat sich beim NBA-Heimsieg der Dallas Mavericks gegen die Memphis Grizzlies am Fuß verletzt. Kleber musste beim 102:92 am Montagabend (Ortszeit) im letzten Viertel vom Feld und kam nicht mehr zurück. Die Mavericks berichteten später von einem verstauchten linken Knöchel. Ob Kleber gegen die Boston Celtics um Nationalmannschaftskollege Daniel Theis am Dienstag spielen kann, war unklar.


Portugals Handball-Nationaltorwart erleidet Herzinfarkt

PORTO: Portugals Handball-Nationaltorwart Alfredo Quintana hat im Training einen Herzinfarkt erlitten. Der 32 Jahre alte Keeper vom FC Porto, Champions-League-Gruppengegner des deutschen Vizemeisters SG Flensburg-Handewitt, wurde am Montag umgehend zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Das bestätigte die Europäische Handball-Föderation am Dienstag.


Drei positive Corona-Fälle bei Frankfurts Fußball-Frauen

FRANKFURT/MAIN: Bei den Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt gibt es drei positive Corona-Fälle. Betroffen sind zwei namentlich nicht genannte Spielerinnen und Trainer Niko Arnautis. Das Trio hat sich bereits am vergangenen Freitag in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben, teilte der Bundesligist am Dienstag mit. Allen Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut.


Tennisspielerin Siegemund verliert Auftaktmatch in Adelaide

ADELAIDE: Tennisspielerin Laura Siegemund beendet ihre Australien-Reise mit einem Erstrunden-Aus in Adelaide. Die deutsche Nummer zwei verlor am Dienstag gegen die Kasachin Julia Putinzewa 4:6, 4:6. Putinzewa ist bei dem mit 535.530 US-Dollar dotierten WTA-Turnier an Position sieben gesetzt. Die Weltranglisten-54. Siegemund, die bei den Australian Open in der ersten Runde gegen US-Star Serena Williams ausgeschieden war, war die einzige deutsche Teilnehmerin. Yannick Hanfmann hat hingegen beim ATP-Turnier in Singapur das Achtelfinale erreicht. Der 29 Jahre alte Karlsruher gewann am Dienstag seine Auftaktpartie gegen den Australier James Duckworth mit 6:2, 6:4.


Langlauf-Teamchef über WM-Medaille: «Das ist nicht realistisch»

OBERSTDORF: Langlauf-Teamchef Peter Schlickenrieder hat keine Hoffnung auf eine überraschende Medaille seiner Sportlerinnen und Sportler bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. «Wenn ich ehrlich bin: Nein. Da sage ich, das ist nicht realistisch», sagte der 51-Jährige der Deutschen Presse-Agentur auf eine entsprechende Frage. Lange hatte es zumindest die kleine Hoffnung gegeben, in der Staffel um das Podest mitlaufen zu können. Schlickenrieder sagte jedoch nun: «Auch in den Staffel-Wettbewerben haben wir gesehen, dass wir relativ weit weg sind von einer Medaille.»


Arbeitsmarkt Fußball in Corona-Zeiten: «Schere geht auseinander»

HAMBURG: Die Corona-Krise lässt die Unterschiede auf dem Fußball-Arbeitsmarkt zwischen den Top-Stars der Bundesliga und Profis aus unteren Ligen noch schneller wachsen. «Was man aus meiner Sicht festhalten kann, ist, dass die Schere weiter auseinander geht», sagte Gregor Reiter, bis Ende des vergangenen Jahres 13 Jahre lang Geschäftsführer der Deutschen Fußballspieler-Vermittler Vereinigung (DFVV). «Corona tut denjenigen, die ohnehin schon vorher am unteren Ende standen, deutlich mehr weh, als denen, die oben stehen.» Wie die vergangene Wintertransferperiode zeigte, halten sich viele Clubs mit Verpflichtungen zurück.


Norwegen weicht bei WM-Quali-Spiel gegen Türkei nach Spanien aus

OSLO: BVB-Stürmer Erling Haaland und seine norwegische Nationalmannschaft bestreiten ihr WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei am 27. März nicht in ihrem Heimatland. Wegen der unsicheren Corona-Lage und den damit verbundenen norwegischen Einreiseregeln wird das Spiel statt im Ullevaal-Stadion in Oslo im spanischen Malaga ausgetragen. Das teilte der norwegische Fußballverband NFF am Dienstag mit.


Kein Vereinstraining für 7,3 Millionen Kinder und Jugendliche

WIESBADEN: Rund 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis zum Alter von 18 Jahren können wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr in ihren Sportvereinen trainieren. Anfang 2020 waren gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland in einem Sportclub als Mitglied angemeldet, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. Den höchsten Anteil gab es in der Altersgruppe der Sieben- bis unter 15-Jährigen, in der 70,5 Prozent der insgesamt rund 5,9 Millionen Mädchen und Jungen Vereinsmitglieder waren.


DOSB-Chef Hörmann zu Profifußball: «Sportspezifische Systemrelevanz»

FRANKFURT/MAIN: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hält die Sonderrolle des Profifußballs in der Pandemie für gerechtfertigt. «Der Ligabetrieb hat wohl eine gewisse sportspezifische Systemrelevanz, zumindest in bestimmten Teilen», sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Es hängen letztlich Zehntausende Arbeitsplätze davon ab, ob die Clubs spielen können oder nicht.»


Deutsche Schwimmer kämpfen im April in Berlin um Olympia-Tickets

BERLIN: Die deutschen Schwimmer kämpfen vom 16. bis 18. April in Berlin um Olympia-Tickets. Wie der Deutsche Schwimm-Verband am Dienstag mitteilte, müssten spätestens dann die geforderten Normzeiten erbracht werden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie handelt es sich diesmal um einen Einladungswettkampf mit einem strengen Hygienekonzept und ohne Zuschauer. Teilnehmen können die Sportler, die auf der sogenannten Longlist stehen. Acht deutsche Schwimmer mit Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock an der Spitze haben ihre Olympia-Tickets für die Spiele in Tokio bereits sicher.

Athleten, die bislang nicht zu Olympia-, Perspektiv- und Ergänzungskader gehören, müssen bis einschließlich 11. April eine Pflichtzeit erfüllen, um in Berlin starten zu dürfen. Dabei wird die Entwicklung der Sportler berücksichtigt. «Erfahrungsgemäß liegt die Verbesserungsrate innerhalb einer Saison bei 0,5 bis maximal 1 Prozent, wir haben uns daran orientiert und den Wert sogar noch etwas höher angesetzt. So ist es auf jeden Fall ein faires und sinnvolles Verfahren, um die aktuell notwendige Begrenzung des Starterfeldes zu erstellen», sagte Bundestrainer Hannes Vitense.

Bei den Spielen in Tokio gibt es in den 28 Einzeldisziplinen des Beckenschwimmens jeweils maximal zwei Startplätze pro Nation. Zudem werden sieben Staffeln ausgetragen, erstmals auch eine als Mixed. Außer Wellbrock haben Sarah Köhler, Franziska Hentke, Laura Riedemann, Marius Kusch, Marco Koch, Philip Heintz und Jacob Heidtmann ihren Startplatz schon gesichert.

Für die Spiele 2016 in Rio, als die deutschen Beckenschwimmer wie in London 2012 ohne Medaille blieben, hatten sich 27 deutsche Beckenschwimmer qualifiziert. «Natürlich wünschen wir uns, im Sommer ein sehr schlagkräftiges Team nach Japan entsenden zu können», sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn.


Wegen Corona-Krise: Leichtathletik-Präsident sorgt sich um Motivation

BERLIN: Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) sorgt sich wegen fehlender Wettkämpfe in der Corona-Krise um die Motivation seiner Sportler. Die Olympischen Spiele seien verschoben worden und Meisterschaften ausgefallen, sagte Jürgen Kessing am Dienstag im «Morgenmagazin» von ARD und ZDF. «Das ist natürlich schwierig, dann nur zu trainieren und keinen Leistungsvergleich mit anderen Athletinnen und Athleten durchführen zu können. Da hängen die schon ein bisschen durch», sagte der 63-jährige SPD-Kommunalpolitiker.

Die fehlenden Vergleiche machen nach Auffassung von Kessing auch eine Prognose über das Abschneiden der deutschen Leichtathleten bei den Olympischen Spielen vom 23. Juli bis 8. August in Tokio unmöglich. Im Verband freue man sich natürlich über jede Medaille. «Aber wir wissen auch nicht, wo wir weltweit stehen. Wir wissen nicht, wie woanders trainiert werden kann, teilweise besser, teilweise schlechter», sagte der Verbandschef. Daher gebe es auch keine Zielsetzung. «Wir wünschen uns natürlich möglichst viele Medaillen, aber wir machen keine Zahlenvorgaben», sagte Kessing.


Deutsche Basketballer richten Blick auf Olympia: «Klares Ziel»

PODGORICA: Nach dem Ende der lästigen, weil bedeutungslosen EM-Qualifikation richten die deutschen Basketballer ihren Blick auf das Olympia-Qualifikationsturnier im Sommer. «Es geht klar darum, sich für Olympia zu qualifizieren», sagte Wolfgang Brenscheidt, Generalsekretär des Deutschen Basketball Bundes, am Montagabend bei Magentasport. Man werde alles tun, um im Sommer die bestmögliche Mannschaft aufbieten zu können, sagte Brenscheidt. «Wir werden um jeden Spieler kämpfen.»

In den Spielen der EM-Qualifikation musste Deutschland auf seine Stars verzichten, weil der Spielbetrieb in der NBA und der Euroleague für die Nationalmannschaftsfenster nicht unterbrochen wird. So fehlten in Podgorica auch bei den beiden abschließenden Niederlagen gegen Großbritannien am Samstag und Gastgeber Montenegro am Montag die NBA-Profis um Dennis Schröder sowie die Spieler von Alba Berlin und Bayern München.

Die Niederlagen waren aber zu verschmerzen, weil Deutschland als Co-Gastgeber der EM 2022 bereits zuvor für das Turnier gesetzt war. Im September 2022 sollen eine Vorrunde in Köln und die Endrunde in Berlin stattfinden.

Zunächst gilt aller Fokus aber dem olympischen Qualifikationsturnier im kroatischen Split vom 29. Juni bis 4. Juli. Nur der Gewinner des Turniers mit sechs Teams sichert sich das Ticket nach Tokio. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl trifft in der Vorrunde auf Russland und Mexiko. «Es gilt jetzt, Kontakt zu den Spielen aufzunehmen und die Qualifikation so gut wie möglich vorzubereiten», sagte Rödl.

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