Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Im Ferrari F2004 seines Vaters Michael Schumacher fährt Mick Schumacher den Ferrari F2004 bei einem Schaufensterrennen vor dem Großen Preis der Formel 1. Foto: epa/Miguel Medina
Im Ferrari F2004 seines Vaters Michael Schumacher fährt Mick Schumacher den Ferrari F2004 bei einem Schaufensterrennen vor dem Großen Preis der Formel 1. Foto: epa/Miguel Medina

Schumacher zur Formel-2-Führung: Situation hat sich «nicht geändert»

BERLIN: Die Gesamtführung in der Formel 2 hat die Situation des Rennfahrers Mick Schumacher nicht geändert. «Wenn ich ehrlich bin, ist es nicht groß anders», sagte Schumacher in einem Interview von RTL/ntv. «Ich versuche immer noch, so konstant wie möglich zu sein, meine Punkte zu sammeln, also alles, was ich vorher auch gemacht habe. Meine Vorbereitung und all das Drumherum hat sich auch nicht geändert.»

Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte am Wochenende die Führung in der wichtigsten Nachwuchs-Rennserie im italienischen Mugello übernommen. Der 21-Jährige geht nun mit guten Titelaussichten in die letzten sechs Saisonrennen. Im Kampf um den Sprung in die Formel 1 sammelt er damit Argumente.

«Es heißt schon etwas, wenn man Formel-2-Weltmeister ist. Natürlich macht es auf einen aufmerksam», sagte Mick Schumacher zum Stellenwert eines Titels. Das heiße aber nicht, «dass es dann genau zu dieser Zeit einen Sitz» in der Formel 1 gebe.


England: Fußballspiele testweise mit bis zu 1000 Zuschauern

LONDON: Fußballvereine der 2. bis 4. Liga in England dürfen bei Heimspielen am kommenden Wochenende testweise bis zu 1000 Zuschauer im Stadion zulassen. Das bestätigte die zuständige English Football League (EFL) am Dienstag. Die Vereine mussten sich vorab dafür registrieren. Clubs in Regionen, in denen wegen des Coronavirus verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gelten, müssen ihre Heimspiele weiter vor leeren Rängen austragen. In der Premier League war zunächst keine Rückkehr der Zuschauer in die Stadien absehbar. Alle 28 englischen Erstliga-Spiele im September sollen deshalb im Fernsehen gezeigt werden, teilte die Liga mit.


Aubameyang verlängert bei Arsenal bis zum Sommer 2023

LONDON: Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang hat seinen Vertrag beim englischen Fußball-Pokalsieger FC Arsenal um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2023 verlängert. Das verkündete der 31-jährige Gabuner am Dienstag auf Arsenals Twitter-Kanal. «Ich fühle mich so gut hier», sagte Aubameyang in einem Live-Video aus dem Londoner Emirates-Stadion, und «deshalb hab ich mich entschieden zu bleiben». Kurz darauf bestätigte auch der Club die Unterschrift. Der bisherige Vertrag des Stürmers, der im Januar 2018 von Borussia Dortmund zu den Londonern gewechselt war, lief bis zum Sommer 2021.


Bayern-Profi Coman nach Corona-Kontakt in häuslicher Quarantäne

MÜNCHEN: Fußballprofi Kingsley Coman nimmt nach einem Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person aus seinem Umfeld derzeit nicht am Trainingsbetrieb des FC Bayern München teil. Der 24 Jahre alte Offensivspieler befindet sich laut Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in häuslicher Quarantäne, teilte der Triple-Gewinner am Dienstagabend mit. Ein bei Coman am Sonntag vorgenommener Corona-Test sei negativ ausgefallen. Während der Quarantäne werde sich der Franzose mit Cybertraining fit halten.


HSV-Profi Leistner telefoniert mit Dresdner Fan: Sache «geklärt»

HAMBURG: Fußball-Profi Toni Leistner vom Hamburger SV hat am Dienstagabend Kontakt zu dem Dresdner Fan aufgenommen, mit dem er tags zuvor eine handgreifliche Auseinandersetzung hatte. «Wir haben telefoniert und die Sache untereinander geklärt. Er hat genau wie ich seinen Fehler eingesehen», schrieb Innenverteidiger Leistner auf Instagram. «Ich nehme seine Entschuldigung an, zwischen uns ist die Sache damit aus der Welt.» Leistner war nach der 1:4-Pokalblamage des Zweitligisten HSV am Montag während eines Fernseh-Interviews auf die Zuschauertribüne geklettert und hatte einen pöbelnden Fan attackiert.


DEL-Chef Tripcke: Konsequenzen mit Clubs am Montag besprechen

NEUSS: Die Deutsche Eishockey Liga will die Konsequenzen aus der Teilzulassung von Fans für die großen Profiligen am Montag mit den Clubs diskutieren. «Wir müssen diese Entscheidung der Politik erst mal sacken lassen und abwarten, wie die praktische Handhabung erfolgt. Die 20-Prozent-Grenze ist als Empfehlung formuliert, und die Abstandsregelungen verweisen auf das jeweilige Landesrecht», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Dienstag. «Nach den Gesprächen der letzten Woche hatten wir uns deutlich mehr Unterstützung in diesem für uns wirtschaftlich so existenziellen Bereich erhofft», meinte der DEL-Chef.


«Flickenteppich eingeschränkt»: Fanvertreter begrüßt Einigung

BERLIN: Die Fan-Interessensvertretung «Unsere Kurve» hat die Einigung der Bundesländer auf einheitliche Regeln zur Zuschauer-Rückkehr in die Fußballstadien begrüßt. «Wir freuen uns über die einheitlichen Regelungen und darüber, dass der Flickenteppich eingeschränkt wird», sagte Vorstandsmitglied Jost Peter der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. «Wir hätten uns gewünscht, dass die sportliche Fairness auch bei den Verbänden mehr Gewicht bekommen hätte», ergänzte er. «Zuschauer sind sportlich relevant. Das haben wir bei den Geisterspielen gesehen.»


Doping-Prozess gegen Mediziner Mark S. beginnt in München

MÜNCHEN: Nach mehr als eineinhalb Jahren Ermittlungen beginnt am Mittwoch (09.45 Uhr) in München der Dopingprozess gegen den Mediziner Mark S.

und vier seiner mutmaßlichen Komplizen. Dem Arzt aus Erfurt wird vorgeworfen, über Jahre Blutdoping an Sportlern betrieben zu haben. Vor allem Wintersportler und Radsportler waren nach Erkenntnissen den Staatsanwaltschaft und laut anderen Prozessen im Ausland seine Kunden. Mark S. droht wegen Verstößen gegen das Anti-Doping-Gesetz und dem Vorwurf der Körperverletzung eine mehrjährige Haftstrafe.


EM-Fehlstart für deutsche Meisterinnen - Strenges Hygiene-Konzept

JURMALA: Die deutschen Meisterinnen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur sind mit einer Niederlage in die Beachvolleyball-EM in Lettland gestartet. Das Duo aus Berlin und Stuttgart unterlag am Dienstag den Französinnen Lézana Placette und Alexia Richard mit 1:2 (16:21, 26:24, 5:15). Auch die Meisterschafts-Dritten Kim Behrens und Cinja Tillmann (Münster), die nach dem Verzicht des Nationalteams Karla Borger und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) in den EM-Kader nachgerückt waren, verloren ihr erstes Match. Gegen Amaranta Fernández und Angela Lobato aus Spanien hieß es 0:2 (19:21, 12:21).

Das Turnier läuft unter strengen Hygiene-Bedingungen. Allerdings können Fans dabei sein. Nach Angaben der Veranstalter dürfen bis zu 30 Prozent der Plätze im 5000 Besucher fassenden Stadion belegt werden, das für die EM direkt am Ostseestrand errichtet wurde. «Wir sind froh, dass wir hier überhaupt spielen können», sagte Olympiasiegerin Laura Ludwig, die ihren fünften EM-Titel gewinnen kann. Für die Hamburgerin und ihre Partnerin Margareta Kozuch steht am späteren Nachmittag das erste EM-Match auf dem Programm.

Nur eine Sonderregelung für die EM-Teilnehmer machte das kontinentale Championat überhaupt möglich. Normalerweise gilt in Lettland, wo mit bislang knapp 1500 bestätigten Infektionen und 35 Todesfällen die Corona-Pandemie in Grenzen blieb, eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit hohen Ansteckungsraten. Der Grenzwert dafür liegt bei maximal 16 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in den vergangenen 14 Tagen. Bis auf die Nachbarländer Litauen und Estland, Finnland, Zypern und dem Vatikan liegen derzeit alle europäische Staaten darüber.


Weltverband verlegt Bob- und Skeleton-WM 2021 nach Altenberg

ALTENBERG: Altenberg wird Ausrichter der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2021. Der Ort in Sachsen springt für Lake Placid ein. Das teilte der Weltverband IBSF am Dienstag mit. Dem Wintersportort in den USA waren die vom 5. bis 14. Februar 2021 geplanten Titelkämpfe aufgrund von Reisebeschränkungen sowie Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften entzogen worden. Bereits in diesem Jahr hatte die WM in Altenberg stattgefunden.

«Wir fühlen mit den Kollegen in Lake Placid, für sie ist diese Entscheidung ein schwerer Schlag. Zugleich sind wir dankbar für das große Vertrauen, das die IBSF uns entgegenbringt, so kurzfristig eine WM auf die Beine zu stellen», sagte OK-Chef Jens Morgenstern.

ISBF-Generalsekretärin Heike Größwang ergänzte: «Die Mehrzahl der Athleten befindet sich in Europa, damit muss weniger Zeit für Quarantäne aufgewendet werden.» Lake Placid soll nun die WM 2025 erhalten.


Tokios Olympia-Chef Muto: Schätzungen für Kosten im Dezember

TOKIO: Der Chef des japanischen Organisationskomitees rechnet noch in diesem Monat mit einer Einigung mit dem Internationalen Olympischen Komitee über Maßnahmen, mit denen die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio vereinfacht werden sollen. Insgesamt habe die Liste «50 bis 60 Punkte», sagte Toshiro Muto am Dienstag nach einer Vorstandssitzung des Ok. Sie umfasse unter anderen Kostenreduzierungen, die Sicherheit für Athleten und Zuschauer sowie die Infrastruktur. Schätzungen über die Kosten der Spiele in der japanischen Hauptstadt werden laut Muto erst im Dezember vorliegen. Dann soll auch geklärt sein, wie viele Zuschauer bei den Wettkämpfen dabei sein können.


Schuhbeck kocht beim Dinner-Boxen in München

HAMBURG: Der Münchner Starkoch Alfons Schuhbeck und Boxpromoter Alexander Petkovic kooperieren bei einem Kampfabend. Am 31. Oktober wird im Ballhaus-Forum des Münchner Infinity-Hotels eine Box-Gala ausgetragen. Für das Dinner-Boxen mit einem Fünf-Gänge-Gourmetmenü sind Zuschauer zugelassen. Das teilte Petkovic am Dienstag mit.

Bei der Veranstaltung geht es um internationale und deutsche Titel. Das Nachwuchstalent John Bielenberg soll um die deutsche Meisterschaft boxen. Der Gegner des 17 Jahre alten Lübecker Leichtgewichtlers steht noch nicht fest. Der Titel ist derzeit vakant. «Ich bin im ständigen Training und bereit für jeden Gegner. Dieser Titel soll nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem WM-Kampf sein», sagte Bielenberg.

Sollte das Ausnahmetalent gewinnen, würde er in der Rekordliste Michel Trabant als jüngsten deutschen Meister ablösen. Der Berliner Trabant wurde im Oktober 1997 mit 19 Jahren Meister im Weltergewicht.


Radprofi Kämna gewinnt 16. Tour-Etappe - Sieg vor Carapaz

VILLARD-DE-LANS: Lennard Kämna hat für den ersten deutschen Etappensieg bei der 107. Tour de France gesorgt. Der 24 Jahre alte Radprofi holte sich am Dienstag auf dem 16. Teilstück nach 164 Kilometer von La Tour-du-Pin nach Villard-de-Lans den Sieg vor Richard Carapaz (Ecuador). Damit sorgte Kämna für den ersten deutschen Tagessieg seit John Degenkolb 2018 in Roubaix. Die Favoriten um Gelbträger Primoz Roglic erreichten mit großem Rückstand das Ziel. Keine Gefahr droht den Fahrern mehr durch die Corona-Tests. Alle rund um den zweiten Ruhetag durchgeführten 785 Kontrollen auf das Virus waren negativ. Am Mittwoch wird die Tour mit der Königsetappe fortgesetzt.


Ludwig/Kozuch mit starkem Auftakt bei Beach-EM

JURMALA: Die viermalige Europameisterin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch sind mit einem klaren Sieg in die Beachvolleyball-EM in Lettland gestartet. Das deutsche Nationalteam Nummer eins bezwang am Dienstag das Gastgeber-Duo Marta Ozolina und Luize Skrastina ohne größere Mühe mit 2:0 (21:7, 21:16) und wirkte dabei voll konzentriert. Die starken Aufschläge von Kozuch und die Power-Angriffe von Ludwig waren von den Lettinen nicht zu verteidigen.


Gericht: Keine Bundesliga-Abendspiele im neuen Freiburger Stadion

FREIBURG: Der SC Freiburg darf in seinem neuen Stadion vorläufig weiter keine Abendspiele der Fußball-Bundesliga ausrichten. Nach der Beschwerde einiger Anwohner teilte der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof am Dienstag diese Entscheidung in dem monatelangen Streit mit. Den Freiburgern sind dadurch in der neuen Arena vorerst Bundesliga-Spiele ab 20.00 Uhr untersagt, auch an Sonntagen zwischen 13.00 und 15.00 Uhr dürften sie nicht spielen. Wann die Mannschaft von Trainer Christian Streich in ihr neues Stadion umzieht, ist allerdings noch unklar. Zunächst wird der SC seine Heimpartien weiter im Schwarzwaldstadion ausrichten.


«Forbes»: Lionel Messi bleibt bestverdienender Fußballer

NEW YORK: Lionel Messi führt die Liste der bestverdienenden Fußballspieler der Welt an - schon wieder. Nach Berechnungen des «Forbes»-Magazins brachte es der argentinische Top-Scorer vom FC Barcelona in den vergangenen zwölf Monaten auf ein Einkommen von rund 126 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet gut 106 Millionen Euro. Die «Forbes»-Liste basiert auf Recherchen des Magazins und auf Schätzungen und gilt als zuverlässig. Auch hinter Messi gibt es wenig Veränderung: Christiano Ronaldo verfolgt den Rivalen von Barca, auf ihn folgt der Brasilianer Neymar von Paris Saint-Germain.


Nach Corona-Verstößen: Maskenpflicht auf der Hansa-Südtribüne

ROSTOCK: Nach Verstößen gegen Corona-Auflagen beim DFB-Pokalspiel des FC Hansa Rostock gegen den VfB Stuttgart müssen die Fans auf der Südtribüne künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Entscheidung sei nach Gesprächen mit der Stadt und dem Gesundheitsamt am Dienstag gefallen, sagte Hansa Rostocks Vorstandschef Robert Marien am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte Rostocks Sozial- und Gesundheitssenator Steffen Bockhahn (Linke) angekündigt, dass als Konsequenz aus den Verstößen auf der Fantribüne am Samstag künftig weniger Tickets verkauft würden.


HSV-Sportvorstand Boldt: Leistner wird nicht «an Pranger gestellt»

HAMBURG: Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat sich vor seinen Profi Toni Leistner gestellt, der nach der Erstrunden-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden (1:4) einen Zuschauer attackiert hatte. «Wir haben die Aktion am Abend in Dresden aufgearbeitet, uns die vorhandenen Videosequenzen angeschaut und uns auch die Berichte der Augen- und Ohrenzeugen zukommen lassen», teilte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt am Dienstag mit. Eine Strafe wurde vorerst nicht verhängt. Mit der «internen Vorgehensweise» werde sich der Verein jetzt beschäftigen, heißt es.


Mit Kaufoption: Schalke leiht Frankfurts Stürmer Paciência aus

GELSENKIRCHEN: Stürmer Gonçalo Paciência wechselt für mindestens ein Jahr von Eintracht Frankfurt zum Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04. Die Schalker bestätigten am Dienstag, dass sie den 26 Jahre alten Portugiesen zunächst für eine Saison ausleihen und auch eine Kaufoption haben. Paciência ist nach Vedad Ibisevic (Hertha BSC) der zweite externe Neuzugang der Königsblauen. Für die Eintracht erzielte Paciência in 34 Bundesliga-Spielen zehn Tore. Zuletzt war er hinter André Silva und Bas Dost nur Ersatz.


DFL-Boss Seifert: Nicht mehr von 90 Prozent vollen Stadien ausgehen

FRANKFURT/MAIN: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat vor einem Ende des Booms im Profifußball gewarnt. «Es wäre sehr, sehr fahrlässig, würden wir davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren die Stadien immer noch zu 90 Prozent ausverkauft sind und wir immer noch jeden Spieltag automatisch etwa 15 Millionen Menschen vor den verschiedenen Bildschirmen haben», sagte der Spitzenmanager der Deutschen Fußball Liga am Dienstag als zugeschalteter Gast beim Verbandskongress des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV).


DFB-Präsident Keller begrüßt bundesweite Fan-Rückkehr

BERLIN: DFB-Präsident Fritz Keller hat die flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien begrüßt. «Ich finde das großartig und bin sehr glücklich, weil das die Arbeit der letzten Wochen widerspiegelt, die wir reingesteckt haben», sagte Keller am Dienstag. «Wir sind sehr dankbar. Dass sich alle Bundesländer geeinigt haben, ist ein gutes Zeichen. Mit 20 Prozent kann man anfangen.» Zuvor hatten sich die Länder in einer Videoschalte auf eine sechswöchige Testphase mit einer Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Stadion- oder Hallenkapazität geeinigt.


IOC: Kein Ausschluss des Iran von Olympischen Spielen

LAUSANNE: Das Internationale Olympische Komitee strebt keinen Ausschluss des Iran von den Olympischen Spielen als Konsequenz aus der Hinrichtung des Ringers Navid Afkari an. «Der Ausschluss eines NOKs von den Olympischen Spielen würde die Athleten dieses Landes bestrafen, nur weil sie unter einem bestimmten politischen oder rechtlichen System leben», hieß es in einer Mitteilung am Dienstag. Dies gelte umso mehr, als dass das iranische Nationale Olympische Komitee (NOK) die Bemühungen des IOC um eine Lösung des Falls Afkari unterstützt habe. Trotz weltweiter Proteste war der 27 Jahre alte Sportler am Samstag hingerichtet worden.


Bob-, Skeleton- und Rodel-WM 2021 in Deutschland

ALTENBERG: Altenberg wird Ausrichter der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2021. Der Ort in Sachsen springt für Lake Placid ein. Das teilte der Weltverband IBSF am Dienstag mit. Zudem sind die Rodel-Weltmeisterschaften 2021 vom kanadischen Whistler nach Königssee verlegt worden. Die drei Weltmeisterschaften finden vom 29. bis 31. Januar statt.


Volleyball-Supercup darf in Dresden vor Zuschauern stattfinden

DRESDEN: Der Volleyball-Supercup der Frauen zwischen Pokalsieger Dresdner SC und Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin kann am 27. September vor Zuschauern stattfinden. Wie die Deutsche Volleyball Bundesliga (VBL) am Dienstag mitteilte, hat das Gesundheitsamt der Stadt Dresden das gemeinsam vom DSC und der VBL vorgelegte Hygienekonzept genehmigt. Demnach können das Spiel bis zu 1100 Zuschauer live in der Margon Arena in Dresden verfolgen.


Alle Corona-Tests bei der Tour de France am zweiten Ruhetag negativ

VILLARD-DE-LANS: Bei den Corona-Tests am zweiten Ruhetag der 107. Tour de France hat es keinen Positivfall gegeben. Damit können alle 156 Fahrer die Reise nach Paris fortsetzen. Das gaben der Veranstalter ASO und der Weltverband UCI vor der 16. Etappe am Dienstag bekannt. Bis zur Schlussetappe am Sonntag sind keine weiteren Tests mehr vorgesehen. Rund um den zweiten Ruhetag wurden bei allen 22 Mannschaften insgesamt 785 Kontrollen auf das Virus durchgeführt.


Aus für Kerber und Struff bei Tennisturnier in Rom

ROM: Angelique Kerber und Jan-Lennard Struff sind beim Tennisturnier in Rom bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Für eine Überraschung sorgte dagegen Dominik Koepfer. Der 26-Jährige aus Donaueschingen besiegte am Dienstag den Australier Alex De Minaur 3:6, 6:3, 7:6 (8:6). Die 32-jährige Kerber verlor bei der Sandplatz-Veranstaltung gegen die Tschechin Katerina Siniakova 3:6, 1:6. Einen Tag nach der 1:6, 0:6-Niederlage ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges gegen Danka Kovinic aus Montenegro musste sich die Kielerin nach nur 69 Minuten geschlagen geben.


Bericht: Manchester United will Gareth Bale statt Jadon Sancho

MANCHESTER: Manchester United will laut einem Bericht der Boulevard-Zeitung «The Sun» den walisischen Fußball-Nationalspieler Gareth Bale von Real Madrid verpflichten. Demnach wollte der englische Rekordmeister den 31-jährigen Bale ursprünglich ausleihen. Doch Real Madrid, wo Bale trotz eines Vertrags bis 2022 keine Rolle mehr spielt, soll nun angeblich bereit sein, den Waliser für rund 20 Millionen Euro zu verkaufen. Als Wunschkandidat der Red Devils galt bisher der englische Nationalspieler Jadon Sancho von Borussia Dortmund.


Hessen drängt auf bundesweite Fan-Regelung: «Vernünftiges Konzept»

WIESBADEN: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier drängt in der Debatte über die Wiederzulassung von Zuschauern im Profifußball auf eine schnelle bundesweite Regelung. «Ich erwarte, dass heute eine klare Entscheidung getroffen wird - ein weiteres Zuwarten nützt niemanden», sagte der CDU-Politiker vor den Beratungen der Chefs der Staatskanzleien an diesem Dienstag in einer Pressemitteilung. Bouffier erwartet, dass bereits zum Auftakt der 1. und 2. Bundesliga am Wochenende eine Regelung gilt, dass Sportveranstaltungen bundesweit mit Zuschauern ausgetragen werden können.


Vom Training freigestellt: Cordoba-Wechsel zur Hertha vor Abschluss

KÖLN: Der Wechsel von Stürmer Jhon Cordoba vom 1. FC Köln zum Bundesliga-Rivalen Hertha BSC steht offenbar unmittelbar bevor. Nach Angaben des FC war der Kolumbianer am Dienstag vom Training freigestellt, «um finale Gespräche zu führen». Cordoba, der im Vorjahr mit 13 Saisontoren Rang sechs der Bundesliga-Torschützenliste belegte, soll etwa 15 Millionen Euro kosten. Als Ersatz haben die Kölner Sebastian Andersson vom Hertha-Stadtrivalen Union Berlin im Blick.


Nach Attacke auf Fan: DFB ermittelt gegen HSV-Profi Toni Leistner

FRANKFURT/MAIN: Der Kontrollausschuss des DFB hat ein Ermittlungsverfahren gegen Hamburgs Fußballprofi Toni Leistner nach dessen Attacke auf einen pöbelnden Fan eingeleitet. Dies bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Spieler werde zu einer Stellungnahme aufgefordert, hieß es weiter. Nach der 1:4-Niederlage des HSV bei Dynamo war Leistner vor einem Interview auf die Tribüne gesprungen, wo ihn ein Dresden-Anhänger offensichtlich beleidigt hatte. Er griff sich den Fan, drückte ihn zu Boden, ehe umstehende Zuschauer und Ordner ihn zurückdrängten. Dresden will den pöbelnden Zuschauer identifizieren.


Ski- und Snowboardverband starten Projekt gegen sexualisierte Gewalt

PLANEGG: Der Deutsche Skiverband und Snowboard Germany positionieren sich gegen sexualisierte Gewalt. Unter dem Motto «Schneesport schaut hin» haben die beiden Wintersport-Verbände ein gemeinsames Präventionsprogramm zu dem Thema gestartet. Erstes Projekt der verbandsübergreifenden Initiative seien Handlungsempfehlungen, «um sexualisierte Übergriffe und Gewalt im Ski- und Snowboardsport zu verhindern», teilten die Verbände am Dienstag mit.

Das Programm und die praxisorientierten Handlungsempfehlungen richteten sich «an alle Verantwortlichen, an Trainer, Übungsleiter, Eltern und Funktionsträger in den Vereinen und Schneesportschulen, von der Basis bis hinauf zur Weltspitze», hieß es. «Unsere gesellschaftliche Verantwortung beschränkt sich nach unserem Verständnis nicht nur auf die Entwicklung von sportlichen Leistungen und die Förderung körperlicher Gesundheit, sondern schließt ganz explizit die Persönlichkeitsentwicklung und das Wohlbefinden aller Protagonisten mit ein», erklärte DSV-Präsident Franz Steinle.

Snowboard-Chef Hanns Michael Hölz hob den «gegenseitiger Respekt und die Wertschätzung jedes Einzelnen» als «zentrale Bausteine unserer Verbands-DNA» hervor. Das Programm wird von unabhängigen Experten begleitet und fachkundig unterstützt.


Radsportverband bestätigt Bahnrad-EM im November in Plowdiw

LAUSANNE: Der Europäische Radsportverband UEC plant nach monatelangem Stillstand aufgrund der Coronavirus-Pandemie den Wiedereinstieg in die Saison. So bestätigte der UEC am Dienstag, dass vom 11. bis zum 15. November die Europameisterschaften der Elite auf der Radrennbahn im bulgarischen Plowdiw ausgetragen werden sollen.

Anfang März wurde das Kolodrum-Velodrom in Plowdiw noch als Feldkrankenhaus für an Corona erkrankte Menschen genutzt. Zuletzt waren die Infektionszahlen nach einer zwischenzeitlichen Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Bulgarien wieder rückläufig. Die niederländische Nationalmannschaft um den mehrmaligen Weltmeister Harrie Lavreysen hatte sich in der vergangenen Woche dennoch gegen eine Teilnahme an einer EM in Bulgarien positioniert.

Vor den Elite-Titelkämpfen sollen bereits vom 8. bis 13. Oktober die U23- und Junioren-Europameisterschaften ausgefahren werden. Statt Forli in Italien hat die UEC am Dienstag Fiorenzuola ebenfalls in Italien als Gastgeber genannt. Letzte internationale Bahn-Meisterschaften waren kurz vor Ausbruch der Pandemie Ende Februar die Weltmeisterschaften im Berliner Velodrom.


VILLARD-DE-LANS: Bei der 107.

Tour de France kommt es auf der Königsetappe am Mittwoch zum großen Showdown der Favoriten. Am Ende des 170 Kilometer langen Teilstücks mit Start in Grenoble steht die Kletterpartie zum 2304 Meter hohen Col de la Loze an. Der Anstieg der höchsten Kategorie weist auf 21,5 Kilometer eine durchschnittliche Steigung von 7,8 Prozent auf und bildet das Dach der Tour. Auf dem Weg zur Bergankunft ist zuvor aber noch der Col de la Madeleine, ebenfalls ein 2000er Berg der höchsten Kategorie, zu bewältigen. Auf dieser Etappe dürften die Favoriten um die beiden slowenischen Top-Stars Primoz Roglic und Tadej Pogacar den Sieg unter sich ausmachen.


Tour-de-France-Chef Prudhomme kehrt nach Quarantäne zurück

VILLARD-DE-LANS: Tour-de-France-Chef Christian Prudhomme kehrt nach einer Woche Quarantäne in den Tross der Rundfahrt zurück.

Wie die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtete, ist der 59-Jährige negativ auf Corona getestet worden und kann daher seine Arbeit wieder aufnehmen. Bei Prudhomme hatte es am ersten Ruhetag noch einen Positivtest gegeben. Der frühere Journalist, der keine Symptome gezeigt hatte, musste daher eine Pause einlegen.


Matthäus zu Alaba: «Mehr Gehalt nicht die klügste Entscheidung»

MÜNCHEN: Fußball-Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat mit Blick auf die Vertragsverhandlungen zwischen David Alaba und dem FC Bayern München wenig Verständnis für den Poker des Österreichers um mehr Geld. «Sollte es wirklich so sein, dass es ihm und seinem Berater nur noch darum geht, mehr Gehalt zu bekommen, wäre das in meinen Augen nicht die klügste Entscheidung», schrieb der 59-Jährige in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky. Auch er hätte zu seiner Zeit bei einigen Verträgen mehr Geld herausholen können. «Aber ich kann David versichern, dass es am Ende seiner Karriere nicht das sein wird, was ihn noch glücklicher macht.»

Der Weltmeister von 1990 sieht beim Champions-League-Sieger Bayern München Torhüter Manuel Neuer und Stürmer Robert Lewandowski an der Spitze des Gehaltsgefüges. Wenn Alaba durch seinen neuen Vertrag bei Bayern in die Top 3 oder Top 5 aufsteige, sei das völlig in Ordnung. «Vor allem in der heutigen Zeit und bei einer Verbindung wie die von David und den Bayern sollte Geld nicht das wichtigste Kriterium sein», schrieb Matthäus.

Verständnis hingegen hätte der Sky-Experte, wenn Alaba den Verein verlassen wollte, um etwas Neues kennenzulernen. «Sollte er den großen Wunsch haben, für einen Verein wie Real (Madrid) spielen zu wollen, die Premier League Woche für Woche zu erleben oder mit Messi zu zaubern, wären das Argumente, die ich nachvollziehen kann», sagte Matthäus. Der 28-jährige Alaba ist seit 2010 beim deutschen Rekordmeister. Sein Vertrag bei den Bayern läuft im kommenden Sommer aus.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.