Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

VfL Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schafer. Foto: epa/Focke Strangmann
VfL Wolfsburgs Sportdirektor Marcel Schafer. Foto: epa/Focke Strangmann

Medien: Christiansen als Sportchef in Wolfsburg im Gespräch

WOLFSBURG: Hat der VfL einen Nachfolger für Marcel Schäfer gefunden? Eine Spur führt nach Dänemark.

Der Däne Peter Christiansen ist offenbar als neuer Sportchef beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg im Gespräch. Das berichten die «Sport-Bild» und der «Kicker». Der 49-Jährige ist seit 2021 Direktor Profifußball beim FC Kopenhagen, die Niedersachsen müssten entsprechend eine Ablösesumme zahlen. In dieser Saison schaffte Kopenhagen in der Champions League als Zweiter hinter dem FC Bayern in der Gruppenphase den Achtelfinal-Einzug.

Christiansen könnte die Nachfolge von Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer antreten. Der VfL hatte sich im April vom 39-Jährigen getrennt. Schäfer steht offenbar vor einem Engagement bei RB Leipzig.


Djokovic gibt sich keine Blöße: Erstrunden-Sieg bei French Open

PARIS: Ist der Weltranglistenerste stark genug für die Titelverteidigung? Zumindest übersteht er problemlos die erste Runde. Immer zufrieden wirkt er dabei aber nicht.

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic hat ohne Satzverlust die zweite Runde bei den French Open in Paris erreicht. Der 37 Jahre alte Serbe setzte sich in seinem Auftaktmatch am Dienstagabend auf dem Court Philippe Chatrier gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert mit 6:4, 7:6 (7:3), 6:4 durch. Djokovic spielt nun gegen den spanischen Sandplatzspezialisten Roberto Carballes Baena.

Trotz des klaren Ergebnisses war Djokovic mit seinem Spiel nicht immer zufrieden. Oft sah man den 24-maligen Grand-Slam-Turniergewinner mit sich selbst, seiner Box oder auch den Fans hadern. Nach zweieinhalb Stunden verwandelte der Titelverteidiger seinen ersten Matchball durch einen Doppelfehler von Herbert.

Djokovic hat bislang eine enttäuschende Saison absolviert, ein Turniersieg gelang ihm in 2024 noch nicht. «Kleine Erwartungen und große Hoffnungen» habe er bei seinem diesjährigen Start in Paris, hatte er vor seinem Auftaktmatch gesagt.


Trainer King verlässt Basketball-Bundesligist Ludwigsburg

LUDWIGSBURG: Basketball-Bundesligist MHP Riesen Ludwigsburg sucht für die kommende Saison einen neuen Trainer. Wie der Club am Dienstag mitteilte, wurde der auslaufende Vertrag von Coach Josh King nicht verlängert. Der 38 Jahre alte US-Amerikaner werde künftig außerhalb Deutschlands in Europa arbeiten und werde von seinem neuen Club innerhalb der nächsten zwei Wochen vorgestellt. King war von 2018 bis 2021 Assistenztrainer in Ludwigsburg und nach einem Intermezzo in Prag seit 2022 Cheftrainer.


Alba Berlin verliert Halbfinal-Auftakt gegen Chemnitz

BERLIN: Alba Berlin hat einen Fehlstart im Halbfinale der Basketball-Bundesliga hingelegt. Die Berliner verloren am Dienstagabend daheim vor 8147 Zuschauern gegen die Niners Chemnitz mit 82:95 (32:44). Damit liegen die Berliner in der Best-of-Five-Serie 0:1 zurück. Die nächste Partie findet am Freitag erneut in Berlin statt (18.30 Uhr/Dyn). Beste Berliner Werfer waren Sterling Brown mit 24 und Johannes Thiemann mit 23 Punkten.


Kerber scheitert an Auftakthürde der French Open - Struff weiter

PARIS: Tennisspielerin Angelique Kerber ist bei den French Open bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die ehemalige Weltranglistenerste musste sich in ihrem Auftaktmatch am Dienstag der Niederländerin Arantxa Rus mit 4:6, 3:6 geschlagen geben. Damit verpasste die 36-Jährige auch bei ihrem zweiten Grand-Slam-Turnier nach der Rückkehr aus ihrer Babypause die zweite Runde. Unterdessen ist Jan-Lennard Struff problemlos in die zweite Runde eingezogen. Der 34-Jährige gewann am Dienstag gegen den argentinischen Qualifikanten Román Andrés Burruchaga mit 6:3, 6:2, 6:1.


Nach Infekt: Torwart Neuer beim DFB-Team in Blankenhain

BLANKENHAIN: Bayern-Torwart Manuel Neuer ist nach einem überwundenen Magen-Darm-Infekt im Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft eingetroffen. Das teilte der DFB am Dienstagabend in Blankenhain mit. Der 38 Jahre alte Neuer hatte wegen «des kleinen Infektes», wie Bundestrainer Julian Nagelsmann die Erkrankung eingeordnet hatte, den Start der EM-Vorbereitung in Thüringen verpasst. Nagelsmann plant mit Neuer als Turniertorwart. Am Status als Nummer eins ändere sich nichts, hatte der Bundestrainer gesagt.


Regensburg zurück in der 2. Liga - Sieg beim SV Wehen

WIESBADEN: Vor allem dank Dominik Kother ist der SSV Jahn Regensburg in die 2. Fußball-Bundesliga zurückgekehrt. Der Linksaußen erzielte im Relegations-Rückspiel beim 2:1 (1:0)-Sieg des Teams von Trainer Joe Enochs beim SV Wehen Wiesbaden am Dienstag die Führung (45. + 2 Minute). Zudem traf Konrad Faber auf Vorarbeit von Kother nach einem Elfmeter-Aufreger auf der Gegenseite (47.) für den Drittliga-Dritten. Nach dem 2:2 im Hinspiel konnten die Hessen ihren Heimvorteil am Dienstagabend trotz eines späten Anschlusstreffers von Torjäger Ivan Prtajin (82.) nicht nutzen und müssen nach nur einem Jahr zurück in die 3. Liga.


Rummenigge: Kompany-Verpflichtung hängt nur an Details

MÜNCHEN: Die Verpflichtung von Vincent Kompany als neuer Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München hängt nur noch an Kleinigkeiten. Das bestätigte der frühere Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gegenüber Sky und offenbarte zugleich die Hilfe des früheren Bayern-Trainers Pep Guardiola. «Unser Vorstand hat sich entschieden, Vincent Kompany als neuen Cheftrainer zu verpflichten. Wir sind dabei, die letzten Details zu klären und dann wird es offiziell», sagte der 68-Jährige. «Pep Guardiola hat uns ebenfalls mit Kompany geholfen, er hat sich sehr lobend über Vincent als einen talentierten Trainer geäußert. Pep kennt Vincent sehr gut und seine Meinung wird geschätzt.» Dem Vernehmen nach soll die Verpflichtung von Kompany am Mittwoch verkündet werden.


Bellingham als Spieler der Saison in Spanien ausgezeichnet

MADRID: Der frühere Dortmunder Jude Bellingham ist in Spanien zum Spieler der Saison gewählt worden. Das teilte LaLiga am Dienstag mit. Der englische Fußball-Nationalspieler entwickelte sich mit 19 Saisontoren auf Anhieb zum Leistungsträger beim neuen Meister Real Madrid und hatte auch großen Anteil am Einzug der Königlichen ins Champions-League-Finale, bei dem am Samstag im Wembleystadion Bellinghams Ex-Club Borussia Dortmund wartet. Der 20-Jährige war im vergangenen Sommer für rund 100 Millionen Euro von Dortmund nach Madrid gewechselt.


Drei deutsche Tennisprofis am Mittwoch im French-Open-Einsatz

PARIS: Bei den French Open in Paris kämpfen am Mittwoch drei deutsche Tennisspieler um den Einzug in die dritte Runde.

Daniel Altmaier startet um 11.00 Uhr auf den Court Suzanne Lenglen gegen den an Nummer neun gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas. Maximilian Marterer bekommt es mit dem belgischen Qualifikanten Zizou Bergs zu tun. Grand-Slam-Debütant Henri Squire geht gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime als klarer Außenseiter ins Match.


Hummels über Gespräch mit Nagelsmann: «Kurz und enttäuschend»

DORTMUND: Für den Weltmeister von 2014 ist die Nichtberücksichtigung für die EM bitter. Hummels zeigt aber auch Verständnis.

Das Gespräch mit Julian Nagelsmann über seine Nichtberücksichtigung für die Heim-EM sei für BVB-Abwehrspieler Mats Hummels «kurz und enttäuschend» gewesen. «Nicht einmal zwei Minuten. Ich musste gerade los zum Training. Ich brauche in solchen Momenten aber auch kein langes Gespräch und keine große Erklärung. Das hat mir gereicht», sagte der Weltmeister von 2014 der «Sport-Bild». Wie er Nagelsmann verstanden habe, ging es bei der Entscheidung weniger um das Akzeptieren einer Joker-Rolle, sondern «um altersbedingte Dinge wie Fitness».

Der Dortmunder Abwehrspieler zeigte aber auch Verständnis für die Kader-Entscheidung des Bundestrainers: «Ich kann die Gedanken nachvollziehen, dass da eine Gruppe seit März wachsen sollte. Für mich als Einzelperson ist das bitter, weil ich aktuell zu den fünf besten Verteidigern in Deutschland gehöre, dieses Selbstvertrauen habe ich. Wenn ich die Phase wie zuletzt vor der Nominierung im März gehabt hätte, wäre ich vielleicht da dabei gewesen - und jetzt auch Teil des EM-Kaders.»

Hummels hatte sich in den vergangenen Wochen in herausragender Form präsentiert und großen Anteil am Einzug des BVB ins Champions-League-Finale. Dort treffen Hummels und Co. am Samstag im Londoner Wembley-Stadion auf Real Madrid.


Speerwurf-Europameister Weber gewinnt EM-Test in Ostrava

OSTRAVA: Speerwurf-Europameister Julian Weber hat mit dem Sieg gegen starke Konkurrenz beim Meeting in Ostrava Selbstvertrauen für die anstehende Titelverteidigung getankt. Der 29 Jahre alte Mainzer gewann am Dienstag in Tschechien mit 87,26 Metern vor Lokalmatador und Dauerrivale Jakub Vadlejch, der den Speer auf 86,08 Meter warf. Platz drei belegte Ex-Weltmeister Anderson Peters aus Grenada mit 78,60 Metern.


Stabhochsprung-Olympiasieger Braz wegen Dopings gesperrt

BERLIN: Der brasilianische Stabhochsprung-Olympiasieger Thiago Braz droht wegen einer Dopingsperre die Sommerspiele in Paris zu verpassen. Die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes sperrte den 30-Jährigen für 16 Monate, wie die AIU am Dienstag mitteilte. Grund ist eine positive Probe auf die verbotene Substanz Ostarin, die den Muskelaufbau fördern soll. Braz hatte angegeben, er habe sie unwissentlich durch ein Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen.


Struff im Schongang in Runde zwei der French Open

PARIS: Das ging schnell: In nur 90 Minuten erledigt Jan-Lennard Struff seine erste Aufgabe bei den French Open erfolgreich. Eine solide Leistung reicht gegen einen weitestgehend überforderten Gegner.

Tennisspieler Jan-Lennard Struff ist problemlos in die zweite Runde der French Open eingezogen. Der 34-Jährige gewann am Dienstag gegen den argentinischen Qualifikanten Román Andrés Burruchaga mit 6:3, 6:2, 6:1. Nach nur anderthalb Stunden verwandelte der Sieger des ATP-Sandplatzturniers von München seinen zweiten Matchball.

Als nächster Gegner wartet auf den Warsteiner der Sieger des Duells zwischen dem an Nummer 19 gesetzten Kasachen Alexander Bublik und dem Franzosen Gregoire Barrere.


Ancelotti beendet bei Real Madrid seine Trainerkarriere

MADRID: Trainer Carlo Ancelotti ist der Titelsammler schlechthin. Einen weiteren Club will der Italiener nicht mehr übernehmen.

Star-Trainer Carlo Ancelotti wird nach seinem Engagement bei Champions-League-Finalist Real Madrid die Trainerkarriere beenden. Das sagte der 64-Jährige der italienischen Zeitung «La Repubblica». Ancelotti, der in der Vergangenheit auch mit dem Nationaltrainer-Posten in Brasilien in Verbindung gebracht worden war, besitzt bei den Königlichen noch einen Kontrakt bis 2026.

Ancelotti gewann viermal als Coach die Champions League, je zweimal mit dem italienischen Traditionsverein AC Mailand und mit Real Madrid. Am Samstag im Finale gegen Borussia Dortmund winkt Titel Nummer fünf. Er fühle sich immer noch wie vor seinem ersten Königsklassen-Finale vor 21 Jahren. Vielleicht delegiere er inzwischen ein wenig mehr. Dem Trainerstab gehört unter anderem sein Sohn Davide an.

Ancelotti feierte in seiner Trainerkarriere Meistertitel in den fünf großen Ligen Spanien, Italien, England, Deutschland und Frankreich. Beim FC Bayern war aber nach etwas mehr als einem Jahr schon wieder Schluss.


Bericht: Rüstungskonzern Rheinmetall neuer Dortmund-Sponsor

DORTMUND: Der Rüstungskonzern Rheinmetall soll bei Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund als Sponsor einsteigen. Das berichtet das «Handelsblatt». Weder der Club noch das Unternehmen äußerten sich am Dienstag auf dpa-Anfrage dazu. Laut des Berichts wurde eine Partnerschaft über drei Jahre abgeschlossen, die dem BVB einen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr einbringen soll. Das Logo des Konzerns soll bereits am Mittwoch während der Dortmunder Vorbereitungen auf das Finale der Champions League auf Werbebanden sichtbar sein.


Celtics stehen nach Sieg über Pacers in den NBA-Finals

INDIANAPOLIS: Die Boston Celtics haben mit einer überzeugenden Vorstellung die NBA-Finals erreicht. Der 17-malige Meister gewann am Montag (Ortszeit) auch das vierte Spiel der Eastern Conference Finals gegen die Indiana Pacers mit 105:102 (58:57) und entschied die Best-of-Seven-Serie mit 4:0-Siegen für sich. Zum ersten Mal seit 2015 gewann eine Mannschaft die Ost-Finals ohne Niederlage, mit einem sogenannten «Sweep». Die Celtics stehen zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren in der Endspielserie der nordamerikanischen Basketballliga. 2022 mussten sie sich den Golden State Warriors geschlagen geben.


Draisaitl verliert mit Edmonton erstes Heimspiel im NHL-Halbfinale

EDMONTON: Die Edmonton Oilers um den deutschen Eishockey-Star Leon Draisaitl haben in der NHL-Halbfinalserie gegen die Dallas Stars ihr erstes Heimspiel verloren. Am Montag (Ortszeit) zogen die Oilers mit 3:5 (2:0, 1:3, 0:2) den Kürzeren und sind in der Best-of-Seven-Serie mit 1:2 in Rückstand geraten. Das Team, das als erstes viermal gewinnt, zieht in die Finals der nordamerikanischen Eishockey-Liga ein. Am Mittwoch (Ortszeit) haben die Oilers mit einem weiteren Heimspiel die Chance, die Serie wieder auszugleichen.


Klage gegen Hertha-Kündigung: Erfolg für Fredi Bobic

BERLIN: Das Landgericht Berlin hat der Klage von Ex-Geschäftsführer Fredi Bobic gegen seine außerordentliche Kündigung bei Hertha BSC stattgegeben. Nach dem Urteil der Kammer für Handelssachen wurde der Dienstvertrag zwischen den Parteien also nicht durch außerordentliche Kündigung zum 10. Februar 2023 beendet, wie das Gericht am Dienstagmorgen mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann dagegen Berufung eingelegt werden. Weitere Einzelheiten zur Urteilsbegründung nannte das Gericht zunächst nicht.


Heim-EM: Klarer DFB-Kurs bei der Kapitänsbinde

BLANKENHAIN: Nach den vielfältigen Debatten um die Kapitänsbinde bei den vergangenen großen Fußball-Turnieren hat sich der DFB für die EM auf eine klare Marschroute festgelegt. Ilkay Gündogan wird die deutsche Mannschaft beim Heimturnier mit der offiziellen UEFA-Binde aufs Spielfeld führen, wie der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag bestätigte. In den vor Turnierbeginn noch anstehenden EM-Testspielen gegen die Ukraine am 3. Juni in Nürnberg und am 7. Juni in Mönchengladbach gegen Griechenland wird es wieder eine schwarz-rot-goldene Binde sein.


Nagelsmann weiter mit EM-Rumpfkader - Müller dabei

BLANKENHAIN: Julian Nagelsmann hat auch das erste Training der Fußball-Nationalmannschaft im Teamquartier in Blankenhain nur mit einem dezimierten Kader bestreiten können. Bei der Übungseinheit am Dienstagmorgen auf dem Gelände des Golfhotels Weimarer Land hatte der Bundestrainer 13 Feldspieler und zwei Torhüter dabei. Die angeschlagenen Leroy Sané, Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic und David Raum konnten wie am Vortag beim öffentlichen Training in Jena nicht mit den Kollegen auf dem Platz sein. Mehrere Akteure des insgesamt 27 Spieler umfassenden vorläufigen Aufgebots werden zudem erst in den kommenden Tagen oder der kommenden Woche die Vorbereitung auf die Heim-Europameisterschaft aufnehmen.


Erneute Leihe: Werner bleibt bei Tottenham

LONDON/LEIPZIG: Stürmer Timo Werner bleibt bei Tottenham Hotspur. Der Club aus der englischen Premier League und Werners Stammverein RB Leipzig haben sich auf ein weiteres Leihgeschäft für die kommende Saison geeinigt. Das teilten die Spurs am Dienstagabend mit. Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano soll der 57-malige Nationalspieler bis Ende Juni 2025 zu denselben Konditionen an die Londoner verliehen werden. Die Spurs übernehmen das Gehalt, besitzen zudem eine Kaufoption im Bereich von 15 Millionen Euro.


Trainer Fink verlässt St. Truiden und soll nach Genk wechseln

GENK: Zwischen 2011 und 2013 stand Torsten Fink an der Seitenlinie des HSV. Es folgten viele Stationen im Ausland, aktuell steht wohl ein Wechsel in Belgien an.

Der langjährige Bundesligaprofi und Ex-HSV-Coach Thorsten Fink verlässt den belgischen Fußball-Erstligisten VV St. Truiden und übernimmt vermutlich das Traineramt beim Ligarivalen KRC Genk. «Ich kann in diesem Moment nur sagen: Ich verlasse den STVV», sagte Fink laut der belgischen Zeitung «Het Nieuwsblad». Offenbar geht es noch um die Höhe der Ablösesumme, da Fink in St. Truiden noch einen laufenden Vertrag hat.

Fink, der in St. Truiden die Nachfolge seines Landsmannes Bernd Hollerbach angetreten hatte, führte den Club auf den neunten Tabellenplatz. Genk hofft noch auf die Teilnahme an der Conference League. Fink hat bereits eine bewegte Trainerkarriere hinter sich, unter anderem war er in Österreich, der Schweiz, auf Zypern, in Japan, Lettland und Saudi-Arabien tätig. Beim HSV stand er zwischen 2011 und 2013 an der Seitenlinie.


Erleichterung bei Nico Schlotterbeck über VfL-Relegationsrettung

DORTMUND: Die Rettung des VfL Bochum freut insbesondere auch BVB-Profi Nico Schlotterbeck. Der hatte seinem Bruder Keven Schützenhilfe versprochen, aber nicht Wort gehalten.

Einen Tag nach der spektakulären Rettung des VfL Bochum in der Relegation ist auch einem BVB-Profi ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Nationalspieler Nico Schlotterbeck freute sich am Dienstag riesig für seinen Bruder Keven, der am Montag beim Sieg nach Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf die Nerven vom Punkt bewahrt hatte. «Ich habe mich für meinen Bruder natürlich schon sehr gefreut. Im Fußball sind Dinge möglich, die gibt es halt nur im Sport. Auch so etwas wie gestern», sagte der BVB-Abwehrspieler.

Die Bochumer hatten trotz des 0:3 im Hinspiel gegen den Zweitligisten am Montag durch ein 3:0 in Düsseldorf die Verlängerung und später das Elfmeterschießen erreicht. «Es macht einfach Spaß. Das ist der schönste Sport der Welt. Deshalb muss man das genießen. Solche Momente muss man mitnehmen», sagte Nico Schlotterbeck, der wegen der Rettung des VfL auch kein schlechtes Gewissen haben muss.

Nach dem Weiterkommen der Dortmunder im Champions-League-Halbfinale in Paris vor drei Wochen hatte Nico Schlotterbeck seinem Bruder Schützenhilfe im Kampf gegen den Abstieg zugesagt. Vier Tage nach dem Rückspiel in Paris mussten die Dortmunder, für die es in der Bundesliga damals um nichts mehr ging, beim Bochumer Konkurrenten FSV Mainz 05 antreten. «PS: keine Sorge an die Bochumer am Samstag geben wir 110%», hatte der Dortmunder Profi via Instagram versprochen, aber nicht Wort gehalten. In Mainz verlor der BVB 0:3. Hätten die Dortmunder das Spiel gewonnen, wären den Bochumern die Relegationsspiele erspart geblieben.


App soll Wandern in der Schweiz sicherer machen

BERN: Das Wandern in der Schweiz soll noch sicherer werden. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) will Strecken neu von Fachleuten nach Gefährlichkeit, also Absturzgefahr, und benötigter Technik beurteilen lassen. Die Informationen sollen für Wanderer frei zugänglich sein - und über eine App etwa auf dem Smartphone abrufbar, wie die Beratungsstelle am Dienstag berichtete. Wann der Service zur Verfügung stehe, sei noch unklar.

«Oft passieren Unfälle, weil Wandernde die Risiken und Herausforderungen unterwegs falsch einschätzen», teilte die Beratungsstelle mit. Eine sorgfältige Planung sei unverzichtbar. Viele Unfälle passierten, weil Wandernde ihre Fähigkeiten über- oder die Risiken falsch einschätzten.

Jedes Jahr sterben in der Schweiz bei Wander- und Bergwanderunfällen etwa 50 Personen, so viele wie bei keiner anderen Sportart, berichtete die Beratungsstelle. Rund 37.000 Menschen verletzten sich.


Ball aus dem WM-Finale von 2014 wird versteigert

BERLIN: Mario Götze machte ihn, den Treffer zum vierten deutschen WM-Titel. Jetzt gibt es einen Ball aus dem Finale gegen Argentinien zu kaufen.

Einer der Fußbälle, mit dem Deutschland 2014 das WM-Finale gegen Argentinien gewann, wird versteigert. Der Schätzpreis bei der Online-Auktion bis zum 28. Juni liegt zwischen 40.000 und 60.000 Euro, wie das Berliner Auktionshaus am Grunewald am Dienstag mitteilte. Für den Ball gebe es ein Zertifikat des Weltverbandes FIFA über den Einsatz im Finale.

Im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro hatte Mario Götze das DFB-Team mit seinem Treffer in der 113. Minute zum vierten Mal zum Weltmeister gekrönt. Ein anderer Ball aus dem Endspiel wird im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund ausgestellt.


Pinguins machen bisherigen Co-Trainer Sulzer zum Chefcoach

BREMERHAVEN: Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven machen ihren bisherigen Assistenztrainer Alexander Sulzer zum neuen Chefcoach. Das teilte der Vizemeister aus der Deutschen Eishockey Liga am Dienstag mit. Der frühere Nationalspieler Sulzer (39) tritt die Nachfolge von Erfolgscoach Thomas Popiesch an, der aus privaten Gründen nach Krefeld gewechselt war.


Müller froh über Trainerlösung: «Sattelfest in die Zukunft»

BLANKENHAIN: Bald soll in München ein neuer Trainer gefunden sein - dem Vernehmen nach steht die Unterschrift von Vincent Kompany kurz bevor. In Thüringen äußerte sich Thomas Müller grundsätzlich.

Bayern-Profi Thomas Müller hat es im EM-Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft begrüßt, dass die lange Trainersuche beim deutschen Rekordmeister mit der bevorstehenden Verpflichtung des Belgiers Vincent Kompany vor dem Ende steht. «Falls es wirklich stimmt - und es wirkt ja so -, bin ich erstmal froh, dass wir im Verein jetzt einen Trainer haben und sozusagen in die Planung gehen können», sagte der 34 Jahre alte Müller am Dienstag in Blankenhain. «Und alles Weitere passiert dann im Juli.»

Ihn persönlich tangiere die Trainerthematik jetzt erstmal nicht. «Das ist komplett ausgeblendet», sagte Müller angesichts der anstehenden Europameisterschaft. «Aber klar bin ich froh, dass wir da im Verein jetzt sattelfest in die Zukunft schauen können.»

Zu Kompany äußerte sich Müller in der DFB-Pressekonferenz nicht konkret. Der 38 Jahre alte Belgier soll vom englischen Premier-League-Absteiger FC Burnley zum FC Bayern wechseln und in München die Nachfolger von Thomas Tuchel antreten. Wie die «Bild» berichtet, ist der Vertrag mit Kompany ausgehandelt. Er könnte schon am Mittwoch bis zum Sommer 2027 unterschreiben.


Kehl: Entscheidung über Hummels-Zukunft erst nach Wembley

DORTMUND: Seit längerer Zeit wird über die Zukunft von Mats Hummels spekuliert. Nun stellte BVB-Sportdirektor Kehl klar, dass es eine Entscheidung in der Personalie erst nach dem Champions-League-Finale gibt.

Die Entscheidung über die Zukunft von Abwehrspieler Mats Hummels soll laut BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl erst nach dem Champions-League-Finale am Samstag gegen Real Madrid fallen. «Das haben wir noch nicht entschieden. Bei Mats habe ich auch ganz klar das Gefühl, dass es nur um das eine Spiel geht. Alles andere werden wir danach entscheiden», sagte Kehl am Dienstag in Dortmund.

Der Vertrag des 35 Jahre alten Hummels läuft im Sommer aus, seit Wochen wird über ein mögliches Karriereende spekuliert. Im Gegensatz zum Teamkollegen Marco Reus, der seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern wird, hat sich Hummels noch nicht zu seiner Zukunft geäußert.

Wegen der Bedeutung des Spiels am Samstag im Londoner Wembleystadion soll es in dieser Woche auch kein anderes Thema mehr geben. «Das können wir alles nicht gebrauchen. Ich würde mir wünschen, dass wir uns auf dieses Spiel konzentrieren», sagte Kehl.


Medien: Flick schon in Barcelona - Sorg und Tapalovic im Trainerteam

BARCELONA: Hansi Flick soll laut eines Zeitungsberichts zwei alte Bekannte mit zum FC Barcelona bringen. Wie die «Mundo Deportivo» schreibt, nimmt der ehemalige Bundestrainer Marcus Sorg und Toni Tapalovic für sein Trainerteam mit. Sorg hatte dem 59-Jährigen während seiner Zeit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) assistiert, Tapalovic arbeitete während Flicks erfolgreicher Ära beim FC Bayern als Torwarttrainer des Clubs. Wie zudem die «Marca» berichtet, soll Flick sich seit diesem Dienstag schon in Barcelona aufhalten, um letzte Vertragsdetails zu klären. Wann der katalanische Topclub seine Verpflichtung bekanntgibt, ist demnach noch offen.


Belgien mit drei Bundesliga-Profis zur EM - Courtois fehlt

BRÜSSEL: Ein Leipziger und zwei Wolfsburger gehören zum EM-Aufgebot von Belgiens Coach Domenico Tedesco. Auch Axel Witsel ist zurück. Der Torwart von Real Madrid steht indes nicht im Kader.

Mit drei Bundesliga-Profis gehen die belgische Fußball-Nationalmannschaft und ihr Trainer Domenico Tedesco in die Europameisterschaft in Deutschland in diesem Sommer. Neben Stürmer Lois Openda von RB Leipzig gehören auch Torhüter Koen Casteels und Mittelfeldspieler Aster Vranckx, die beide beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stehen, zum 25-köpfigen Aufgebot. Angeführt wird der Kader, den der belgische Verband am Dienstag veröffentlichte, vom früheren Wolfsburger und offensiven Topstar Kevin De Bruyne von Manchester City.

Auch der ehemalige Dortmunder Defensivmann Axel Witsel, der inzwischen bei Atlético Madrid spielt, ist dabei. Der Routinier hat das bislang letzte seiner 130 Länderspiele bei der WM in Katar im Dezember 2022 bestritten. Torhüter Thibaut Courtois vom Dortmunder Champions-League-Final-Gegner Real Madrid ist nach zwei schweren Knieverletzungen inzwischen wieder fit, gehört aber nicht zur Mannschaft. Vergangenen Juni hatte es einen Zwist zwischen Courtois und Trainer Tedesco gegeben.

Belgien trifft in der Vorrunde der am 14. Juni beginnenden EM in der Gruppe E auf die Slowakei, Rumänien und die Ukraine.


Nations-League-Heimspiele in Düsseldorf, München und Freiburg

FRANKFURT/MAIN: Kurz vor EM-Beginn hat der Deutsche Fußball-Bund den Fahrplan der Nationalmannschaft für die Zeit nach dem Heimturnier festgezurrt. Das erste Länderspiel der kommenden Saison bestreitet die DFB-Elf am 7. September in Düsseldorf gegen Ungarn. Am 10. September steht das Auswärtsspiel in Amsterdam gegen die Niederlande an, wie der DFB am Dienstag mitteilte. Fortgesetzt wird der Wettbewerb für die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann am 11. Oktober in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina und drei Tage später, am 14. Oktober, mit dem Heimspiel gegen die Niederlande in München. Zum Jahresabschluss geht es am 16. November in Freiburg gegen Bosnien-Herzegowina und am 19. November in Budapest gegen Ungarn.


Drei ehemalige Frankfurter in Serbiens EM-Aufgebot

BELGRAD: An Luka Jovic, Filip Kostic und Mijat Gacinovic erinnert man sich in Frankfurt gerne zurück. Das Trio steht im EM-Kader Serbiens. Im Aufgebot steht aber nur ein aktueller Bundesligaprofi.

Mit Abwehrspieler Milos Veljkovic (28) von Werder Bremen hat es nur ein Bundesligalegionär ins EM-Aufgebot der serbischen Fußball-Nationalmannschaft geschafft. Im 26er-Kader von Nationaltrainer Dragan Stojkovic stehen aber auch drei Profis, die mehrere Jahre für Eintracht Frankfurt gespielt haben. Luka Jovic (AC Mailand), Filip Kostic (Juventus Turin) und Mijat Gacinovic (AEK Athen) sollen mithelfen, dass die Serben in Gruppe C weiterkommen.

Die Gegner sind am 16. Juni England, am 20. Juni Slowenien und schließlich am 25. Juni Dänemark. Aus dem Aufgebot ragt in der Offensive Dusan Vlahovic heraus. Der Stürmer von Juventus Turin war in dieser Saison mit 16 Treffern hinter Lautaro Martinez (24) der zweitbeste Torjäger in der Serie A.


Fast vier Millionen sehen Relegationskrimi im TV

BERLIN: Fußball am Montagabend beschert Sat.1 viele Fernseh-Zuschauer. Vor einem Jahr waren die Zahlen allerdings besser.

Das spannende Relegationsrückspiel der Fußball-Bundesliga hat mehr Menschen vor den Fernseher gelockt als das Hinspiel. Durchschnittlich 3,98 Millionen verfolgten am Montagabend die Live-Übertragung des Bochumer 6:5-Erfolges im Elfmeterschießen gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf bei Sat.1. Das entspricht nach Angaben des Senders einem Marktanteil von 17,7 Prozent.

Den 3:0-Sieg der Fortuna im Hinspiel am vergangenen Donnerstag in Bochum hatten im Schnitt 3,4 Millionen Menschen bei Sat.1 gesehen und für einen Marktanteil von 14,2 Prozent gesorgt. Deutlich mehr TV-Zuschauer hatte es bei den Relegationspartien des Vorjahres gegeben. Beim Rückspiel mit dem 3:1-Erfolg des VfB Stuttgart beim Hamburger SV hatten durchschnittlich mehr als fünf Millionen Menschen zugeschaut.


Zverev nach Triumph über Nadal: «Neues Turnier fängt an»

PARIS: Kommt jetzt der Spannungsabfall? Tagelang hat Alexander Zverev seinem Erstrunden-Showdown gegen Rafael Nadal hingefiebert. Nach dem Sieg will er die Konzentration hochhalten. Der Titel ist das Ziel.

Tennisstar Alexander Zverev steht nach seinem «emotional unfassbar schwierigen» Auftaktsieg bei den French Open gegen den spanischen Rekordchampion Rafael Nadal vor einer Art Neustart. «Ich habe mich auf das Match vorbereitet, als wenn es ein Finale wäre. Jetzt habe ich das Gefühl, ein neues Turnier fängt an», sagte der 27-Jährige: «Ich weiß, dass noch viele großartige Spieler auf mich warten und darauf muss ich mich konzentrieren.»

In der zweiten Runde trifft Zverev in Paris auf den Sieger des Duells am Dienstag zwischen dem Belgier David Goffin und Giovanni Mpetshi Perricard aus Frankreich. Doch in der Form, mit der Zverev am Montag den 14-maligen French-Open-Gewinner Nadal in dessen «Wohnzimmer» Court Philippe Chatrier glatt in drei Sätzen besiegt hat, zählt der Weltranglisten-Vierte zu den absoluten Titelkandidaten. «Ich finde, dass ich mich heute mal ein bisschen loben und sagen kann, dass ich gut gespielt habe», meinte der Hamburger.

Gerne würde er bei Olympia in Paris nochmal gegen Nadal auf Sand spielen - «aber im Finale», wie der Olympiasieger von Tokio lächelnd einschränkte: «In der ersten Runde habe ich keine Lust mehr darauf, das hat mir gereicht.» Der Erstrunden-Showdown gegen den spanischen Sandplatzkönig sei definitiv eines der «speziellsten Matches» seiner Karriere gewesen, «sowohl was die Atmosphäre als auch den Anlass betrifft».

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