Nachrichten aus der Sportwelt am Dienstag

Die Deutsche Jule Niemeier. Foto: epa/Justin Lane
Die Deutsche Jule Niemeier. Foto: epa/Justin Lane

Erstrunden-Aus für Jule Niemeier beim Tennis-Turnier in Parma

PARMA: Jule Niemeier hat beim Tennis-Turnier in Parma eine Enttäuschung erlebt. Die deutsche Zukunftshoffnung verlor am Dienstag gegen die Italienerin Jasmine Paolini mit 7:5, 4:6, 2:6 und schied damit in der ersten Runde aus. Niemeier, die zuletzt bei den US Open noch das Achtelfinale erreicht hatte, musste sich nach 2:19 Stunden geschlagen geben. Die 23-Jährige hatte sich erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft.


Deutscher WM-Gegner Japan nur torlos gegen Ecuador

DÜSSELDORF: Auch der deutsche Vorrunden-Gegner Japan ist noch nicht in WM-Form. Am Dienstag bewahrte Torhüter Daniel Schmidt die mit etlichen Bundesligaprofis bestückten Japaner beim 0:0 gegen Ecuador in Düsseldorf vor einer Niederlage. In der 83. Minute hielt der Keeper vom belgischen Club VV St. Truiden einen Foulelfmeter vom eingewechselten Enner Valencia von Fenerbahce Istanbul. Auch sonst rettete der in den USA geborene Schmidt Japan einige Male vor dem Rückstand.


Malta suspendiert Fußball-Nationaltrainer

VALLETTA: Maltas Fußballverband MFA hat Nationaltrainer Devis Mangia vorläufig von seinen Aufgaben entbunden. Der Grund sei ein Bericht, laut dem der Italiener mutmaßlich gegen Regeln verstoßen habe, hieß es in einer Mitteilung der MFA vom Dienstag. Details wurden nicht genannt, Mangia habe die volle Kooperation angekündigt. Beim Testspiel am (heutigen) Dienstagabend gegen Israel sollte Mangias Assistent Davide Mazzotta die Auswahl trainieren.


Ukrainische Fußball-U21 für EM qualifiziert

BERLIN: Die ukrainische U21 hat sich für die Junioren-EM im kommenden Jahr in Georgien und Rumänien qualifiziert. Die Fußball-Auswahl von Trainer Ruslan Rotan setzte sich am Dienstagabend im Playoff-Rückspiel gegen die Slowakei mit 3:0 (0:0) durch, das Hinspiel am vergangenen Freitag hatten die ukrainischen Junioren mit 2:3 verloren. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde das Rückspiel im polnischen Bielsko-Biala ausgetragen. Die Auslosung der Endrunde (21. Juni bis 8. Juli), an der auch die deutsche U21-Nationalmannschaft als Titelverteidiger teilnimmt, erfolgt am 18. Oktober. Den Endrunden-Einzug über die Playoffs schafften am Dienstag außerdem die Junioren aus Israel, Tschechien und Kroatien.


U19-Fußballer gewinnen gegen Slowakei

BRAUNSCHWEIG: Die deutsche U19-Nationalmannschaft hat auch das dritte Qualifikationsspiel zur Fußball-EM 2023 gewonnen. Die Juniorenauswahl von Trainer Guido Streichsbier gewann am Dienstag in Braunschweig gegen die Slowakei mit 1:0 (0:0) und beendete die erste Phase auf Tabellenplatz eins. Die U19-Junioren werden bei der Auslosung zur Eliterunde am 8. Dezember, in der im März die EM-Teilnehmer ausgespielt werden, in Topf eins gesetzt sein. Vor 996 Zuschauern verwandelte Kapitän Umut Tohumcu in der 59. Minute einen Foulelfmeter zum entscheidenden Tor.


Proteste vor Länderspiel des Iran in Österreich

WIEN: Vor dem Fußball-Länderspiel des Iran gegen Senegal (1:1) im österreichischen Maria Enzersdorf ist es vor dem Stadion im Zusammenhang mit dem Tod der 22-jährigen Iranerin Mahsa Amini zu Protesten gekommen. Rund 100 Personen hatten demonstriert, dazu hatten laut eines Polizeisprechers mehrere nicht akkreditierte Personen versucht, ins Stadion zu gelangen. Dies sei verhindert worden. Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Tor für die iranische Mannschaft erzielte Bayer Leverkusens Stürmer Sardar Azmoun.


Matthäus würde Hummels nicht zur WM mitnehmen

BERLIN: Der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus würde den Dortmunder Verteidiger Mats Hummels nicht zurück in die Fußball-Nationalmannschaft holen. «Vor zwei Jahren hat man gesagt, dass Mats Hummels zu langsam sei und jetzt soll er die Lösung sein. Stand heute würde ich ihn nicht mitnehmen, weil ich von den anderen Innenverteidigern überzeugt bin. Hinzu kommt: Wenn ich einen Hummels mitnehme, dann muss er auch von Beginn an spielen. Und ich glaube nicht, dass man ihm das versprechen kann», schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne.


Spanien erreicht Finalturnier der Nations League

BRAGA: Spaniens Fußballer haben Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo mit einem späten Tor den letzten verbliebenen Platz beim Finalturnier der Nations League entrissen. Dank des Treffers von Álvaro Morata (88. Minute) setzten sich die Spanier am Dienstagabend mit 1:0 (0:0) in Braga durch und sicherten sich so die Teilnahme am Final Four im nächsten Jahr. Spanien spielt 2023 neben Kroatien, Italien und den Niederlanden um den Titel.


Deutsche U21 verliert zweites Spiel in EM-Saison: 1:3 in England

SHEFFIELD: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der EM-Saison die zweite Niederlage kassiert. Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes verlor vier Tage nach dem 0:1 gegen Frankreich am Dienstag gegen England mit 1:3 (1:1). Vor rund 12.000 Zuschauern in Sheffield war der Treffer des Wolfsburgers Felix Nmecha (35. Minute) zu wenig, um einen lange mutigen Auftritt des Europameisters mit einem Erfolgserlebnis zu belohnen. Folarin Balogun (42.) und Conor Gallagher (47.) drehten das intensive und nach dem Seitenwechsel zeitweise wilde Länderspiel vor 10.731 Zuschauern. Cole Palmer traf spät zum Endstand (90.+5). Die EM findet vom 21. Juni bis zum 8. Juli 2023 in Rumänien und Georgien statt.


Formel 1 fährt 2023 noch mehr Sprintrennen

BERLIN: In den Rekordkalender für 2023 baut die Formel 1 auch noch sechs Sprintrennen ein. Der Motorsport-Weltrat stimmte am Dienstag drei zusätzlichen Sprints für die kommende Saison zu. In dieser und der vergangenen Saison hatte der Weltverband auch auf Drängen der Teams die Austragung dieses Formats noch auf drei Wochenenden beschränkt. Nach Imola und Spielberg wird in Sao Paulo das dritte Sprintrennen in diesem Jahr gefahren. Wo in der nächsten Saison Sprints ausgetragen werden, ist noch offen.


FIFA-Präsident Infantino betont Fortschritte in Katar

ZÜRICH: FIFA-Chef Gianni Infantino hat nach einem Treffen mit dem Präsidenten des UN-Menschenrechtsrats, Federico Villegas, erneut die Fortschritte im WM-Gastgeberland Katar betont. Der Fußball-Weltverband habe einen Teil beigetragen zu «beachtlichen Fortschritten», die in sehr kurzer Zeit erzielt worden seien. «Und wir werden weiterhin mit den Behörden in Katar zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die bevorstehende Weltmeisterschaft ein Turnier wird, bei dem alle willkommen sind.»

Der WM-Gastgeber steht seit Jahren wegen der Menschenrechtslage und den Bedingungen für ausländische Arbeiter in der Kritik. Die Regierung des Emirats verweist auf zahlreiche Reformen, durch welche die Situation verbessert werde. Zuletzt war auch zunehmend die unsichere Rechtslage für Angehörige der LGBTIQ*-Community in den Vordergrund gerückt. Vertreter der LGBTIQ*-Community raten bislang von einer Reise nach Katar ab. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

Infantino habe betont, dass sich «alle Gruppen», die nach Katar reisen, sicher fühlen könnten, teilte die FIFA mit. «Mit Blick auf künftige Veranstaltungen sprachen die beiden Präsidenten auch über die Bedeutung der Menschenrechte in den Bewerbungsverfahren für FIFA-Turniere», hieß es zudem. Villegas äußerte laut Mitteilung, er freue sich über die «jüngsten Entwicklungen, die zeigen, dass die FIFA als Organisation eine starke Haltung zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen wie Rassismus und Diskriminierung eingenommen hat».


DAZN übernimmt Eleven Group - CEO Segev: «Mehr Schlagkraft»

BERLIN: Die Sport-Entertainment-Plattform DAZN übernimmt das internationale Sportmediengeschäft der Eleven Group. Die Vereinbarung würde die Kapazitäten im Live-Sport-Streaming-Sektor erweitern, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Durch die Übernahme werde DAZN zum Broadcaster der Fußball-Ligen in Portugal und Belgien.


Früherer NFL-Profi Edebali beendet Football-Karriere

HAMBURG: Der frühere NFL-Profi Kasim Edebali hat seine aktive Karriere als Football-Profi beendet. Diese Entscheidung teilte der 33-Jährige nach der Final-Niederlage mit den Hamburg Sea Devils am vergangenen Wochenende in der European League of Football auf Instagram mit. Edebali hatte vor acht Jahren den Sprung in die amerikanische National Football League geschafft und stand unter anderem bei den New Orleans Saints, Denver Broncos, Detroit Lions und Cincinnati Bengals unter Vertrag.


MBC strukturiert Führung um: Geissler alleiniger Geschäftsführer

WEIßENFELS: Der Basketball-Bundesligist Syntainics MBC aus Weißenfels hat seine Führungsetage neu strukturiert. Geschäftsführerin Elke Simon-Kuch wechselt nach sieben Jahren an die Spitze des aus zehn Personen bestehenden Beirats. Dadurch wird Martin Geissler alleiniger Geschäftsführer des Teams. Die kaufmännische und organisatorische Leiterin Ulrike Wölfel erhält Prokura und erweitert somit die Geschäftsführung. Das teilte der MBC am Dienstag mit.


Handball-Frauen bangen um Einsatz von Smits

HENNEF: Rückraumspielerin Xenia Smits droht für die Länderspiele der deutschen Handball-Frauen gegen Olympiasieger Frankreich am Freitag in Metz und Sonntag in Nancy auszufallen. Die 28-Jährige vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim hat sich am vergangenen Sonntag im Champions-League-Spiel gegen CSM Bukarest eine Kapselverletzung zugezogen und muss derzeit eine Trainingspause einlegen.


Cowboys gewinnen gegen Giants - Nur noch zwei NFL-Teams ungeschlagen

NEW YORK: Die New York Giants haben ihr Heimspiel gegen die Dallas Cowboys 16:23 verloren und ihre erste Niederlage in der NFL kassiert. Nach drei Spieltagen gibt es deswegen nur noch zwei ungeschlagene Mannschaften in der National Football League - die Miami Dolphins und die Philadelphia Eagles. Cowboys-Quarterback Cooper Rush führte sein Team mit einem Touchdown-Pass und insgesamt 215 Yards zum Sieg. Den zweiten Touchdown erlief Ezekiel Elliott.


Randale in Pub in Wembley: Polizei geht von deutschen Angreifern aus

LONDON: Vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England hat es in einem Pub in der Nähe des Londoner Wembley-Stadions Ausschreitungen gegeben. Am frühen Montagabend seien rund 100 Männer - viele davon maskiert - in den Biergarten des Pubs gekommen und hätten Gäste angegriffen, teilte die Metropolitan Police am Dienstag auf Anfrage mit. Obwohl einige England-Schals und -Hüte zu sehen waren, gehen die Behörden davon aus, dass es sich um deutsche Fans handelte. Die «Sun» berichtete von fünf Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.


Angelique Kerber will nach Babypause zu Olympia

HANNOVER: Die aktuelle Babypause soll nicht das Karriereende für Tennisspielerin Angelique Kerber bedeuten. «Auf keinen Fall. Ich werde versuchen, so schnell wie möglich wieder fit zu werden und auf die Tour zurückzukehren, allerdings ohne irgendwas zu überstürzen», sagte die 34-Jährige in einem Interview des Porsche Newsroom. Ein großes Ziel hat die dreimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin, die im Frühjahr ihr erstes Kind erwartet, auch schon: die Olympischen Spiele 2024 in Paris.


Studie zu Kindesmissbrauch im Sport: Aufklärung wird oft behindert

BERLIN: Im Sport werden einer Studie zufolge nur die wenigsten Fälle von sexueller Gewalt und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen aufgedeckt und aufgearbeitet. Stattdessen erlebten Betroffene häufig, dass ihre Erfahrungen negiert, bagatellisiert und verschleiert werden, wie aus einer Untersuchung im Auftrag der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hervorgeht, die am Dienstag in Berlin präsentiert wurde. Die Schilderungen seien erschütternd, sagte Bettina Rulofs, die leitende Autorin der Studie. Besonders im organisierten Sport tragen die Strukturen demnach dazu bei, dass Aufklärung und Aufarbeitung erschwert werden. Dazu gehöre die Fixierung auf den sportlichen Erfolg, die Abhängigkeit von ehrenamtlichen Mitarbeitenden sowie das große Machtgefälle zwischen Sportlerinnen und Sportlern und den Trainern. Auch männlich dominierte Hierarchien in Vereinen und Verbänden seien ein Faktor. Es bräuchte unabhängige Anlaufstellen für Betroffene, hieß es.


Alfa Romeo auch 2023 mit Chinese Zhou

HINWIL: Guanyu Zhou wird wie erwartet auch im kommenden Jahr für den Formel-1-Rennstall Alfa Romeo als Stammpilot starten. Das ehemalige Sauber-Team gab die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem 23-Jährigen aus Shanghai am Dienstag bekannt. Zhou, der sich als erster Chinese in der Motorsport-Königsklasse durchgesetzt hat, wird dann wieder zusammen mit dem ehemaligen Mercedes-Piloten Valtteri Bottas aus Finnland das Fahrerduo bilden.


Nach Absage für Joshua: Fury wird gegen Kölner Charr boxen

BERLIN: Nach dem geplatzten Duell der besten britischen Schwergewichtsboxer will Tyson Fury nun gegen Mahmoud Charr kämpfen. Nachdem Fury am Montag den anvisierten Kampf gegen Anthony Joshua nach Ablauf einer selbst auferlegten Frist ausgeschlossen hatte, soll nun am 3. Dezember der 37-jährige Charr sein Gegner sein. «Ich freue mich darauf, gegen einen Mann zu kämpfen, der kämpfen will und Feuer und Verlangen hat», schrieb der 34-jährige Fury in einer Instagram-Story. Der Kampf soll in Manchester oder Cardiff stattfinden.


Laimer über Bayern-Wechsel: «Es war sehr nahe»

SALZBURG: Konrad Laimer wollte Fußball-Bundesligist RB Leipzig im Sommer zwingend verlassen und sich dem FC Bayern München anschließen. «Ich wäre bereit gewesen, im Sommer den Schritt zu machen. Es war sehr nahe, aber das Go von Leipzig ist nicht gekommen», sagte der österreichische Nationalspieler in der Sendung «Sport & Talk aus dem Hangar-7» von Servus-TV. «Auf der einen Seite ist es schön, weil ich ein wichtiger Spieler bin. Auf der anderen Seite auch schwierig, weil man viel nachdenkt. Aber ich habe mich damit abgefunden. Es geht einfach weiter.»

Der FC Bayern wollte den noch bis Juli 2023 an Leipzig gebundenen Mittelfeldspieler unbedingt verpflichten. Dem Vernehmen nach war der Rekordmeister allerdings nicht bereit, die von den Sachsen geforderte Ablöse von 30 Millionen Euro zu zahlen. Da der 25-Jährige seinen Vertrag in Leipzig noch nicht verlängert hat, stünde einem ablösefreien Wechsel im kommenden Sommer nichts im Wege.

Momentan steht Laimer seinem kriselnden Club wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung. In diesem Jahr dürfte der Defensiv-Allrounder nicht mehr zum Einsatz kommen, was er auch selbst einräumt. «Es dauert mindestens acht bis zehn Wochen. In der Hinrunde wird es schwer, noch einmal am Platz zu stehen. Deshalb ist es wichtig, dass ich mir die Zeit gebe, um alles ausheilen zu lassen und eine gute Reha zu machen», sagte Laimer.

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