Nachrichten aus der Sportwelt

Laut IOC-Mitglied Pound: Verschiebung von Olympia ist beschlossen

LAUSANNE: Laut dem früheren IOC-Vizepräsidenten Richard Pound ist eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Krise bereits beschlossene Sache. «Auf der Grundlage der Informationen, die das IOC hat, wurde eine Verschiebung beschlossen. Die zukünftigen Parameter wurden noch nicht festgelegt, aber die Spiele werden nicht am 24. Juli beginnen, soweit ich weiß», sagte Pound der Zeitung «USA Today» am Montag. Der 77-jährige Kanadier glaubt, dass das Internationale Olympische Komitee bald die nächsten Schritte bekanntgeben wird. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte auf Anfrage der Zeitung, dass das IOC verschiedene Szenarien überlege und verwies auf die Mitteilung vom Sonntag.


Auch Portugal will Verlegung der Olympischen Spiele

LISSABON: Nach vielen anderen Vertretern und Organisationen der Sportwelt hat auch das Olympische Komitee von Portugal (COP) eine Verschiebung der Sommerspiele von Tokio gefordert. Man dürfe das Leben der Sportler nicht in Gefahr bringen, schrieb COP-Präsident José Manuel Constantino vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in einem am Montag veröffentlichten Brief an Thomas Bach, den deutschen Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).


Medien: BVB-Führung spricht mit Spielern über Gehaltsverzicht

DORTMUND: Die Clubführung von Borussia Dortmund hat dem BVB-Kader nach übereinstimmenden Medienberichten ein Modell zum Gehaltsverzicht vorgelegt. Demnach sollen die Profis auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre bei Spielen ohne Zuschauer fällig. Eine Entscheidung darüber soll noch in dieser Woche fallen. Darüber berichtete am Montagabend zunächst die «Bild»-Zeitung.


Früherer türkischer Nationalcoach Terim von Coronavirus infiziert

ISTANBUL: Auch der frühere türkische Fußball-Nationaltrainer Fatih Terim ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der 66-Jährige am Montag auf Twitter mit. «Ich bin im Krankenhaus in guten Händen. Macht euch keine Sorgen», schrieb Terim. In der Türkei sind inzwischen auch schon über 1000 Menschen von dem Virus infiziert worden. Terim ist aktuell Trainer des Traditionsclubs Galatasaray Istanbul.


Formel-1-Chef: 15 bis 18 Rennen sollen es in diesem Jahr nun werden

BERLIN: Die Formel-1-Bosse streben in einem überarbeiteten Kalender für dieses Jahr 15 bis 18 Rennen an. Das teilte Geschäftsführer Chase Carey am Montag in einem längeren Statement auf der Homepage der Motorsport-Königsklasse mit. Erst am Morgen war auch der Große Preis von Aserbaidschan wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Insgesamt fallen die ersten acht der geplanten 22 Rennen der Saison bereits aus. Welche davon wann nachgeholt werden, ist offen. Monaco verzichtete bereits auf ein mögliches neues Datum. Details zum Kalender nannte Carey nicht.


Russe Nepomnjaschtschi baut Führung bei WM-Kandidatenturnier aus

JEKATERINBURG: Der Russe Jan Nepomnjaschtschi dominiert weiter das Schach-WM-Kandidatenturnier in Jekaterinburg. Nach seinem Sieg in der 6. Runde gegen den Chinesen Ding Liren am Montag hat der 29-jährige Großmeister 4,5 Punkte auf dem Konto und schon einen Zähler Vorsprung auf den Rest des Feldes.


Offiziell: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

NYON: Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden.

Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit mögliche Optionen, um die Wettbewerbe zum Abschluss zu bringen. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.


FIFA und WHO starten Kampagne «Kick out Coronavirus»

GENF: Der Fußball-Weltverband hat zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation die Kampagne «Kick out Coronavirus» gestartet. Mit einem Video in mehreren Sprachen wollen Fußball-Stars wie Weltfußballer Lionel Messi oder Liverpool-Keeper Alisson Becker ein Bewusstsein für fünf wichtige Handlungsweisen im Kampf gegen das Virus erzeugen. «Ich bin froh, dass ich bei der Bewegung dabei bin. Die Leute brauchen die richtigen Informationen. Beachtet die Hinweise der lokalen Behörden, der Weltgesundheitsorganisation. Wir können ihnen vertrauen», appellierte Alisson am Montag - per Video zugeschaltet - bei einer Pressekonferenz am Montag.

In dem Video-Clip weisen mehrere Fußball-Stars darauf hin, worauf es im Kampf gegen das Virus ankommt: Händewaschen mit Seife oder Desinfektionsmittel, in den Ellbogen niesen oder husten, nicht in die Augen, Nase oder Mund fassen, Abstand halten und insbesondere bei Unwohlsein zu Hause bleiben. «Das Virus zeigt, wie verletzlich wir sind und wie global die Welt geworden ist. Das verlangt globale Lösungen», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino auf einer Pressekonferenz bei der WHO in Genf. Die Weltgesundheitsbehörde erhofft sich, über den Fußball viele Millionen und vor allem junge Menschen zu erreichen.

Zuvor hatte die FIFA bereits zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 9,1 Millionen Euro) an die Weltgesundheitsorganisation zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise gespendet.


DOSB bevorzugt Olympia-Verlegung um ein Jahr

FRANKFURT/MAIN: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte eine eindeutigere Position vom IOC in der Debatte um eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio erwartet. Die Prüfung der Verlegung durch das Internationale Olympische Komitee sei ein «richtiger und in Anbetracht der aktuellen gesundheitlichen Weltlage längst fälliger Schritt» gewesen, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Allerdings hätten wir uns jetzt eine klare Aussage dahingehend gewünscht, dass die Spiele definitiv nicht zum geplanten Termin stattfinden können und nun über denkbare Alternativen beraten wird.»


Deutscher Behindertensportverband fordert Paralympics-Verlegung

BERLIN: Der Deutsche Behindertensportverband verlangt eine Verschiebung der Paralympics in Tokio. Eine entsprechende Forderung richtete der DBS am Montag an das Internationale Paralympische Komitee. «Nach der erneuten Zuspitzung der weltweiten Coronakrise sind wir der Auffassung, dass eine Verlegung der Paralympischen Spiele alternativlos ist. Eine Entscheidung hierzu muss unverzüglich herbeigeführt werden», teilte der DBS mit. Er wandte sich zugleich in einem offenen Brief an die deutschen Athletinnen und Athleten. Die Spiele sollen eigentlich vom 25. August bis zum 6. September 2020 in Tokio stattfinden.


Sebastian Coe fordert Verschiebung der Olympischen Spiele

LONDON: Sebastian Coe, der Präsident des Welt-Leichtathletik-Verbandes World Athletics, hat die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio gefordert. In einem Brief an IOC-Präsident Thomas Bach, schrieb Coe, dass Spiele ab dem 24. Juli aufgrund der Coronavirus-Krise «weder machbar noch wünschenswert» seien. Das IOC hatte tags zuvor erklärt, sich mit seiner Entscheidung vier Wochen Zeit zu lassen.


Olympia-Verschiebung würde Japan bis zu 5,7 Milliarden Euro kosten

TOKIO: Eine Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele würde das Gastgeberland Japan nach Meinung verschiedener Experten bis zu 5,7 Milliarden Euro (670 Milliarden Yen) kosten. Der Chefökonomen des Finanzunternehmens SMBC Nikko Securities, Junichi Makino, hat diesen Milliarden-Betrag errechnet. Mit rund 640,8 Milliarden Yen schätzt der emeritierte Wirtschaftswissenschaftler Katsuhiro Miyamoto von der Universität Kansai die Kosten nach Angaben seiner Hochschule vom Montag nur unwesentlich geringer ein.


FIFA-Chef Infantino sieht Chance nach Corona: «Schritt zurück machen»

ZÜRICH: FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht die Corona-Krise als Chance, den Fußball der Zukunft zu verändern. Dabei denkt der Schweizer über eine Verkleinerung des Kalenders nach. «Vielleicht können wird den Fußball reformieren, indem wir einen Schritt zurück machen», sagte Infantino anlässlich seines 50. Geburtstags am Montag in einem Interview der italienischen Tageszeitung «Gazzetta dello Sport» und schlug vor: «Weniger Turniere, dafür interessantere. Vielleicht weniger Teams, dafür größere Ausgeglichenheit.»


Saisonabbruch: Nationaltorwart Wolff polnischer Handball-Meister

FRANKFURT/MAIN: Nationaltorhüter Andreas Wolff ist mit seinem Verein PGE Vive Kielce am grünen Tisch zum polnischen Handball-Meister gekürt worden. Der Ligaverband entschied am Montag, die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig abzubrechen und mit dem Tabellenstand vom 12. März zu werten. Zu diesem Zeitpunkt lag Kielce mit 72 Punkten aus 25 Spielen vor Wisla Plock (69/24). Einen Absteiger gibt es nicht. Der 29 Jahre alte Wolff war im Sommer 2019 vom deutschen Rekordmeister THW Kiel für zunächst zwei Jahre nach Kielce gewechsel.


Japans Olympia-Komitee: Verschiebung der Spiele «wäre sehr hart»

TOKIO: Japans Olympisches Komitee stellt sich ebenfalls auf eine mögliche Verschiebung der Sommerspiele in Tokio ein. «Wir müssen eine Verlegung in Betracht ziehen, wenn wir die Sicherheit der Athleten berücksichtigen», sagte JOC-Präsident Yasuhiro Yamashita am Montag. Eine solche Maßnahme würde «Zugeständnisse von vielen Leuten» erfordern. «Es wäre sehr hart», fügte Yamashita hinzu.


Spanien: Fußballverband und Liga richten sich nach Regierung

MADRID: Der Spanische Verband RFEF und die Liga richten sich bei der Fußball-Pause im Land nach den Empfehlungen der Regierung. Sie werde so lange dauern, bis staatliche Stellen angeben, dass Fußball ohne gesundheitliche Risiken möglich sei. Das teilten der Verband und La Liga am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Ursprünglich war der Spielbetrieb für zwei Wochen unterbrochen worden, aber Spanien ist eines der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Bis Montagmittag wurden rund 33 000 Fälle bestätigt.


Auch Formel-1-Rennen in Aserbaidschan im Juni wird verschoben

Berlin (dpa) - Die Hoffnung auf einen Start der Formel-1-Saison Anfang Juni haben sich zerschlagen. Der Große Preis von Aserbaidschan wird auch verschoben. Der Grand Prix sollte eigentlich am 7. Juni in Baku stattfinden. Die Entscheidung sei nach «ausführlichen Diskussionen» mit den Formel-1-Verantwortlichen, dem Automobil-Weltverband und der Regierung in Aserbaidschan getroffen worden, hieß es vom Veranstalter am Montag.

Das Rennen soll gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Es ist bereits der achte Grand Prix, der wegen der Corona-Pandemie vorerst abgesagt wurde. 22 waren ursprünglich geplant und damit so viele wie noch nie.

Medienberichten zufolge scheiterte eine Durchführung des Grand Prix in Baku auch am Aufbau für das Stadtrennen. Dieser sei nicht mehr zeitlich einzuhalten gewesen. Der früheste Saisonstart nach dem bislang gültigen Rennkalender wäre somit am 14. Juni mit dem Großen Preis von Kanada in Montréal.

Die Motorsport-Königsklasse musste bereits die Rennen in Australien, Bahrain, China, Vietnam, den Niederlanden, Spanien und Monaco für die geplanten Termine bis Ende Mai absagen. Eigentlich sollten in diesem Jahr erstmals 22 Rennen in einer Saison stattfinden. Wie viele es tatsächlich werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Formel 1 hat für die Fans bereits eine virtuelle Rennserie ins Leben gerufen.


Zorc: «Bei allen Klubs herrscht eine große Unsicherheit»

DORTMUND: Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat Zurückhaltung bei Neuverpflichtungen angekündigt. «Drei Transfers in drei Tagen wird es in diesem Jahr nicht geben», sagte der 57-Jährige dem «Kicker». Nach Angaben des Fachmagazins sind beim Fußball-Bundesligisten wegen der unsicheren Situation durch die Coronakrise alle Transferaktivitäten gestoppt. «Bei allen Klubs herrscht eine große Unsicherheit», sagte Zorc. «Wir müssen erst einmal diese Krisensituation managen.» Im Januar hatte Dortmund Erling Haaland von RB Salzburg und Emre Can von Juventus Turin für insgesamt rund 40 Millionen Euro verpflichtet.


Athletensprecher Röhler fordert schnellere Entscheidung über Olympia

JENA: Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat sich für Olympische Spiele im nächsten Jahr ausgesprochen. «Wir Athleten - international kann ich da für die Leichtathletik sprechen - sind der Meinung, dass 2021 aktuell die maximale Sicherheit bietet», sagte der 28-Jährige aus Jena am Montag im «Morgenmagazin» der ARD und des ZDF. Man werde diese Meinung in einer Telefonkonferenz am Montagabend mit dem Weltverbandschef Sebastian Coe (Großbritannien) vortragen. Röhler ist Athletensprecher des Leichtathletik-Weltverbandes.

World Athletics ist bereit, mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem gesamten Sport an einem alternativen Termin für die Sommerspiele zu arbeiten. Wie der Dachverband mitteilte, umfasst dies «auch Termine im Jahr 2021» und damit auch die Leichtathletik-WM im nächsten Jahr in Eugene/USA.

World Athletics hat bereits mit dem Organisationskomitee «Oregon 21» über die Möglichkeit diskutiert, die Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr zu verlegen. Das IOC hatte am Sonntag mitgeteilt, binnen einer Frist von vier Wochen eine Entscheidung über Austragungsoptionen zu beraten.

Vier Wochen sind für Röhler «ein sehr, sehr langer Zeitraum», wie er sagte. «Vier Wochen, die wir fit bleiben müssen, obwohl wir gar nicht wissen, wohin wir trainieren. Wir arbeiten aktuell daran, dass noch schnellere, noch präzisere Entscheidungen getroffen werden.» Der Goldmedaillengewinner von Rio 2016 trainiert derzeit auf der heimischen Terrasse, weil er keinen Zugang mehr zu einem Wurfplatz hat. «Das ist definitiv kein planbares Training», betonte er. «Wir wollen alle den fairen Wettbewerb, der ist momentan gar nicht mehr gegeben.»


Italien-Profi Czyborra: «Aufpassen, dass man nicht depressiv wird»

BERGAMO: Der deutsche Fußball-Profi Lennart Czyborra von Atalanta Bergamo erlebt die Zeit in häuslicher Quarantäne auch als psychischen Stress. «So eine Situation hatte ich noch nie, dass man sich jeden Tag nur mit sich selber beschäftigt. Da muss man wirklich aufpassen, dass man nicht depressiv wird», sagte der 20 Jahre alte gebürtige Berliner der «Märkischen Oderzeitung» (Montag). «Ich spreche viel mit Freunden über Facetime, das hilft. Meine Eltern in Wandlitz machen sich natürlich große Sorgen, wir telefonieren täglich.»

Die Provinz Bergamo ist in Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffen, zuletzt mussten Militärwagen Särge in andere Städte zum Verbrennen bringen. «Wir dürfen das Haus so wenig wie möglich verlassen, nur zum Beispiel zum Einkaufen», berichtete Czyborra über seinen Alltag in Quarantäne, die vorerst bis zum 4. April gehe. «Ich kaufe immer sehr viel ein, damit ich nicht so oft los muss, und gehe in einen etwas teureren Supermarkt, in dem es leerer ist.»

Czyborra war nach Stationen bei Union Berlin, Hertha BSC und Energie Cottbus in der vergangenen Winterpause von Heracles Almelo in die norditalienische Stadt Bergamo gewechselt.


Deutscher Triathlon-Chef versteht IOC-Haltung

FRANKFURT/MAIN: Martin Engelhardt, Mediziner und Präsident der Deutschen Triathlon-Union, hat auch Verständnis für die zögerliche Haltung des Internationalen Olympischen Komitees mit Blick auf die Sommerspiele in Tokio. Er könne das ein Stück weit verstehen, sagte der DTU-Chef der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag). «Aus medizinisch-fachlicher Sicht kann man heute nicht sagen, dass Sport im Juli nicht möglich sein wird», erklärte Engelhard.

«Es wäre vernünftig, jetzt zu sagen, dass man sich die Entwicklung anschaut und in zweieinhalb Wochen entscheidet. Das würde den Athleten etwas Druck nehmen. Dann kann man immer noch absagen», meinte er.

Eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie scheint allerdings näher zu rücken. Das IOC ließ am Sonntag erstmals Gedankenspiele dieser Art zu und gab sich einen Entscheidungszeitraum von vier Wochen. Zudem sprach Japans Premierminister Shinzo Abe nun auch von einer möglichen Verschiebung. Die Spiele sollen eigentlich vom 24. Juli bis 9. August stattfinden.


Felder hört als Trainer der österreichischen Skispringer auf

INNSBRUCK: Andreas Felder beendet seine Arbeit als Nationaltrainer der österreichischen Skispringer. Der 58-Jährige hatte den Job vor zwei Jahren übernommen und hört nun aus familiären Gründen auf. «Die Tätigkeit als Cheftrainer der österreichischen Skispringer ist eine Aufgabe, die vollen Einsatz braucht und die einem alle Energie abverlangt. Das lässt sich mit meinem Privatleben derzeit nicht vereinbaren», wird Felder in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) am Montag zitiert.


Vorbereitung für nächsten Notfallplan: DFL-Präsidium tagt per Schalte

FRANKFURT/MAIN: Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga tagt am Dienstag via Schaltkonferenz, um das weitere Vorgehen in der 1. und 2. Bundesliga vorzubereiten. Beschlüsse sind nach dpa-Informationen nicht zu erwarten. Diese sollen - soweit es die Gesamtlage zulässt - bei der außerplanmäßigen Mitgliederversammlung voraussichtlich am 31. März fallen.


Tennisprofi Struff für Verschiebung der Olympischen Spiele

STUTTGART: Tennisprofi Jan-Lennard Struff hat sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie für eine Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen. «Zum jetzigen Zeitpunkt finde ich es nicht gewährleistet, dass es sicher ist», sagte der 29-jährige Sauerländer am Montag bei Sky. Der Davis-Cup-Spieler hält es auch für «denkbar», den Start bei den vom 24. Juli bis zum 9. August geplanten Olympischen Spielen nach dem Beispiel von Säbelfechter und Athleten-Aktivist Max Hartung für sich selbst auszuschließen.


Sportpolitikerin Freitag: «Eklatantes Führungsversagen» des IOC

FRANKFURT/MAIN: Die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages hat die vom Internationalen Olympischen Komitee verkündete Vier-Wochen-Frist bis zur Entscheidung über eine mögliche Verlegung der Sommerspiele in Tokio heftig kritisiert. «Ich finde die Entscheidung respektlos gegenüber den Athletinnen und Athleten und angesichts der Lage auf der Welt verantwortungslos», sagte Dagmar Freitag im Interview des HR-Inforadios am Montag. Diese Hinhaltetaktik produziere «einen massiven Vertrauensverlust» und zeige «ein eklatantes Führungsversagen», sagte die SPD-Politikern.


Leichtathletik-Weltverband auch bereit zur Verlegung der WM 2021

MONTE CARLO: Der Leichtathletik-Weltverband ist bereit, mit dem Internationalen Olympischen Komitee und dem gesamten Sport an einem alternativen Termin für die Sommerspiele in Tokio zu arbeiten. Wie World Athletics in der Nacht zum Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, beinhalte dies «auch Termine im Jahr 2021» und damit auch die Leichtathletik-WM im nächsten Jahr in Eugene/USA.

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