Nachrichten aus aller Welt

Foto: epa/Ronald Wittek
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Keine Mietkürzung bei Schimmelgefahr - Mieter scheitern vor BGH

KARLSRUHE (dpa) - Allein das Risiko von Schimmelbildung in älteren und nicht gedämmten Gebäuden berechtigt nicht dazu, die Miete zu kürzen.

Das hat am Mittwoch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden und damit die Position von Vermietern gestärkt. Diese schuldeten ihren Mietern keinen Neubau-Standard, so der zuständige Senat. Damit scheiterten die Mieter zweier Wohnungen mit ihrer Klage gegen eine große Immobiliengesellschaft in Glinde (Schleswig-Holstein). Die Kläger, die in günstigen und preisgebundenen Wohnungen wohnen, wollten weniger zahlen. In den Objekten drohe in jedem Winter Schimmel, argumentierten sie.

Schlag gegen die 'Ndrangheta: 90 Festnahmen, Millionen beschlagnahmt

DEN HAAG (dpa) - Bei Razzien gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta in Deutschland und drei weiteren Ländern sind rund 90 Tatverdächtige festgenommen worden.

Zudem wurden bis zu 4.000 Kilogramm Kokain sowie 140 Kilogramm Ecstasy-Pillen beschlagnahmt, wie die Europäische Justizbehörde Eurojust am Mittwoch bei einer internationalen Pressekonferenz in Den Haag mitteilte. Allein in Deutschland seien bis zum Beginn der Pressekonferenz gegen Mittag 14 Verdächtige in Gewahrsam genommen worden, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt von Duisburg, Horst Bien. 65 verdächtige Objekte seien in Deutschland durchsucht worden.

«Heuchelei» und «Marketing»? Auch Chanel kündigt Pelzverzicht an

NEW YORK (dpa) - Auch der französische Modekonzern Chanel will auf Pelz sowie auf Leder von exotischen Tieren verzichten.

Man werde nur noch Haut von Tieren benutzen, die aus der Lebensmittelindustrie als Abfallprodukte kämen, sagte der Präsident der Modesparte, Bruno Pavlovsky, dem «Handelsblatt» in New York (Mittwoch). Pelz solle es von Mai an gar nicht mehr in den Kollektionen geben. Chanel-Chefdesigner Karl Lagerfeld galt lange als Pelzverfechter. Label wie Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Calvin Klein, Tom Ford, Stella McCartney, Vivienne Westwood, Comme des Garçons und Versace entschlossen sich schon vor Jahren zu dem Schritt.

Turner-Preis für britische Smartphone-Filmemacherin Prodger

LONDON (dpa) - Der renommierte Turner-Preis geht in diesem Jahr an die britische Künstlerin Charlotte Prodger.

Die 44-Jährige wurde am späten Dienstagabend in London für ihre teilweise mit dem Smartphone aufgenommenen Kurzfilme «Bridgit» und «Stoneymollan Trail» geehrt. Der mit 25 000 Pfund (etwa 28.000 Euro) dotierte Preis ist die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst. Prodgers Werke zeugten vom «tiefgründigsten Gebrauch eines Geräts, so nüchtern wie die iPhone-Kamera, den die Kunst bisher gesehen hat», sagte der Jury-Vorsitzende und Direktor der Tate Britain, Alex Farquharson. Die Künstlerin lebt und arbeitet im schottischen Glasgow.

Schweres Beben vor Neukaledonien - Tsunamiwarnungen aufgehoben

NOURMÉA (dpa) - Im Südpazifik vor der Inselgruppe Neukaledonien hat sich ein schweres Beben ereignet.

Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke am Mittwoch mit 7,5, der US-Wetterdienst mit 7,6. Einer vorläufigen Bilanz zufolge gab es keine Opfer oder Schäden, wie der neukaledonische Zivilschutz mitteilte. Die Bevölkerung sei aber aufgerufen, wachsam zu bleiben. Dem gewaltigen Beben gingen mehrere Erschütterungen in demselben Gebiet voraus, weitere geringerer Stärke folgten in kurzem Zeitabstand. Zwischenzeitliche Tsunamiwarnungen für Neukaledonien, Vanuatu und die Fidschi-Inseln wurden nach etwa drei Stunden wieder aufgehoben.

Drei Elvis-Ampeln in Friedberg - Hüftschwung bei Grün

FRIEDBERG (dpa) - Der «King of Rock'n'Roll» gibt den Weg frei: Seit dieser Woche zeigen drei Fußgängerampeln im hessischen Friedberg den Umriss von Elvis Presley.

Passenderweise sind die Signalanlagen rund um den Elvis-Presley-Platz der Stadt zu finden. Das rote Licht zeigt den 1977 gestorbenen Sänger stehend am Mikro. Das grüne Signal präsentiert den Fußgängern einen Elvis beim berühmten Hüftschwung. Wie die «Wetterauer Zeitung» am Mittwoch berichtete, musste die Polizei dem Vorhaben zustimmen. Die Entwürfe habe ein Grafiker gestaltet. Presley (1935-1977) war von Oktober 1958 bis März 1960 als Soldat in Friedberg stationiert.

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