China wirft USA Protektionismus vor

Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Foto: epa/How Hwee Young
Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Foto: epa/How Hwee Young

PEKING (dpa) - China hat die von den USA verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium gegen Europa, Kanada und Mexiko kritisiert.

«Viele Länder sind besorgt über den Unilateralismus und Protektionismus der US-Seite», sagte Hua Chunying, Sprecherin des Pekinger Außenamtes, am Freitag. «Alle Nationen, insbesondere die großen Volkswirtschaften, sollten sich entschieden gegen Protektionismus in Handel und Investitionen stellen.»

Im Vorfeld eines geplanten Besuchs des US-Handelsministers Wilbur Ross in Peking an diesem Wochenende hatte sich der seit Monaten schwelende Handelsstreit zwischen China und den USA in dieser Woche wieder zugespitzt. Trotz zunächst positiver Verhandlungen kündigte US-Präsident Donald Trump am Dienstag an, dass er am 15. Juni eine Liste chinesischer Produkte im Gegenwert von 50 Milliarden US-Dollar vorlegen werde, die mit Strafzöllen belegt werden sollten.

Laut Hua Chunying sei «die Tür für Verhandlungen immer offen». China hoffe, dass durch Dialog noch eine «für beide Seiten vorteilhafte Win-Win-Lösung» gefunden werden könne.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.