China fordert politische Lösung für Syrien

Foto: epa/Efe
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PEKING (dpa) - Nach dem gemeinsamen Militärschlag Großbritanniens, Frankreichs und der USA in Syrien hat China die beteiligten Parteien zu Verhandlungen aufgerufen.

«Eine politische Lösung stellt die einzig gangbare Lösung dar. Der Einsatz von Gewalt wird die regionale Situation nur noch verschärfen», sagte Hua Chunying, eine Sprecherin des Außenministers, am Montag. China verurteile die militärische Aktion der Westmächte.

Hochrangige Vertreter der drei Länder hätten wiederholt gesagt, dass die syrische Regierung sehr wahrscheinlich chemische Waffen eingesetzt habe. Klare Beweise dafür seien aber nicht vorgelegt worden: «Wir sind der Meinung, dass es unverantwortlich ist, allein aufgrund einer Schuldvermutung einen militärischen Angriff zu starten», so Hua Chunying weiter.

Der Raketenangriff habe die Grundprinzipien der Nichtanwendung von Gewalt in internationalen Recht verletzt und verstoße gegen die UN-Charta. Peking unterstütze unvoreingenommene und objektive Nachforschungen über den möglichen Einsatz von Giftgas. Es sei aber ein Fehler, voreilige Schlüsse zu ziehen.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 17.04.18 21:25
Danke, Herr Auer, dass Sie die Quellen
Ihrer Informationen angegeben haben. Als ich seinerzeit auf Berichte, die Grundlagen meiner Kommentare waren, hingewiesen habe, erntete ich lediglich bösartige Kommentare, da einigen Menschen, sich lieber selbst ihr Weltbild zusammenbasteln, ohne die Möglichkeiten zu nutzen, die heute zur Verfügung stehen.
Hermann Auer 17.04.18 17:04
@Zil Zelini
Ihre Einlassungen sind auch diesmal unerträglich. Es ist nicht nur unbewiesen, sondern unwahrscheinlich (weil unlogisch), dass Assad den besagten (und auch frühere) Giftgasangriff durchgeführt hatte. Man sollte Assad wenigstens keine Blödheit unterstellen, was für den unterstellten Giftgasangriff in der augenblicklichen Situation aber nötig wäre. Man soll sich hingegen lieber fragen, wem die unterstellten Untaten am meisten nützen. Es sieht eher nach einer False-Flag-Operation aus. Nebenbei bemerkt hat Assad bei den Syrern mehr Unterstützung als beispielsweise Merkel bei den Deutschen. Sie sollten sich vor weiteren Kommentaren dieser Art mehr bei Insidern informieren - Googeln nach Michael Lüders, Ray McGovern, Karin Leukefeld oder Daniele Ganser hilft.
Zil Zelini 17.04.18 10:51
Angesichts...
der ungeheuerlichen Verbrechen von B. al-Assad sollte dieser froh sein, das der "Westen" sich hier in äusserster Selbstbeherrschung geübt und keine voreiligen, unüberlegten Schritte unternommen hat. Die Zementierung seiner Gewaltherrschaft, auch durch Giftgaseinsätze gegen die Zivilbevölkerung und gegen die Oppositionskräfte, wird B. al-Assad nicht gelingen. Syrien wird irgendwann frei sein und einer weitgehend unbeschwerten Zukunft entgegensehen. Natürlich entsteht Demokratie nicht von gleich auf jetzt, aber der gute Wille ist klar auf seiten der Opposition. B. al-Assad kann agieren wie er will und weiterhin seine Lügen verbreiten, das Recht und die moralische Legitimität bleiben zweifellos auf der Seite des Westens.