China warnt Staatsbürger vor Risiken in Afrika

​Nach Entführungen  

Der chinesische Außenministeriumssprecher Zhao Lijian spricht während eines täglichen Medienbriefings in Peking. Foto: epa/Roman Pilipey
Der chinesische Außenministeriumssprecher Zhao Lijian spricht während eines täglichen Medienbriefings in Peking. Foto: epa/Roman Pilipey

PEKING: Nach mehreren Entführungen von Chinesen in Afrika hat Chinas Regierung seine Staatsbürger und Unternehmen vor riskanten Gebieten auf dem Kontinent gewarnt. Wer sich an gefährlichen Orten aufhalte, sollte diese bald verlassen, sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian am Montag vor der Presse in Peking. Er bestätigte die Entführung von fünf Chinesen bei einem Angriff auf eine Goldmine in der Ortschaft Mukera in der Demokratischen Republik Kongo.

Regionale Stellen in der Region Fizi im Osten des Landes hatten der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sogar berichtet, dass acht Chinesen entführt worden seien. Chinas Außenamtssprecher berichtete ferner von einem weiteren Zwischenfall in Nigeria, wo drei chinesische Mitarbeiter eines Unternehmens entführt worden seien.

Es gebe «große Sicherheitsrisiken» in Nigeria und in der Demokratischen Republik Kongo, hob der Sprecher hervor. Chinesen seien schon zuvor gelegentlich entführt worden. Das Außenministerium, die Botschaften und Konsulate Chinas hätten Staatsbürger bereits früher darauf hingewiesen, nicht in Orte mit hohen Risiken zu gehen.

China hat seine Investitionen in der Bergbauindustrie in Afrika in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, was in Ländern wie der rohstoffreichen Demokratischen Republik Kongo auch auf Unmut unter den 90 Millionen Einwohnern geführt hat.

Der ehemalige Präsident des Kongo, Joseph Kabila, hatte 2008 ein hoch umstrittenes Abkommen in Höhe von neun Milliarden Dollar (umgerechnet acht Milliarden Euro) unterzeichnet, das China Bergbaurechte im Gegenzug für Infrastruktur-Projekte garantiert. Der amtierende Präsident Felix Tshisekedi hat vor wenigen Wochen die Überprüfung des Abkommens und «fairere Geschäfte» gefordert.

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