Nach Bootsunglück vor Dschibuti

Opferzahl steigt auf 52

Foto: Iom.int
Foto: Iom.int

GENF/GODORYA (dpa) - Nach dem Bootsunglück vor der Küste Dschibutis ist die Zahl der geborgenen Todesopfer auf 52 angestiegen.

Nur 16 Migranten konnten leben geborgen werden, erklärte die UN-Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag. Dutzende Menschen würden noch vermisst. Die Helfer gehen davon aus, dass sich auf den beiden gekenterten Booten rund 130 Migranten befanden, die am Dienstag in den Jemen übersetzen wollten. Am Mittwochabend hatte die IOM noch von 43 Toten gesprochen.

Der kleine Staat Dschibuti liegt am Golf von Aden, einem Meeresgolf zwischen dem Horn von Afrika und der Arabischen Halbinsel. An der engsten Stelle trennen Dschibuti und das Bürgerkriegsland Jemen nur etwa 30 Kilometer. Viele afrikanische Migranten nutzen den Jemen als Sprungbrett, um in die reicheren Länder wie Saudi-Arabien oder die Golfemirate zu gelangen. Der IOM zufolge sind von 2014 bis 2018 mehr als 700 Menschen bei der Überfahrt vom Horn von Afrika nach Jemen ums Leben gekommen.

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