Mutmaßlicher Radarfallen-Schreck enttarnt

Tägliches Leben in Rom. Foto: epa/Riccardo Antimiani
Tägliches Leben in Rom. Foto: epa/Riccardo Antimiani

ROM: Nach monatelangen Ermittlungen hat die italienische Polizei einen Mann ausfindig gemacht, der serienweise Radarfallen abgesägt haben soll. Bei dem 42-Jährigen aus der norditalienischen Stadt Polinese seien mehrere Beweismittel sichergestellt worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Ihm werden mindestens fünf Fälle von Sachbeschädigung zwischen Mai 2023 und Januar dieses Jahres zur Last gelegt.

An manchen Tatorten hatte der Radarfallen-Schreck Schreiben hinterlassen, die mit «Fleximan» gezeichnet waren. Unter diesem Begriff bekam das Thema auch international Aufmerksamkeit. Nach Medienberichten kam die Polizei dem Verdächtigen durch Aufnahmen von Überwachungskameras auf die Spur.

Allerdings dürften, selbst wenn es sich tatsächlich um den «Fleximan» handelt, nicht alle Taten aufgeklärt sein - in den vergangenen Monaten wurden einfach zu viele Radarfallen zerstört als dass dies das Werk eines Einzelnen sein könnte. Der Verdächtige blieb einstweilen auf freiem Fuß. Bei einer Verurteilung drohen eine hohe Geldstrafe und bis zu drei Jahre Haft.

Mit mehr als 11.000 Blitzern ist Italien Europas Radarfallen-Land Nummer eins. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 4700. Außerorts gilt in der Regel Tempo 90, auf Schnellstraßen 110, auf Autobahnen 130. Kontrolliert wird verhältnismäßig streng. Auch viele deutsche Urlauber kennen das, weil sie Post von der italienischen Polizei bekommen haben. Trotzdem ist die Zahl der Verkehrstoten höher als anderswo. 2022 waren es annähernd 3200.

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