Mutmaßlicher Mörder soll ausgeliefert werden

Foto: twitter/Ag_fidh
Foto: twitter/Ag_fidh

BANGKOK: Ein Strafgericht hat die Auslieferung eines mutmaßlichen Mörders an die Vereinigten Staaten angeordnet.

Der Kanadier soll im September 2017 in Florida einen Mord begangen haben. Das Strafgericht stimmte der Auslieferung aus drei Gründen zu: Das mutmaßliche Verbrechen wird nach thailändischem Recht mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft, zwischen Thailand und den USA besteht ein Auslieferungsvertrag und die Verjährungsfrist des Falls ist nicht abgelaufen. Der Mann wurde im November letzten Jahres verhaftet und saß die letzten Monate in Untersuchungshaft. Er hat sich bisher der Auslieferung widersetzt und kann innerhalb von 30 Tagen gegen den Auslieferungsbescheid Berufung einlegen.

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Thomas Thoenes 15.06.19 10:49
@Oliver Hamrs
ich denk der Satz: "das mutmaßliche Verbrechen wird nach thailändischem Recht mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft." ist nicht miss zu verstehen und hat nichts mit Freiheitsstrafen aus dem Ausland und deren Länge zu tun. Es geht um das THAILÄNDISCHE Recht nachdem Mord mit mindestens einem Jahr bestraft wird. PUNKT!
Oliver Harms 15.06.19 00:05
das glaube ich ihnen aufs wort @Thoenes
darum kurze entwirrung. es geht nicht explizit um mord,sondern um alle straftaten die eine freiheitsstrafe von mindestens einem jahr nach sich ziehen.ergo sie begehen in DACH eine tat die laut dem STGB eine freiheitsstrafe von mindestens einem jahr vorsieht,so werden sie nach dem thailändischen strafrecht ausgeliefert. so schwer ist das doch nun wirklich nicht zu verstehen....wenn man denn will..... aber dann kann man ja nicht auf thailand einprügeln.
Thomas Thoenes 14.06.19 21:12
Mord wird hier mit mindestens 1 Jahr bestraft?
Ach doch so viel? Unglaublich in einem land in dem es die Todesstrafe für sagen wir mal niedrigere Verbrechen als Mord gibt kann es passieren das man bei Mord mit 1 Jahr davon kommt? Ich bin verwirrt.
Ingo Kerp 14.06.19 16:51
Tja, erst erkundigen, wohin man fliehen will. Belize würde sich da als sicherer Hafen für einen Verbrecher anbieten.