Mutmaßlicher Amokläufer muss in Psychiatrie

Schüsse in Kopenhagener Einkaufszentrum. Foto: Mads Claus Rasmussen
Schüsse in Kopenhagener Einkaufszentrum. Foto: Mads Claus Rasmussen

KOPENHAGEN: Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufszentrum in Kopenhagen kommt der mutmaßliche Täter in die geschlossene Psychiatrie. Dort soll er zunächst bis Ende Juli bleiben.

Der mutmaßliche Täter des Amoklaufs von Kopenhagen mit drei Toten wird für 24 Tage in eine geschlossene psychiatrische Abteilung eingewiesen. Das berichtete die Polizei in Kopenhagen nach einer Anhörung des Verdächtigen vor einer Haftrichterin. Damit verbringe der Tatverdächtige die Untersuchungshaft in der Psychiatrie.

Dem 22-jährigen Dänen werden den Ermittlern zufolge vorsätzliche Tötung in drei Fällen und der Versuch der vorsätzlichen Tötung in sieben Fällen vorgeworfen. Bei dem Angriff in einem Einkaufszentrum in der dänischen Hauptstadt waren am Sonntagabend drei Menschen getötet und vier Menschen angeschossen und schwer verletzt worden. Darüber hinaus seien drei Personen mit Verletzungen durch mögliche Streifschüsse behandelt worden, teilte die Polizei mit.

Bei dem Amoklauf waren zwei dänische Teenager und ein 47 Jahre alter Russe, der in Dänemark lebte, ums Leben gekommen. Kurz nach der Tat hatte die Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Er habe bereits zuvor Kontakt mit der Psychiatrie gehabt, teilten die Ermittler mit. Einem Bericht des dänischen Fernsehens zufolge hatte der 22-Jährige kurz vor der Tat versucht, eine Krisen-Hotline zu erreichen.

Die Unterbringung des Mannes in der psychiatrischen Abteilung gilt vorerst bis zum 28. Juli. Die bisherigen Erkenntnisse deuteten daraufhin, dass der 22-Jährige sich schuldig gemacht habe, sagte die Haftrichterin laut dem dänischen Fernsehen.

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