Mu Kratha mit hohem Soft-Power-Potenzial

Foto: The Nation
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BANGKOK: In einem leidenschaftlichen Statement hat der renommierte Chefkoch Chumpol Jangprai, Mitglied des thailändischen Nationalen Soft-Power-Komitees und CEO der Thai Cuisine Academy, das „Soft-Power“-Potenzial von „Mu Kratha“, eine als „Thai-Hot-Pot“ bekannte Spezialität, vehement verteidigt. Dies geschah als Reaktion auf Kritiker, die behaupteten, dass Mu Kratha nicht als authentische thailändische Küche betrachtet werden könne, da es nicht ursprünglich aus Thailand stamme.

Der Konflikt entfaltete sich, als Paetongtarn Shinawatra, die Vorsitzende der Pheu-Thai-Partei und Leiterin des Soft-Power-Komitees, ankündigte, dass sie Mu Kratha als Soft Power fördern werde.

Mu Kratha, bestehend aus einer einzigartigen Pfanne, in der Fleisch und Gemüse sowohl gegrillt als auch gekocht werden können, erfreut sich in Thailand großer Beliebtheit, besonders in Buffet-Restaurants. Hier füllen Gäste ihre Teller mit verschiedenen Zutaten, um sie direkt am Tisch zuzubereiten. Einige Restaurants haben sogar Strafen für Gäste eingeführt, die zu viele Reste auf dem Tisch zurücklassen.

Chef Chumpol betonte, dass Gerichte wie Mu Kratha, die in die thailändische Kultur integriert und von ihr adaptiert wurden, als Soft Power betrachtet werden können. Er verglich es mit Phad Thai, das ursprünglich aus China stammt, aber durch Anpassungen zu einem unverkennbar thailändischen Gericht wurde.

Mu Kratha selbst kombiniert Elemente mongolischer und chinesischer Eintöpfe mit südkoreanischen Grillgerichten. „Thais sind kreativ und können zeitgenössische Lebensmittel zu neuen Gerichten verarbeiten“, betonte Chefkoch Chumpol. Er ist überzeugt, dass jedes Gericht, das Teil des kulturellen Schmelztiegels wird und von Generation zu Generation weitergegeben wird, als authentisch thailändisch betrachtet werden kann. Nach vier Jahrzehnten Erfahrung in der Lebensmittelbranche ist er zuversichtlich, dass Mu Kratha ein thailändisches kulinarisches Juwel mit globaler Anziehungskraft werden wird.

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Norbert Schettler 29.11.23 11:20
Dieter
Alles richtig was Du schreibst. Wenn die Dame des Hauses ein wenig flexibel ist, kann sie ein/zwei Sösschen auch selbst kreieren. Für die Thais ist es auch ein geselliges zusammen essen.
Dieter Kowalski 29.11.23 09:40
Muh kratha ist sicher kein thailändisches kulinarisches Juwel, sondern etwas für Gourmands.
Das verwendete Fleisch ist zumeist komplett ungewürzt, und lebt am Tischgrill nur von den zwei dazu gereichten Einheitssaucen. Die Suppe darunter ist das eigentlich Interessante, aber auch kein kulinarisches Highlight.