Moskau eröffnet mitten in Corona-Krise Buchmesse am Roten Platz

Moskau eröffnet mitten in Corona-Krise Buchmesse am Roten Platz

MOSKAU: Trotz anhaltend hoher Corona-Infektionen hat in Moskau mitten auf dem Roten Platz eine Buchmesse mit zahlreichen Besuchern begonnen. Es sei wichtig, wieder ins Leben zurückzukehren, teilten die Veranstalter am Samstag mit, an dem in Russland auch der Geburtstag des Nationaldichters Alexander Puschkin und somit der Tag der russischen Sprache gefeiert wird. Bei den Besuchern der drei Tage dauernden Veranstaltung, die im Freien stattfindet, werde am Eingang die Temperatur gemessen. Zudem müssten die Gäste wie in der ganzen Stadt vorgeschrieben Mund-Nasen-Schutz sowie Handschuhe tragen. Es ist eines der ersten Kulturevents in Moskau seit Einführung der strengen Ausgangssperren im Frühjahr. Andere größere Veranstaltungen sind in Moskau wegen der Pandemie weiter verboten.

Russland ist nach den Infektionszahlen gesehen das am stärksten betroffene Land Europas. Insgesamt wurden bislang knapp 460.000 Fälle registriert. Täglich kommen fast 9000 neue Infektionen in der Statistik dazu; die meisten davon in Moskau. Gestorben sind bislang 5725 Menschen.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin kündigte an, dass in den kommenden Tagen weitreichende Lockerungen kommen könnten. Bislang braucht man etwa für die Fahrt mit der Metro, Bussen oder Taxis einen elektronischen Passierschein. Seit dieser Woche ist es den Bewohnern nach einem genauen Zeitplan erlaubt, an einzelnen Tagen spazieren zu gehen. Es gibt zudem eine strenge Maskenpflicht. Daran wolle man auch noch länger festhalten, hieß es.

Kremlchef Wladimir Putin hatte trotz der Höchststände bei den Todes- und Infektionszahlen erklärt, dass sich die Lage stabilisiert habe. Vor allem der Druck seitens der Wirtschaft war groß, Produktion und Handel wieder zuzulassen.

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