Thai-Impf-Mix: Quarantäne bei Einreise in die EU

Vorbereitung einer Impfdosis AstraZeneca. Foto: epa/Diego Azubel
Vorbereitung einer Impfdosis AstraZeneca. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Wer sich in Thailand mit einem Mix aus den Präparaten Sinovac und AstraZeneca hat impfen lassen, muss bei der Einreise nach Deutschland und Großbritannien in Quarantäne.

Aufgrund von Engpässen bei dem in Thailand lokal hergestellten Impfstoff von AstraZeneca hat die Regierung ein kombiniertes Vorgehen mit Impfstoffen von Sinovac und AstraZeneca beschlossen. In Großbritannien sind derzeit nur Impfstoffe von Moderna, AstraZeneca, Pfizer/BioNTech oder Janssen zugelassen. Seit dem 13. August verlangt Großbritannien von allen Besuchern, die eine Dosis von zwei verschiedenen Impfstoffen erhalten haben, eine zehntägige Quarantäne. Großbritannien akzeptiert allerdings den in Thailand hergestellten Impfstoff von AstraZeneca.

Die EU muss Impfstoff von AstraZeneca aus Thailand noch genehmigen. Dies gilt jedoch nicht für alle EU-Mitgliedstaaten oder Schengen-Länder. Da der Impfstoff nicht von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen wurde, hat jedes Land seine eigenen Kriterien festgelegt, welche Impfstoffe zum Nachweis der Immunität verwendet werden können. Die von Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson angebotenen Impfstoffe sind von der EMA zugelassen und werden von allen EU- und Schengen-Ländern akzeptiert.

Für Menschen in Thailand, die mit Sinovac oder Sinopharm geimpft sind und nach Großbritannien oder in die EU reisen möchten, ist die Situation komplizierter. In der EU (oder im Schengen-Raum) haben nur acht Länder die Verwendung des chinesischen Präparats Sinovac zugelassen:

Österreich, Finnland, Griechenland, Island, die Niederlande, Spanien, Schweden und die Schweiz.

Ähnlich verhält es sich mit dem Sinopharm-Impfstoff, den Österreich, Zypern, Griechenland, Ungarn, Island, Malta, Spanien und Schweden akzeptieren. In Großbritannien steht die formelle Zulassung des Sinovac- oder Sinopharm-Impfstoffs noch aus.

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gundolf schneider 20.08.21 15:45
Astra Zeneca aus Thailand
Leider sind auch die einschlägigen Seiten unser deutschen Regierung nicht so klar, wie sie sein sollten. Das AA verweist auf das Paul Ehrlich Institut und dort findet man nach längerem Suchen eine Liste der zugelassenen Impfstoffen aus Drittstaaten. Auf dieser Liste ist auch Astra Zeneca aus Thailand.
Der Farang wiederum schreibt heute, dass u.a Deutschland die Astra Z. Impfung aus Thailand nicht anerkennt (Info der Botschaften). Was stimmt denn nun? Es scheint, als seien die Botschaften auch nicht gut informiert. Meine Anfrage an das P. Ehrlich Insitut wurde nur mit einem Standardtext beantwortet
Dieter Wittwer 19.08.21 19:48
Wer soll diesen Artikel verstehen? Verwirrung pur!
Im zweiten Absatz steht als erstes das der AZ aus Thailand in der EU noch nicht zugelassen ist, dann im letzten Satz gleichen Absatzes, dass AZ zugelassen ist. Und weil das nicht schon Verwirrung genug ist, steht im folgenden Absatz, dass Menschen die mit Sinocac od. Sinopharm geimpft sind bei Einreise in die EU Probleme bekommen, also von AZ keine Rede. Sorry, aber sollte so ein Artikel nicht eher zur Aufklärung und nicht zur Verwirrung beitragen?
Christian 19.08.21 19:48
Impfstoffe
Wer zwei mal mit den in der EU zugelassenen Impfstoffen, geimpft ist , und die 2. Impfung mindestens 14 Tage her ist, muss in Deutschland nicht in Quarantàne gehen.
Erst wenn Thailand zum Virus Varianten Gebiet erklàrt wird , mùssen alle, auch geimpfte , in Quarantäne gehen.
Ralf Knuettel 19.08.21 17:53
Nah klar
Das ist wieder deutsch.viele in Thailand lebende Partner/innen. Das impfen um endlich nach Deutschland zu kommen und dann sowas.

Hallo ihr die für die Entscheidung zu ständig seit. Viele thailändische Bürger/innen haben auch Jobs und wenig Urlaub.
nd 19.08.21 13:26
Viele Fragezeichen
Aber solange Thailand von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft wird, ist eine Quarantäne eh unumgänglich, wobei die nach 5 Tagen mit einem weiteren negativen PCR Test abgebrochen werden kann. Konsequent wäre aktuell auch BionTech/Pfizer auf die Liste mit den vielen Fragezeichen zu setzen, da jetzt klar ist, dass vollständig geimpfte Personen nur zu 42% vor einer Erkrankung (aber immer noch zu 90% vor schweren Verläufen) geschützt sind. Auch Moderna hat so seine Probleme und wird nachbessern, d.h. eine dritte Impfung wird - ganz unabhängig von dem derzeitigen völlig unnötigen WHO/Drosten Gewese - auf jeden Fall notwendig sein, und zwar schnell. Die Gefahr, dass sich in Erkrankten weitere, vielleicht noch gefährlichere Mutationen entwickeln, besteht nämlich nach wie vor, und weder die WHO, noch ein Drosten haben eine Glaskugel, die das dementieren könnte. Das wird schon wieder so ein Drama wie bei der Frage, ob Masken wohl einen gewissen Schutz bieten könnten - lächerlich.