Mann hatte 98 Taranteln in der Wohnung

Knapp 6.000 Euro Strafe

Archivbild: epa/ Sven Hoppe
Archivbild: epa/ Sven Hoppe

SINGAPUR (dpa) - Wegen nicht weniger als 98 Taranteln in seiner Wohnung muss ein Spinnen-Liebhaber aus Singapur eine empfindliche Geldstrafe zahlen.

Der 34-Jährige muss wegen des illegalen Besitzes und Handels mit Tieren umgerechnet fast 6.000 Euro an die Staatskasse überweisen, wie der Zoll des südostasiatischen Stadtstaats am Donnerstag mitteilte.

Der Mann war bei einer Grenzkontrolle aufgefallen, weil er auf der Rückbank seines Autos in einer Plastikdose sechs Taranteln dabei hatte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Beamten dann noch 92 andere Exemplare. In Singapur ist es nicht erlaubt, solche Spinnen als Haustiere zu halten. Die Taranteln sind jetzt in der Obhut eines Zoos.

Der Biss einer Tarantel ist für Menschen in der Regel nicht gefährlich. Ihr Gift wirkt - trotz der Redensart «wie von einer Tarantel gestochen» - verhältnismäßig schwach. Manche Tarantel-Arten sind durch das internationale Artenschutz-Abkommen geschützt.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 03.08.18 13:35
Der sich vom Namen der Tarantel ableitende
Tanz (Tarantella) im 3/8- oder 6/8-Takt hat besonders im 14. und 15. Jahrhundert Furore gemacht. So gab es diverse Methoden die Betroffenen wieder gesund zu bekommen. Beliebte Applikationen waren Schwitzkuren oder/und Tanzen bis zur Besinnungslosigkeit. Die so Erschöpften mussten danach mit köstlichen Speisen und Getränken wieder "aufgepäppelt" werden. Böse Zungen behaupteten, dass viele Landstreicher sich dies zunutze machten, indem sie angaben von einer Tarantel gestochen worden zu sein, um gratis an Speis und Trank zu kommen. In sehr stark abgeänderter Form, findet man diese Verköstigung auf Kosten der Allgemeinheit, auch heute noch und wie es scheint - immer mehr!!!