Ministerneffe mit Drogen und Waffe erwischt

Foto: The Nation
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BANGKOK: Premierminister Srettha Thavisin stellte klar, dass der stellvertretende Innenminister Chada Thaised keinen Einfluss geltend machen wird, um seinen Neffen aus rechtlichen Schwierigkeiten zu helfen. Der junge Mann wurde zu Beginn der Woche in Bangkok wegen schwerwiegender Anschuldigungen festgenommen.

Noraset Thaised, der Neffe des Ministers, geriet am späten Montagabend (10. Juni 2024) ins Visier der Behörden, nachdem er in einem Hotelzimmer im Stadtteil Huai Kwang aufgegriffen wurde. Ihm wird der Konsum sowie der Besitz von Methamphetamin („Ya Ice“) vorgeworfen.

Bei der Durchsuchung entdeckten Ermittler der Metropolitan Police Division 1 sechs Päckchen der Droge, eine 11-mm-Pistole und sechs Patronen. Neben Noraset wurden drei weitere Personen – ein Mann und zwei Frauen – unter ähnlichen Beschuldigungen festgenommen.

Diese Nachricht erreichte Premierminister Srettha kurz vor der wöchentlichen Kabinettssitzung, woraufhin er die Unabhängigkeit der Justiz betonte. „Chada wird sich nicht einmischen. Alles wird nach dem Gesetz ablaufen“, versicherte Srettha den versammelten Journalisten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der stellvertretende Innenminister auf einer Pilgerreise in Saudi-Arabien und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Verhaftung könnte für politische Wellen sorgen, da sie die Integrität und Unabhängigkeit der thailändischen Justiz auf die Probe stellt. Der Premierminister unterstrich, dass der rechtliche Prozess unbeeinflusst und transparent verlaufen müsse, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Rechtssystem zu wahren.

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Chris Jomtien 13.06.24 01:10
Der Wolf im Chada Pelz
Der stellvertretende Innenminister Chada Thaised ist der sprichwörtliche Garant dafür dass sich die mafiösen Strukturen zumindest in absehbarer Zeit nicht ändern.
Seine Akte ist länger als die mancher Chicagoer Paten, aber trotz allem oder vielleicht gerade deshalb sitzt er fest im Sattel in der Regierung Strettas.
Wer sich näher informieren möchte findet einiges im Internet.
Ludwig Haugg 12.06.24 18:10
Der liebe Onkel mit der sehr dunklen Vergangenheit
Jeder,der die Vita des Herrn Chada ein wenig kennt,wird sich fragen,wie eine Person mit solch einem Register an Anklagen und Verwicklungen in dubiose Geschäfte zum stellvertretenden Innenminister ernannt werden konnte.Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind im Vergleich dazu Klosterzöglinge,Saubermänner und Vorbilder für demokratisches Denken
Laddawan Sukkon 12.06.24 14:30
Aber, aber .......
Der Onkel wird seinen Einfluss nicht machen, er könnte aber er tut es nicht.

Was für ein Rechtssystem ist dies; je nach Onkel knallt es - oder dann nicht - oder vielleicht doch? Gehe davon aus, dass der liebe Onkel natürlich nichts von dem, was er unternehmen könnte, auch unternimmt.

Den Jungen einmal richtig ins Loch stecken für Drogen, allenfalls für illegalen Waffenbesitz und wenn das wie der Rest abgehandelt wird, dann kann sich der Junge dann wieder in der Freiheit melden, wenn er zum Onkel avanciert ist.
Thailand Fan 12.06.24 13:40
Hoffentlich stellt sich nicht heraus, dass bei genauem Nachzählen und -wiegen die Drogenmenge gerade noch im legalen Bereich lag.
Ingo Kerp 12.06.24 13:00
Der Artikel liest sich wie ein Déjà-vu des Biden-Sohnes.
Ronaldo 12.06.24 11:30
Onkel Minister betet sich in Mekka die Seele aus
dem Leib und der Neffe ballert sich mit Chrystal die Rübe weg. Opium fürs Volk vs. Gepuderte Nasen - herrlich!
Dieser Fall ist ein weiterer Beleg dafür, wie heftig die Drogenwelle derzeit über das Land schwappt und vor niemandem und keiner sozialen Schicht halt macht.