Ministerin zu Trump-Aussagen: Österreicher leben nicht in Waldstädten

Die österreichische Bundesministerin für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Elisabeth Koestinger. Foto: epa/Julien Warnand
Die österreichische Bundesministerin für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Elisabeth Koestinger. Foto: epa/Julien Warnand

WIEN: Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über explosive Bäume und Waldstädte in Österreich haben Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) zu aufklärenden Hinweisen veranlasst. «Fast die Hälfte unseres Staatsgebietes ist von Wald bedeckt. Das sind Natur- und Kulturlandschaften, auf die wir sehr achten und mit besonderem Schutz versehen», so die Ministerin am Donnerstag. Die Art und Weise, wie in Österreich Wälder nachhaltig bewirtschaftet würden, sei weltweit anerkannt.

Es sei ihr wichtig gewesen, mit einer gewissen Ernsthaftigkeit auf die Äußerungen von Trump einzugehen. «Der Wald ist ein wichtiger Teil unserer Identität, auch wenn wir keine Waldstädte haben», so Köstinger, die in der Online-Ausgabe des britischen «Independent» in einem Gastkommentar auf Trump eingegangen war.

Der US-Präsident hatte im US-Sender Fox News angesichts der verheerenden Brände in Kalifornien die Alpenrepublik als Vorbild im Waldmanagement gepriesen. «Schauen sie sich Länder wie Österreich an. Sie leben im Wald, sie gelten als Waldstädte. So viele davon. Sie haben keine Feuer wie dieses hier. Und sie haben mehr explosive Bäume.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Francis Light 20.09.20 15:37
Österreicher leben in Waldstädten
Joa bist denn du debbard, sowas hab ich überhaupt noch nie gehört. Eigentlich eine schöne Vision.

Tatsache ist leider, dass Österreich Europameister in Flächenveriegelung und Zersiedelung ist.