Ministerien uneinig bei Metro-Ausbau

Die Erweiterung der U-Bahnlinie „Orange Line“ soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein, dennoch sind viele vertragliche Fragen zu klären. Foto: MRTA
Die Erweiterung der U-Bahnlinie „Orange Line“ soll im Jahr 2023 fertiggestellt sein, dennoch sind viele vertragliche Fragen zu klären. Foto: MRTA

BANGKOK: Trotz Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Verkehrs- und Finanzministerium betreffend der vertraglichen Betriebsoptionen der entstehenden westlichen Verlängerung der Orange Line, zeigt sich der Gouverneur der Mass Rapid Transit Authority (MRTA) zuversichtlich, dass das Projekt wie vorgesehen im Jahr 2023 fertiggestellt wird.

Während der stellvertretende Ministerpräsident Anutin Charnvirakul, der auch das Verkehrsministerium überwacht, eine vertragliche Aufteilung zwischen Hauptstrecke und Verlängerung favorisiert, plädiert das Finanzministerium dafür, dass das Projekt mit einem geschätzten Wert von 122 Milliarden Baht vertraglich als Ganzes umgesetzt wird. Eine Aufteilung bei der Vertragsvergabe würde Diversifikation begünstigen bzw. mehr Möglichkeiten für die Auswahl von Investoren und Betreibern schaffen, argumentiert das Verkehrsministerium. Das Finanzministerium hält dagegen, dass mit der Einzelvertragsvergabe Baukosten gesenkt werden können, da keine zusätzlichen Kosten aufgrund weiterer, „unnötiger Entwürfe“ entstehen. Auch Withun Hathaiwatthana, stellvertretender Geschäftsführer von Bangkok Expressway und Metro Plc (BEM), unterstützt die Haltung des Finanzministeriums. Als derzeitiger Betreiber der Blue Line des MRT kann BEM auf 15 Jahre U-Bahn-Erfahrung zurückblicken. Da 75 Prozent der neuen Gleise unterirdisch verlaufen sollen, ist das Unternehmen an einer Bewerbung für das Projekt interessiert. Nach Fertigstellung wird das Streckennetz der Orange Line 35,9 Kilometer umfassen und das Thailand Cultural Center mit Bang Khun Non am westlichen Ufer des Chao-Phraya-Flusses verbinden. 

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