Mindestens drei Touristen sterben bei Canyoning-Unfall

Ein Handout-Foto, zur Verfügung gestellt von der Kantonspolizei St. Gallen. Foto: epa/Handout
Ein Handout-Foto, zur Verfügung gestellt von der Kantonspolizei St. Gallen. Foto: epa/Handout

VÄTTIS: Bei einer Canyoning-Tour in der Schweiz sind vier spanische Touristen in ein Unwetter geraten und verunglückt. Drei der Männer wurden tot in der Parlitobel-Schlucht im Kanton St. Gallen entdeckt, ein vierter galt bis Donnerstagnachmittag als vermisst. Wie die Kantonspolizei mitteilte, waren die vier Männer am Mittwochnachmittag in die Schlucht hinabgestiegen, kurz bevor ein schweres Gewitter niederging. Zwei Frauen, die mit ihnen unterwegs waren, aber einen anderen Weg wählten, alarmierten die Retter.

Bei der anschließenden Großaktion, für die unter anderem Canyoning-Spezialisten von einem Helikopter aus per Seilwinde in die Schlucht abgesetzt wurden, fanden Rettungskräfte in der Nacht die Leichen der drei Männer nahe der Einmündung eines Stausees. «Der Fundort lässt darauf schließen, dass die Männer von Gesteins- und Wassermassen mitgerissen wurden», teilte die Polizei mit. Die Suche nach dem vierten Mann musste nachts wegen der Wetterbedingungen abgebrochen worden und wurde am Donnerstag fortgesetzt.

Die vier Männer im Alter von 30 bis 48 Jahren waren den Angaben zufolge Freunde aus Spanien, die mit den zwei Frauen regelmäßig Canyoning-Touren unternahmen. Dabei werden Schluchten durch Klettern, Schwimmen oder Abseilen durchschritten. Der Parlitobel, der von 3107 Metern über dem Meeresspiegel bis auf 1343 Meter absinkt, ist ein dafür bekannter Ort, der etwa in Schluchtenführern beschrieben wird.

Offen ist demnach, ob die Sportler die Gefahr hätten ahnen können. Laut Wetterdienst SRF Meteo waren zur Zeit des Unglücks lokal heftige Gewitter mit großen Regenmengen erwartet worden. Das Gewitter erreichte demnach Gefahrenstufe 2 von 3 nach europäischen Standards.

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