Merkel sieht keine Chance für deutschen EU-Kommissionspräsidenten 

Foto: epa/Stephanie Lecocq
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BRÜSSEL (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel räumt den Spitzenkandidaten der drei großen europäischen Parteienfamilien derzeit keine Chance auf den Posten des EU-Kommissionspräsidenten ein. «Für mich steht jetzt erstmal das Konsultationsergebnis von Donald Tusk fest, dass keiner dieser Spitzenkandidaten eine Mehrheit im Europäischen Rat hat. Und ich sehe im Augenblick nicht, dass sich an dieser Feststellung etwas ändern kann», sagte Merkel am Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel.

Für Merkels EVP war der CSU-Politiker Manfred Weber als Spitzenkandidat angetreten. Die Sozialdemokraten hatten den Niederländer Frans Timmermans ins Rennen geschickt und die Liberalen beanspruchen den Spitzenposten für die dänische Politikerin Margrethe Vestager.

EU-Ratspräsident Tusk war beim EU-Gipfel am Donnerstag nach intensiven Gesprächen mit den Staats- und Regierungschefs zu dem Schluss gekommen, dass es für keinen dieser Spitzenkandidaten eine Mehrheit gibt. Die Staats- und Regierungschefs haben das Vorschlagsrecht, das EU-Parlament muss aber zustimmen.

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