Miteinander kann man mehr gewinnen als gegeneinander

Foto: epa/Andreas Gora
Foto: epa/Andreas Gora

BERLIN (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz «sehr stark» für eine Weiterentwicklung multilateraler Strukturen einsetzen.

«Die Überzeugung, dass wir miteinander mehr gewinnen, als wenn wir gegeneinander arbeiten, steht zur Debatte», sagte sie in ihrer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. Sie werde sich dafür stark machen, dass diese Strukturen erhalten und weiterentwickelt werden. Angesichts neuer Konflikte und neuer Herausforderungen wie Terrorismus sei das Miteinandersprechen heute «mindestens genauso wichtig wie zu Zeiten des Kalten Krieges».

Die Münchner Konferenz wurde während des Kalten Krieges ins Leben gerufen. Sie ist das größte Expertentreffen zum Thema Sicherheitspolitik weltweit. Vom 15. bis 17. Februar werden bis zu 100 Minister und 40 Staats- und Regierungschefs erwartet. Unter den Rednern ist neben Merkel auch US-Vizepräsident Mike Pence. Aus den USA reist auch die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses und Trump-Kontrahentin Nancy Pelosi an. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte ab.

Konferenzchef Wolfgang Ischinger warnte vor dem Treffen in teils drastischen Worten vor einer wachsenden Unsicherheit in der Welt. «Die globale Ordnung löst sich auf», sagte er. Die Vorstellung einer internationalen Ordnung, die auf gemeinsamen Regeln und einem globalen Ordnungsgefüge gründe, könne man kaum mehr aufrechterhalten. Großmachtrivalitäten würden offenbar wieder stärker ausgetragen.

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Volker Picard 10.02.19 16:18
Schon erschreckend,
diese unglaubliche Naivität "multinationaler Struktur" anzustreben. Aus humaner Sicht sicher erstrebenswert, nur leider sprechen alle Fakten wie "Egoismus, Glaubensunterschiede, Kultur, Gleichberechtigung und Machtgeilheit" dagegen. Wir können froh sein, wenn Europa nicht zerfällt, demokratische Wahlen realisiert werden, den unteren sozialen Schichten geholfen wird (aber auch fordern, nicht nur saufen) und nach dem Brexit und dem Flüchtlingswahnsinn mit allen Folgen unser Europa noch in 10 Jahren existiert. Es ist doch einfach nur noch naiv: Jetzt fällt die Wirtschaftsleistung (warum wohl?), die irren Kosten unserer deformierten Infrastruktur können nicht realisiert werden, wir haben auch Parteien, die immer noch nicht realisieren, dass wir leider allen Menschen Afrika´s nicht helfen können, Gleichberechtigung für Muslim-Frauen ist ein Witz, Entwicklungshilfe hilft nicht den armen Menschen und wir leisten uns immer noch Frau Merkel. Die Auswanderer nach Thailand leiden schon jetzt über den Euro-Verfall (geht noch weiter, ca. 10 %) und haben immer weniger Baht, die Grünen in Deutschland (welcome nach Frau Roth) steigen weiter und quasseln so einen Schwachsinn (helft doch allen Menschen, fördern die Schlepper-Mörder) und die armen Engländer scheinen immer noch nicht die wirklichen Folgen des Brexit zu realisieren. Die Sicherheitskonferenz hat allerdings auch einen Vorteil: Sehr leckeres Essen, tolle intelligente Persönlichkeiten, und auf die Realität pfeifen.