China muss Verantwortung für friedliche Weltordnung tragen

Foto: epa/Toshifumi Kitamura
Foto: epa/Toshifumi Kitamura

TOKIO (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat China aufgefordert, mit seinem wachsenden globalen Anspruch auch mehr Verantwortung in der Welt zu übernehmen. China werde «mehr hineinwachsen müssen in die Verantwortung für eine friedliche Weltordnung», sagte Merkel am Dienstag bei einer Diskussion mit Studenten der japanischen Elite-Universität Keio in Tokio.

In der Debatte um den chinesischen Telekom-Riesen Huawei sagte Merkel, man müsse mit China darüber sprechen, «dass eben nicht die Firma einfach die Daten an den Staat abgibt, die verwendet werden, sondern dass man da Sicherheiten bekommt. Wenn man in Deutschland arbeitet, dass eben dann nicht der chinesische Staat auf alle Daten aller chinesischer Produkte zugreifen kann.» Über diese Fragen müsse weiter gestritten und geredet werden.

Es müssten mit China Wege gefunden werden, dass mit geistigem Eigentum «sorgsam und fair» umgegangen werde, sagte die Kanzlerin. «Je dominanter und je besser China wirtschaftlich entwickelt wird, umso mehr wird man an China in diesen Bereichen Anforderungen stellen.» Es gelte auch von europäischer Seite, «China deutlich zu machen, dass wir in den Beziehungen eine Reziprozität brauchen». Man wolle «auf Augenhöhe» mit China arbeiten, sagte die Bundeskanzlerin am zweiten und letzten Tag ihres Japan-Besuches.

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