Merck mit schwachem Jahresstart

Flüssigkristalle machen Probleme

Das Merck-Logo befindet sich außerhalb des Pharmaunternehmens in Darmstadt. Foto: epa/Armando Babani
Das Merck-Logo befindet sich außerhalb des Pharmaunternehmens in Darmstadt. Foto: epa/Armando Babani

DARMSTADT (dpa) - Der starke Euro macht Merck zunehmend zu schaffen. Im ersten Quartal musste der Pharma- und Spezialchemiekonzern einen Umsatz- und Ergebnisrückgang verkraften.

Dabei kämpfte das Unternehmen weiter mit Problemen im wichtigen Flüssigkristallgeschäft etwa für Smartphone-Displays, wo Merck Marktanteile an Konkurrenz aus China verliert. Auch für das Gesamtjahr bleibt Chef Stefan Oschmann vorsichtig und rechnet nun mit noch größeren Auswirkungen des starken Euros, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Darmstadt mitteilte.

In den ersten drei Monaten sank der Umsatz im Jahresvergleich um mehr als 4 Prozent auf knapp 3,7 Milliarden Euro. Das für Merck maßgebliche um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sackte gar um 18 Prozent auf gut eine Milliarde Euro ab - im Vorjahr hatte das Unternehmen aber auch von einem positiven Sondereffekt profitiert. Unter dem Strich ging der Gewinn zum Jahresstart um fast 35 Prozent auf 341 Millionen Euro zurück.

Merck konkretisierte zudem seine Prognose. Nachdem der Konzern jüngst den Verkauf seiner rezeptfreien Arzneien an den US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble besiegelt hat, werden für 2018 Erlöse in Höhe von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro aus dem fortgeführten Geschäft erwartet. Beim Betriebsergebnis erwartet Merck einen Rückgang, auch weil der starke Euro nun noch stärker belasten wird. Der Konzern erzielt große Umsätze in den USA, die bei der Umrechnung in die Heimatwährung so an Wert verlieren.

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