Mekongstaaten im Kampf gegen Drogen

Ein Patrouillenboot der Sicherheitskräfte im Einsatz gegen Drogenschmuggel auf dem Mekong. Foto: epa/Chaichan Chaimun
Ein Patrouillenboot der Sicherheitskräfte im Einsatz gegen Drogenschmuggel auf dem Mekong. Foto: epa/Chaichan Chaimun

THAILAND: Thailand und fünf weitere Länder in der Greater Mekong Subregion (GMS) – Kambodscha, China, Myanmar, Vietnam und Laos – haben den gemeinsamen Kampf gegen Drogenproduzenten in der Mekong-Region angekündigt.

Gemäß Niyom Toemsisuk, Generalsekretär des Narcotics Control Board (NCB), steht im Schwerpunkt der Zusammenarbeit die Entwicklung von Maßnahmen, mit denen verhindert werden soll, dass legal auf dem Markt erhältliche Chemikalien, die normalerweise in der Industrie zum Einsatz kommen, in die Hände von Syndikaten gelangen, die sie als Drogenausgangsstoffe verwenden.  Beispielsweise kommt Essigsäureanhydrid (AA) – ein wichtiger Ausgangsstoff in der Heroinproduktion – in vielen industriellen Prozessen zum Einsatz. So in der Herstellung von Kunststoffen, Textilien, Farbstoffen, Fotochemikalien, Parfums, Sprengstoffen und von Zigarettenfiltern. Die meisten dieser chemischen Substanzen werden laut Niyom aus China, Indien und anderen Ländern mit Leder- oder Pestizidindustrie über Thailand ins „Goldene Dreieck“ geschmuggelt, Hauptproduktionsstätte für illegale Drogen in Südostasien, wie Heroin und Methamphetamin.

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Ingo Kerp 14.12.19 13:20
Ein Kampf der dem von Don Quichotte gegen Windmühlen gleicht und in vielen Ländern ausgefochen wird. Biher hat er zu keinem durchschlagenden Erfolg geführt. Zuviele Großkopferte sind daran beteiligt und zuviele süchtige Verbraucher stehen dem gegenüber.