Neun Tote bei Seilbahnunglück

Foto: epa/Tino Romano
Foto: epa/Tino Romano

ROM: Die Gondel einer Seilbahn stürzt Hunderte Meter in die Tiefe. Es gibt Tote und Verletzte. Erst seit kurzem sind die Bahnen in der beliebten Urlaubsgegend wieder in Betrieb.

Neun Menschen sind nach Angaben von Rettungskräften bei einem Seilbahnunglück in Norditalien ums Leben gekommen. Demnach war eine der Gondeln der Bahn westlich des Lago Maggiore am Sonntag in die Tiefe gestürzt. Zwei Kinder in kritischem Zustand wurden der Bergrettung zufolge in eine Turiner Klinik geflogen. Wie es zu dem Absturz kam, war zunächst unklar. Die Seilbahn in der Region Piemont verbindet den Ort Stresa mit dem knapp 1500 Meter hohen Monte Mottarone.

Ein Foto der Feuerwehr zeigte die abgestürzte Kabine in einem schwer zugänglichen Waldstück. Medienberichten zufolge stürzte die Gondel unweit der Station ab. Laut der Nachrichtenagentur Ansa war die Seilbahn von 2014 bis 2016 überholt worden.

Liguriens Regionalpräsident Giovanni Toti drückte den Menschen im Piemont sein Beileid aus. Die Tragödie versetze einen in Trauer - an einem Sonntag, der eigentlich für die Hoffnung stehen sollte, schrieb EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni auf Twitter. Der Parteichef der rechten Partei Lega, Matteo Salvini, schrieb, es gebe keine Worte dafür.

Die Gegend um den Lago Maggiore ist bei Urlaubern beliebt. Erst seit Samstag dürfen in Italien die Seilbahnen wieder ihren Betrieb aufnehmen. Das hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi in Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen kürzlich beschlossen.

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