Mehr als 4000 Dorfbewohner durch Gewalt vertrieben

Als Erwiderung auf die mülltragenden Ballons des Nordens nimmt Südkorea seine Lautsprechersendungen wieder auf. Foto: epa/Allison Dinner
Als Erwiderung auf die mülltragenden Ballons des Nordens nimmt Südkorea seine Lautsprechersendungen wieder auf. Foto: epa/Allison Dinner

MEXIKO-STADT: Eine Welle der Gewalt erschüttert eine Gemeinde im Süden Mexikos. Häuser und Autos brennen, 4000 Menschen müssen fliehen. Präsident López Obrador spricht von einem Streit in einer Gemeinde.

Aufgrund eines gewaltsamen Konflikts in einer Gemeinde im Süden von Mexiko sind mehr als 4000 Dorfbewohner von Soldaten evakuiert und in zwei Notunterkünfte gebracht worden. Das teilte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Montag (Ortszeit) mit, nachdem örtliche Medien am Wochenende über Gewalt zwischen Drogenkartellen in der Ortschaft Tila im Bundesstaat Chiapas berichtet hatten.

Es gebe eine Auseinandersetzung zwischen Menschen aus der Gemeinde selbst, sagte López Obrador, ohne nähere Angaben zu den Motiven zu machen. «Wir versuchen, eine Einigung zu finden, damit sie in ihre Gemeinden und in ihre Häuser zurückkehren können und der Frieden wiederhergestellt wird», sagte der Präsident. Neben der Drogengewalt gibt es in der Region auch Landkonflikte.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden in Tila 17 Wohnhäuser und Geschäfte sowie 21 Fahrzeuge in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien tot in einem abgebrannten Geschäft gefunden worden. Sechs bewaffnete Männer wurden festgenommen. Die in Sicherheit gebrachten Erwachsenen und Kinder hatten sich Medienberichten zufolge aus Angst tagelang in ihren Häusern versteckt.

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