Massiver Betrug beim Tourismusprogramm

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) hat bei der Crime Suppression Division (CSD) eine Klage gegen fast 1.000 Geschäftsinhabern wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem staatlichen Zuzahlungsprogramm für Touristen eingereicht.

Laut dem stellvertretenden Leiter der CSD, Oberstleutnant Anek Taosuphap, betreffen die betrügerischen Praktiken das Programm „Rao Tiew Duay Kan" („Wir reisen gemeinsam“). Betrug wird 448 Hotels und 486 Geschäften landesweit vorgeworfen, hauptsächlich in den südlichen Provinzen. Der Schaden beläuft sich auf 1,7 Milliarden Baht. Menschen wurden von Geschäftsleuten dafür bezahlt, sich für das System anzumelden, damit diese vom Zuzahlungsprogramm profitieren konnten. Die CSD arbeitet mit der Krungthai Bank zusammen, um Maßnahmen zu entwickeln, die verhindern sollen, dass Menschen und Unternehmen das Programm ausnutzen.

Etwa 3,5 Millionen Menschen haben sich für das Programm registriert, das im Juli letzten Jahres eingeführt wurde. Es erlaubt den Teilnehmern, nur 60 Prozent der Hotelzimmerpreise zu zahlen, die Regierung übernimmt den Rest. Thailändische Touristen erhalten außerdem einen E-Voucher für andere Ausgaben im Wert von 600 Baht von Freitag bis Sonntag und 900 Baht von Montag bis Donnerstag. Thais bezahlen auch nur 40 Prozent des Preises für Flugtickets, bis zu 3.000 Baht pro Person.

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