Marionetten des großen Spiels

Eine Zuschrift zur Kolumne „Mit spitzer Feder – Die 68er“ (FA18/2018):

Wer die 68er erlebt hat und seine Mitkämpfer als Verräter bezeichnet ist selbst ein Verräter. Joschka Fischer hatte es wohlmöglich erkannt, worum es geht und war es satt gegen den Strom zu schwimmen, wie auch viele andere von uns. Er hat erkannt, dass wir, egal mit wie vielen Idealen, mit oder ohne Waffen, das große Geld nicht besiegen können. Er hat im Gegensatz zum Autor der „Spitzen Feder“ erkannt, dass sein Kumpel Schröder, Merkel oder der Zirkusclown aus den USA usw. alles Marionetten des großen Spiels sind. Leute, die unerreichbar, unantastbar und unsichtbar sind. Politiker sind nicht erst seit heute Karrieremenschen, sondern waren es schon immer gewesen. Anstatt seine „spitze Feder“ zu schwingen, sollte er selbst etwas tun oder uns wenigstens verraten, wen wir zu bekämpfen haben und wie.

Helmut Schulze

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 04.10.18 13:35
Herr Levi de Ruiter, da ich nicht erkennen konnte,
dass Ihr Kommentar auf den Leserbrief eingeht, teilen Sie zumindest mit, wo Sie den interessanten Text abgeschrieben haben.
Levi de Ruiter 04.10.18 10:59
Wer die Vergangenheit hofiert
hat die Gegenwart noch nicht erreicht und wird vor dem Verstehen der Zukunft bereits in der Vergangenheit verendet sein. Bevor ein Individuum, auch der Mensch seine geglaubte Existenz als selbst bestimmt, sich und seiner Umgebung versucht klarzumachen, sollten die Fakten, aus denen er diese Weisheit zieht überprüft werden, jeder wird feststellen, dem ist nicht so. Der Mensch kann außer seiner eigenen wertlosen Spezies rein gar nichts beherrschen. Nach dem keiner weiß was nach dem Verlassen der kurzfristig zum Leben benutzten und erweckten Hardware vonstattengeht, ist die eingebildete Lebenserwartung in dieser Hardware, als Momentan zu begreifen, wer sich in seiner momentanen Existenz als erhobene oder führende Spezies darstellt, und es für sich und seiner Selbstdarstellung braucht, wird von der Evolution in der Weiterentwicklung nach dem Verlassen der zur Verfügung gestellten Hardware aussortiert, und keiner weiteren Verwendung durch die Evolution zugeführt. Was sagt und das wer sein Geist in der zur Verfügung gestellten Hardware durch die materiellen Macht Strukturen klaubt erhöhen zu können, der ist einfach auf die primitivsten Prüfungen der Evolution und der kurzfristigen gier für werthaltigere ziele disqualifiziert worden, so gesehen, sind die Verwerfungen durch Gier und Meinungsunterdrückung und dem selbst auferlegten Strafanspruch mit dem Hintergrund andere zu unterdrücken wertlose Erscheinungen denen keine Evolutionäre Bedeutung beigemessen werden kann.
Jürgen Franke 03.10.18 14:44
Herr Schulze, es bleibt Ihnen selbstverständlich
unbenommen, Joschka Fischer als einen Ihrer Helden zu verehren. Das gelingt jedoch nur, wenn man die historische Tatsache unberücksichtigt lässt, dass er seine Partei 1999 zu einem Krieg, übrigens ohne UN Mandat, gegen Jugoslawien überredet hat. Er stand seinerzeit ganz unter dem Einfluss der amerikanischen Außenministern Albright, die unbedingt den Einfluss der Nato nach Osten erweitern wollte. Fischer hat grundsätzlich nicht mehr und nicht weniger erkannt, als alle anderen Politiker auch. Er war lediglich ein guter Rhetoriker mit einem nicht überragenden Intellekt.
Jürgen Franke 03.10.18 14:31
Herr Mueller, es ist leider ein weit verbreiteter
Irrtum zu glauben, dass Demokratie lediglich bedeutet, alle vier Jahre ein Kreuz zu machen. Mit Politik muss man sich leider jeden Tag beschäftigen. Es gibt, sofern man es will, ausreichend Parteien, denen man beitreten kann, um seine Meinung zu äußern. Aber wer macht das schon? Einfacher ist es selbstverständlich nicht zur Wahl zu gehen, damit man dann weiter rummeckern kann.
mar rio 03.10.18 13:34
oder uns wenigstens verraten, wen wir zu bekämpfen
...haben und wie. - Das gefällt mir immer am besten, wenn andere einem sagen sollen, was zu tun und zu lassen ist. Wenn nach dem großen Führer gerufen wird. Herr Schulze, denken Sie doch einmal selber darüber nach, was wann wo wie zu tun ist. Und wieso wollen Sie jemanden bekämpfen? Kooperieren Sie. Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, ist nicht schlimm, dann lassen Sie andere ran.