Marionetten des großen Spiels

Eine Zuschrift zur Kolumne „Mit spitzer Feder – Die 68er“ (FA18/2018):

Wer die 68er erlebt hat und seine Mitkämpfer als Verräter bezeichnet ist selbst ein Verräter. Joschka Fischer hatte es wohlmöglich erkannt, worum es geht und war es satt gegen den Strom zu schwimmen, wie auch viele andere von uns. Er hat erkannt, dass wir, egal mit wie vielen Idealen, mit oder ohne Waffen, das große Geld nicht besiegen können. Er hat im Gegensatz zum Autor der „Spitzen Feder“ erkannt, dass sein Kumpel Schröder, Merkel oder der Zirkusclown aus den USA usw. alles Marionetten des großen Spiels sind. Leute, die unerreichbar, unantastbar und unsichtbar sind. Politiker sind nicht erst seit heute Karrieremenschen, sondern waren es schon immer gewesen. Anstatt seine „spitze Feder“ zu schwingen, sollte er selbst etwas tun oder uns wenigstens verraten, wen wir zu bekämpfen haben und wie.

Helmut Schulze

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 04.10.18 13:35
Herr Levi de Ruiter, da ich nicht erkennen konnte,
dass Ihr Kommentar auf den Leserbrief eingeht, teilen Sie zumindest mit, wo Sie den interessanten Text abgeschrieben haben.
Jürgen Franke 03.10.18 14:44
Herr Schulze, es bleibt Ihnen selbstverständlich
unbenommen, Joschka Fischer als einen Ihrer Helden zu verehren. Das gelingt jedoch nur, wenn man die historische Tatsache unberücksichtigt lässt, dass er seine Partei 1999 zu einem Krieg, übrigens ohne UN Mandat, gegen Jugoslawien überredet hat. Er stand seinerzeit ganz unter dem Einfluss der amerikanischen Außenministern Albright, die unbedingt den Einfluss der Nato nach Osten erweitern wollte. Fischer hat grundsätzlich nicht mehr und nicht weniger erkannt, als alle anderen Politiker auch. Er war lediglich ein guter Rhetoriker mit einem nicht überragenden Intellekt.
Jürgen Franke 03.10.18 14:31
Herr Mueller, es ist leider ein weit verbreiteter
Irrtum zu glauben, dass Demokratie lediglich bedeutet, alle vier Jahre ein Kreuz zu machen. Mit Politik muss man sich leider jeden Tag beschäftigen. Es gibt, sofern man es will, ausreichend Parteien, denen man beitreten kann, um seine Meinung zu äußern. Aber wer macht das schon? Einfacher ist es selbstverständlich nicht zur Wahl zu gehen, damit man dann weiter rummeckern kann.
mar rio 03.10.18 13:34
oder uns wenigstens verraten, wen wir zu bekämpfen
...haben und wie. - Das gefällt mir immer am besten, wenn andere einem sagen sollen, was zu tun und zu lassen ist. Wenn nach dem großen Führer gerufen wird. Herr Schulze, denken Sie doch einmal selber darüber nach, was wann wo wie zu tun ist. Und wieso wollen Sie jemanden bekämpfen? Kooperieren Sie. Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, ist nicht schlimm, dann lassen Sie andere ran.
werner mueller 03.10.18 13:12
Endlich Demokratie lernen
Eigentlich ist es ziemlich einfach; Den gesunden Menschenverstand einschalten, sich nicht von der, oft manipulierten, deutschen Alltagsmedien berieseln lassen, sich über verschiedene auch internationale Medien informieren und anschliessend die Partei wählen, welche meiner Ueberzeugung nach am Besten meine Werte wiedergibt. Leider besteht die Demokratie in Deutschland oft nur aus 2 Kreuzlein alle 4 Jahre, damit die grossen Altparteien weiterwursteln wie gehabt, aber es gibt auch eine Partei, welche wieder näher zum Volk will... Jedes Volk hat die Politiker welche es verdient.....