Proteste gegen chinesische Muschelernte

Immer wieder entflammen in Manila Proteste betreffend dem Territorialstreit zwischen China und den Philippinen im Südchinesischen Meer. Foto: epa/Dennis M. Sabangan
Immer wieder entflammen in Manila Proteste betreffend dem Territorialstreit zwischen China und den Philippinen im Südchinesischen Meer. Foto: epa/Dennis M. Sabangan

MANILA (dpa) - Im Streit um ein von mehreren Staaten beanspruchtes Gebiet im Südchinesischen Meer haben die Philippinen gegen China protestiert.

Der Inselstaat wirft Peking vor, in großem Stil Riesenmuscheln am Scarborough-Riff abernten zu lassen, wie der philippinische Außenminister Teodoro Locsin Junior am Dienstag mitteilte. Sein Land habe die Protestnote verfasst, nachdem philippinische Fischer chinesische Schiffe bei einer «Massen-Ernte» der Muscheln am Riff beobachtet hätten. Manila erwäge rechtliche Schritte, erklärte der Minister.

In dem Seegebiet gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Spannungen wegen des wachsenden Einflusses Chinas in der Region. Auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Brunei und Taiwan beanspruchen Gebiete im Chinesischen Meer, in dem große Rohstoffvorkommen vermutet werden. Das Riff, von China Huangyan genannt, liegt 230 Kilometer westlich der Philippinen und 870 Kilometer von der chinesischen Küste entfernt. 2012 eskalierte dort der Territorialstreit, als es zur Konfrontation zwischen chinesischen Aufklärungsschiffen und der philippinischen Marine kam.

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