Abschlussbericht zu MH370 im Juli

Foto: epa/Fazry Ismail
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KUALA LUMPUR (dpa) - Mehr als vier Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden von Flug MH370 will Malaysia im Juli einen Abschlussbericht veröffentlichen. Dies kündigte der Verkehrsminister des südostasiatischen Landes, Loke Siew Fook, am Mittwoch in Kuala Lumpur an. Zugleich bestätigte er Angaben der privaten US-Firma Ocean Infinity, wonach auch die vorläufig letzte, privat finanzierte Suche nach dem Flugzeug ohne Erfolg blieb.

Die Nachforschungen nach dem Rumpf der Boeing 777 und den 239 Menschen an Bord war am Dienstag eingestellt worden. Die Maschine der malaysischen Fluggesellschaft Malaysia Airlines war im März 2014 aus ungeklärter Ursache plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Der Fall gehört zu den größten Rätseln der Luftfahrtgeschichte. Vermutet wird, dass das Wrack in mehreren Kilometern Tiefe auf dem Grund des südlichen Indischen Ozeans liegt.

Malaysias neue Regierung legte sich allerdings noch nicht endgültig auf einen Veröffentlichungstermin fest. Der Minister sagte nur, der Bericht werde «hoffentlich» im Juli vorgestellt werden können. Bei den Angehörigen war die Einstellung der Suche auf Protest gestoßen. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf einem Zufallsfund - oder darauf, dass eine spätere Suche mit neuer Technik mehr Erfolg hat.

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