Makeiev: Werden noch weitere russische Gräueltaten entdecken

Berlin ist die Hauptstadt und größte Stadt Deutschlands. Foto: Pixabay/Fabian Holtappels
Berlin ist die Hauptstadt und größte Stadt Deutschlands. Foto: Pixabay/Fabian Holtappels

BERLIN: Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine befürchtet der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, dass sein Land noch weitere Gräueltaten entdeckt.

«Der Krieg dauert eigentlich zehn Jahre. Da können sie sich vorstellen, was für Gräueltaten wir noch entdecken werden, nachdem wir die von Russland besetzten Gebiete befreien und wie viele Butschas wir noch feststellen müssen», sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Die Ukraine habe schon jetzt mehr als 120.000 Fälle von mutmaßlichen Kriegsverbrechen registriert, die man nun untersuchen müsse.

Die Ukraine verteidigt sich seit zwei Jahren gegen eine russische Invasion. Kämpfe gibt es im Osten des Landes seit 2014, nachdem sich von Moskau unterstützte Separatisten in den Gebieten Luhansk und Donezk von Kiew lossagten.

Man sei noch immer in einem der brutalsten Kriege, die Russland gestartet hat, betonte der Botschafter. «Wir sind immer noch in der Phase, in der jeden Tag leider viele, viele Soldatinnen und Soldaten ihr Leben opfern - und in der leider auch Zivilisten getötet werden.»

Der deutschen Regierung dankte er für die bisherige Unterstützung: Deutsche Waffen hätten von Anfang an ukrainische Leben gerettet, sagte Makeiev. Das von Deutschland gelieferte Luftabwehrsystem Iris-T etwa sei der Grund dafür, dass viele seiner Freunde oder auch seine Mutter in Kiew noch lebten.

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