Macron weiht Denkmal für getötete Soldaten ein

Foto: epa/ Ludovic Marin
Foto: epa/ Ludovic Marin

PARIS (dpa) - 101 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ein neues Denkmal für getötete Militärs eingeweiht. Es erinnert an 549 Soldaten, die seit 1963 bei Auslandseinsätzen starben. Frankreich werde weiter seine Werte verteidigen und seine Feinde bekämpfen, sagte Macron am Sonntag in Paris. Der 41-Jährige tritt auch für eine stärkere europäische Verteidigung ein.

Die Armeeangehörigen fielen im Libanon, in Afghanistan, im Tschad oder in Mali. Frankreich kämpft im Sahel-Gebiet und im Nahen Osten gegen den islamistischen Terrorismus. Allein im afrikanischen Sahel-Gebiet sind nach früheren Angaben rund 4500 Soldaten im Einsatz.

Eine öffentlich zugängliche Bronzeskulptur in einem Park im Süden der Hauptstadt zeigt sechs Armeeangehörige - eine Frau und fünf Männer -, die mit ernster Miene einen imaginären Sarg tragen. Das Denkmal sei im Land einmalig, sagte Macron. Zuvor hatte er bereits einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten unweit des Triumphbogens niedergelegt. Der 11. November ist in Frankreich ein Feiertag.

Vor genau einem Jahr hatte Macron anlässlich des Jahrestages rund 70 Staats- und Regierungschefs zu einer großen Feier eingeladen. Unter ihnen waren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump.

Der Erste Weltkrieg gilt als ein Wendepunkt der neueren Geschichte. Große Mächte wie das Deutsche Reich zerbrachen. Es starben fast neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten. Der Waffenstillstand mit Deutschland war am 11. November 1918 in einem Wald bei Compiègne unterzeichnet worden.

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aurel aurelis 13.11.19 21:06
Denkmale
Es gab und gibt noch Denkmale für die Legion. Wichtiger sind auch da die Erinnerungen in den Köpfen und Seelen. Sicherlich werden viele der Auslandseinsätze von Legionären bestritten. Das ist ja auch der Grund warum die Sonderabteilung des Armeeministeriums beibehalten wird. Der Präsident der Republik braucht rechtlich "niemand" zu fragen wo er Legionäre einsetzt. Fachlich verfügt er natürlich über Offiziere.
Ingo Kerp 13.11.19 13:33
Bei Ehrungen des franzoesischen Militärs weiß man nie, gilt dies den gebürtigen Franzosen oder Ausländern der Legion Etrangere. Wie auch immer, ein Zeichen der Anerkennung ist es allemal.