Machbarkeitsstudie für Tram-System

Foto: The Nation
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PHUKET: Die Mass Rapid Transit Authority of Thailand (MRTA) wurde am Freitag vom Verkehrsministerium angewiesen, den seit vielen Jahren bestehenden Plan zum Bau eines Straßenbahnsystems auf Phuket einer erneuten Überprüfung zu unterziehen, damit die steigenden Baukosten bewältigt werden können.

Das Projekt wird eine 42 km lange Strecke vom internationalen Flughafen Phuket bis zur Chalong-Kreuzung umfassen und soll den Pendlerverkehr zu einem vernünftigen Preis erleichtern.

Das Verkehrsministerium hat die MRTA zur erneuten Überprüfung des Nahverkehrsprojekts aufgefordert, weil es der Meinung ist, dass gummibereifte Elektrofahrzeuge anstatt schienengebundenen Straßenbahnen bis zu 15,28 Milliarden Baht an Baukosten einsparen und die Bauzeit erheblich verkürzen könnten sowie Pendlern günstigere Fahrpreise bieten würden.

Eine Quelle informierte die thailändische Tageszeitung „The Nation“, das Ministerium habe die MRTA angewiesen, das Projekt unter Berücksichtigung der aktuellen Situation zu überprüfen und die Investitionskosten so weit wie möglich zu senken, damit die Bürger das öffentliche Verkehrsmittel für 20 bis 40 Baht pro Fahrt nutzen können.

Das Ministerium fügte hinzu, dass die MRTA auch angewiesen wurde, mit dem Highways Department die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung von Autobahnflächen zu erörtern. Mit dieser Maßnahme könnten die Baukosten für Tunnel und Hochstraßen erheblich gesenkt werden.

„Die Baukosten für Tunnel und Hochstraßen sind recht hoch und würden die Fahrpreise in die Höhe treiben“, so das Ministerium. Es fügte hinzu, dass steigende Fahrpreise die Bürger dazu veranlassen würden, auf andere öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen, weshalb es der MRTA rät, feste Richtlinien für die Höhe der Fahrpreise zu entwickeln, dessen Berechnungsgrundlage – wie in den Zügen der Bangkok Metro – die Zahl der Stationen sein sollte. Die Fahrpreise sollten je nach Zone erhoben werden, da die Pendler in Phuket keine Kurzstreckenfahrten bevorzugen würden, hieß es weiter.

MRTA-Gouverneur Pakapong Sirikantramas bestätigte der Presse, dass die MRTA der Aufforderung des Verkehrsministeriums nachkäme und eine Machbarkeitsstudie für den Einsatz gummibereifter Elektrofahrzeuge durchführen werde, damit die Baukosten gesenkt werden können.

„Darüber hinaus führt die MRTA Gespräche mit dem Highways Department, um die gemeinsame Nutzung von Autobahnflächen in Übereinstimmung mit der Politik des Verkehrsministeriums zu untersuchen. Wir erwarten, innerhalb von zwei Monaten zu einem Ergebnis zu kommen“, informierte Khun Pakapong.

Er sagte, der MRTA-Vorstand werde die im überarbeiteten Plan enthaltenen Investitionen prüfen, bevor er dem Ausschuss für öffentlich-private Partnerschaften einen Vorschlag unterbreitet. Er rechnet auch damit, dass das Ausschreibungsverfahren noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann.

„Derzeit müssen wir wieder bei null anfangen, damit die Kosten gesenkt und die Fahrpreise angemessener gestaltet werden können“, betonte der MRTA-Gouverneur. „Darüber hinaus werden wir Möglichkeiten prüfen, wie wir Einnahmen erzielen können, indem wir Personenbahnhöfe zur kommerziellen Mischnutzung freigeben“, fügte er hinzu.

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Dieter Goller 15.05.22 13:00
Machbarkeitsstudie, die n-te
Anstatt schienengebundener Strassenbahnen "gummibereifte Elektrofahrzeuge" zu verwenden, sollte unter dem Kostenaspekt die naheliegenste Alternative darstellen. Ob diese Elektrobusse dann per Oberleitung oder Batterie betrieben werden, ist die "Gretchenfrage".
Aber was und wie auch immer in Betracht kommen wird, fuer alle Loesungen duerfte Voraussetzung sein, dass das groesste Hindernis inform der "Taximafia" bereits in der Machbarkeitsstudie "angemessen" angegangen wird.