Maas warnt vor Flächenbrand im Nahen Osten

Foto: epa/Hayoung Jeon
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BERLIN (dpa) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat vor einem Flächenbrand im Nahen Osten bei einem Scheitern aller Rettungsversuche für das Atomabkommen mit dem Iran gewarnt.

Das würde auch ernste Folgen für die Sicherheit in Europa mit sich ziehen, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag. «Wir müssen und wir werden alles tun, um eine militärische Eskalation zu verhindern», sagte Maas.

Der Iran hatte ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem mühsam ausgehandelten Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe vor einer Woche angekündigt, sich nun auch nicht mehr an einzelne Vereinbarungen halten zu wollen. Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte den verbliebenen Partnern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um doch noch zu ermöglichen, dass der Iran wieder von versprochenen Sanktionserleichterungen profitiert.

Seitdem haben die Spannungen zwischen den USA und Iran massiv zugenommen, und es wird offen über eine Kriegsgefahr diskutiert. Das US-Verteidigungsministerium hatte zuletzt unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten entsandt und dies damit begründet, dass es Hinweise darauf habe, dass der Iran Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne.

Maas nannte die Lage «ausgesprochen ernst» und appellierte an die USA, an einer diplomatischen Lösung mitzuarbeiten. «Wir glauben nicht, dass uns eine unilaterale Strategie des maximalen Drucks wirklich weiterbringt», sagte er. «Maximaler Druck birgt immer die Gefahr auch einer unbeabsichtigten Eskalation.»

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