Luftwaffen-Jet hat Probleme bei Landung

BERLIN (dpa) - Der Flughafen Berlin-Schönefeld ist vorübergehend geschlossen. Grund dafür ist ein Jet der deutschen Bundeswehr. Die Maschine der Flugbereitschaft hat eine Funktionsstörung.

Ein Jet der Flugbereitschaft der deutschen Bundeswehr ist nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt und hat auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld Probleme bei der Landung gehabt.

«Die Maschine hatte mit beiden Tragflächen Bodenberührung. Und eine kontrollierte Landung war nicht mehr möglich», sagte ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin.

«Es waren keine Passagiere an Bord», sagte der Sprecher. Die Crew werde in einem Bundeswehrkrankenhaus medizinisch untersucht. Ob es Verletzte gab, blieb unklar.

Das Flugzeug ist den Angaben zufolge vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier, mit dem auch Regierungsmitglieder reisen. An Bord habe sich kein Politiker befunden, hieß es.

Das Flugzeug war nach den Worten des Luftwaffen-Sprechers für eine Wartung in Schönefeld. Es war eigentlich auf dem Weg nach Köln, wo es stationiert ist. Warum das Flugzeug kehrtmachen musste, blieb unklar. Der Sprecher sprach zunächst nur von Funktionsstörungen.

Der Flughafen bleibt voraussichtlich bis zum Mittag geschlossen. Das Flugzeug solle umgehend abtransportiert werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Dienstagvormittag.

Danach müsse die Start- und Landebahn auf Schäden und gefährliche Gegenstände kontrolliert werden. Er rechne mit einer Wiedereröffnung der Bahn gegen Mittag. Die betroffenen Passagiere mussten sich in Geduld üben, da zunächst keine Starts möglich waren. Die Landungen wurden laut DFS sämtlich nach Berlin-Tegel umgeleitet.

Die Flugbereitschaft der deutschen Bundeswehr hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker.

Ende Februar saß Außenminister Heiko Maas in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Gerd Müller in Afrika. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag.

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