Lopburi kämpft weiter gegen Affenplage

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

LOPBURI: Die Stadt Lopburi steht vor einer großen Herausforderung: Die Überbevölkerung von wilden Makaken, die nicht nur historische Stätten besetzen, sondern auch Einwohner und Touristen bedrohen. Der Bürgermeister, Chamroen Salacheep, kündigte an, dass die Makakenfänger sich nun auf die beiden berühmtesten Orte der Stadt konzentrieren werden: die Ruine Phra Prang Sam Yot aus dem 13. Jahrhundert und den Phra Kan-Schrein.

Bisher waren die Bemühungen, die Affen aus der Innenstadt zu vertreiben, aufgrund von Platzmangel in den vorhandenen Käfigen begrenzt. „Wir haben die Affen in diesen Gebieten noch nicht gefangen, weil wir nicht genug Käfige haben“, erklärte Chamroen. Die Stadt und die Provinz arbeiten jedoch daran, drei große neue Käfige zu errichten, um den gefährlichen Primaten, die bekannt dafür sind, unvorsichtige Touristen anzugreifen und lokale Geschäfte zu überfallen, Herr zu werden.

Seit dem Beginn der Aktion Mitte Mai wurden bereits 1.191 Langschwanzmakaken eingefangen. Von diesen werden 1.038 von der Stadtverwaltung betreut, während der Rest in anderen Einrichtungen untergebracht wurde. Die intensive Fangaktion hat in den betroffenen Gebieten bereits für Erleichterung gesorgt, und der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass die Stadt bis zum Jahresende frei von herumstreunenden Affen sein wird.

Die Problematik der Makaken in Lopburi ist nicht nur ein lokales Sicherheitsrisiko, sondern beeinträchtigt auch die touristische Attraktivität der historischen Stätten. Viele Besucher zögern, Orte wie den Phra Prang Sam Yot zu besuchen, da sie durch Berichte über aggressive Affen abgeschreckt werden.

Um die große Zahl der gefangenen Tiere zu versorgen, ruft die Stadtverwaltung zu Futterspenden auf und organisiert regelmäßige Futterlieferungen. Das Wat Sao Thong Thong im Bezirk Mueang hat sich dieser Initiative angeschlossen und veranstaltet jeden Sonntag eine Zeremonie, bei der die Gemeinde Obst, Gemüse und andere Lebensmittelreste für die Makaken spenden kann.

Mit der anhaltenden Unterstützung der Gemeinde und der erneuten Aufmerksamkeit der Fänger auf die problematischsten Gebiete hofft Lopburi, seine kulturellen Schätze wieder sicher und zugänglich zu machen und gleichzeitig das Wohlergehen der städtischen Makakenpopulation zu gewährleisten.

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Muhammad Al-Batrayni 20.06.24 03:20
Maßlos uebertrieben
War im Maerz dort. Ja, viele Affen beim Tempel und am Markt, aber gefaehrlich? Nein. Ja, aergerlich fuer die Markthaendler, arum sollte man auch etwas tun. Aber so uebertrieben, wie das immer dargestellt wird, ist es nicht.

Thailand sollte lieber etwas gegen die strenenden Hunde mit Tollwutgefahr unternehmen.