Lopburi-Affen: Umsiedelung begonnen

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

LOPBURI: In der Provinzhauptstadt Lopburi in der Zentralregion von Thailand haben die Behörden am Mittwoch (15. Mai 2024) mit der Umsiedlung der ersten Gruppe von Makaken begonnen.

Die Affen hatten bisher das Stadtzentrum besetzt, wodurch Fußgänger gefährdet und Geschäfte zum Stillstand gebracht wurden. In einer ersten Aktion wurden 25 Tiere in eine speziell eingerichtete Auffangstation im Tambon Po Kao Ton, Bezirk Mueang, gebracht.

Die Station ist mit drei großen Gehegen ausgestattet, wobei die Makaken in das innerste dieser Gehege umgesiedelt wurden. Dort erhalten sie natürliche Nahrung wie Blätter, um sie schrittweise von der menschlichen Nahrung zu entwöhnen, die sie bisher von Touristen und Einwohnern erhalten oder gestohlen hatten. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Plans des Department of National Parks, Wildlife, and Plant Conservation (DNP), der darauf abzielt, die Stadt von den rund 2.200 in ihr lebenden Makaken zu befreien.

An der Umsiedlungsaktion nahmen mindestens 50 Beamte der lokalen Verwaltung und des DNP teil. Sie fand in der Nähe des Asia Hotels und des König-Narai-Palastes statt. Laut Dr. Pattaraphon Maneeon, Leiter des Wildtierschutzbüros, soll mit dem Test des dritten Geheges geprüft werden, ob es stabil ist und den Affen ein geeignetes Lebensumfeld bieten kann. Um die Tiere leichter identifizieren zu können, wurden sie mit Farbmarkierungen auf der Brust versehen.

Die Tiere wurden zudem medizinisch untersucht und falls nötig sterilisiert, um die Population kontrollieren zu können. Die neue Anlage bietet nicht nur ausreichend Platz für Bewegung, sondern auch die Möglichkeit, die Tiere schrittweise wieder in eine natürlichere Umgebung zu integrieren. Nach einer Woche wollen die Beamten die Bedingungen in den Gehegen evaluieren und über mögliche Verbesserungen entscheiden.

Die Anlage in Po Kao Ton hat die Kapazität, bis zu 3.000 Affen zu beherbergen. Der Bürgermeister von Lopburi, Jamroen Salacheep, betonte jedoch, dass weitere Mittel benötigt werden, um Futter für die Makaken zu kaufen und die Anlage zu unterhalten. Die Öffentlichkeit hat bereits Futter gespendet, doch es wird weiterhin Unterstützung gebraucht, um die langfristige Pflege und Integration der Affen sicherzustellen.

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Seppe Toneli 16.05.24 11:10
Wie war das nochmal …
… mit dem in Lopburi alljährlich ausgerichteten ‚Festmahlbuffet‘ für diese Affen?