Wettbewerbsbehörde gegen Figma-Übernahme durch Adobe

Das Adobe Logo ist auf einem Stand während der NAB Show 2018 im Las Vegas Convention Center in Las Vegas zu sehen. Foto: epa/Andrew Gombert
Das Adobe Logo ist auf einem Stand während der NAB Show 2018 im Las Vegas Convention Center in Las Vegas zu sehen. Foto: epa/Andrew Gombert

LONDON: Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hat die Übernahme der Web-Design-Plattform Figma durch den Software-Anbieter Adobe vorerst abgelehnt. Der Deal würde wahrscheinlich der Innovation von Software schaden, die von der überwiegenden Mehrheit der digitalen Designer in Großbritannien verwendet wird, teilte die Competition and Markets Authority (CMA) am Dienstag in einer vorläufigen Entscheidung mit.

«Adobe und Figma sind zwei der weltweit führenden Anbieter von Software für App- und Webdesigner, und unsere bisherige Untersuchung hat ergeben, dass sie enge Konkurrenten sind», sagte die Chefin der zuständigen CMA-Untersuchungskommission, Margot Daly. «Dieser geplante Deal hat daher das Potenzial, Auswirkungen auf die digitale Designbranche im Vereinigten Königreich zu haben, indem er die Auswahl, die Innovation und die Entwicklung neuer wettbewerbsfähiger Produkte einschränkt.»

Die EU-Kommission hatte bereits im Sommer eine Prüfung wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung eingeleitet.

Adobe hatte im vergangenen September angekündigt, Figma zu einem Kaufpreis von rund 20 Milliarden US-Dollar (aktuell 18,26 Mrd Euro) übernehmen zu wollen. Figma wurde 2012 gegründet, das Start-up ist auf Software-Tools zum Erstellen von Web-Designs spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen nach eigenen Angaben große Tech-Unternehmen wie Airbnb, Slack und Netflix.

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