Lokale mit Alkoholverkauf müssen neue Lizenz beantragen

Foto: Picture Alliance
Foto: Picture Alliance

PHUKET: Es ist eine unendliche Geschichte: Zuerst wurden alle Bars und Unterhaltungsbetriebe in Thailand geschlossen, in denen Alkohol verkauft wurde. Dann hieß es, diese Betriebe könnten wieder öffnen, aber nicht als Barbetrieb mit Alkoholausschank, sondern als Restaurants, die wiederum bis 23.00 Uhr Alkohol verkaufen dürfen. In Phuket müssen Unterhaltungslokale, die ursprünglich eine Barlizenz für den Verkauf von Alkohol hatten, dann aber eine Lizenz für den Verkauf von Speisen erhielten – damit sie Alkohol verkaufen können – nun eine neue Lizenz für den Verkauf von Alkohol für Barbetriebe beantragen, die zu Restaurants umgewandelt wurden.

Phukets Vizegouverneur Pichet Panapong kündigte an, dass Bars, die als Restaurants wiedereröffnet wurden, sich nun registrieren lassen müssen, um eine neue Genehmigung für den Ausschank von Alkohol in ihren Betrieben zu erhalten.

Auf einer Sitzung am Mittwoch der Phuket Provincial Hall wurde die neue, von Phukets Gouverneur Narong Woonciew unterzeichnete Verordnung bekanntgegeben, nach der Lokale, die die neue Lizenz erhalten, bis 23.00 Uhr Alkohol verkaufen dürfen. Die Lizenzen werden jedoch nur an Lokale vergeben, die die neuesten Covid-19-Sicherheitsbestimmungen erfüllen, wobei die Gesundheitsbehörden zunächst bestätigen müssen, dass sie die „Thai Stop Covid 2 Plus“- sowie die „SHA+“-Auflagen einhalten.

Zwar werden diese Anforderungen in der Praxis bereits seit Monaten befolgt, sie treten jedoch erst mit dieser neuen Genehmigung offiziell in Kraft, so der Gouverneur. Zusätzlich zu den obligatorischen Covid-19-Regeln wie soziale Distanzierung, Nasen-Mund-Schutz-Pflicht und Hände-Desinfektion muss das gesamte Personal vollständig gegen Covid-19 geimpft sein und einmal wöchentlich einen Antigentest absolvieren.

Qualifizierte Lokale können sich mit einem dreiseitigen Antrag bei einem der drei offiziell benannten Bezirksämter in Thalang, Kathu (zu dem Patong gehört) und Mueang (zu dem Chalong, Karon, Kata, Phuket Town, Rawai und Wichit gehören) bewerben. Vizegouverneur Khun Pichet erläuterte gegenüber der Presse das Beantragungsverfahren zur Erteilung der Genehmigung: „Unterhaltungsbetriebe wie Kneipen, Bars und Karaoke-Lokale, die in ein Restaurant umgewandelt werden möchten, müssen eine Genehmigung beim District Disease Control Operations Center beantragen. Das District Disease Control Operations Center führt dann die vom Gesundheitsministerium geforderten Standardinspektionen durch. Anschließend erteilt der Ausschuss für übertragbare Krankheiten der Provinz Phuket dem jeweiligen Restaurant, das die Standards erfüllt, die Genehmigung zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs.“

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Heinz Bergmann 27.01.22 16:10
Die Beurteilung von Politikern
erfolgt hier offensichtlich nach Anzahl und Schweregrad der bürokratischen Hürden, die sie für Betriebe und Tourismus aufbauen !
Norbert Kurt Leupi 27.01.22 16:00
Logik....
ist eigentlich einfach , aber nur für diejenigen , die logisch denken können !
Dieter Krebs 27.01.22 16:00
Ich kann mich köstlich amüsieren, dass es so viele Parallelen zu Deutschland gibt. Thailand bestand aus zwei Welten, was den Tourismus betrift. Es gibt die traditionelle Welt mit Bauten und Kultur und es garb die Unterhaltungszentren wie Patong Banglaroad oder Phuket etc. und ich bin mir sicher , dass dieser Bereich den größten Anteil an Geld eingespült hat ubnd viele Thailänderernährt hat.

Es ist doch wirklich sowas von egal ob ich nun statt bis 21:00 Uhr für 2 Stunden länger den Ausschank erlaube. Dem buisness schadet die Verkürzung definitiv. Und ich bin mir sehr sicher , dass das Virus sich darum einen Dreck schert ob es 21 oder 23 Uhr ist.

Schlim ist dass die thailändischen Behörden den eigenen Landleuten erneut Schaden zu fügen und diese Abzocken , sowie auch Touristen abschrecken die nicht dem Kulturellen verfallen sind.

Sei es wie es ist , Deutschland ist überall !

Bleibt alle gesund.
Uli 27.01.22 15:30
Denn sie wissen nicht was sie tun.......
Der Titel eines amerikanischen Spielfilms mit James Dean kommt dem wohl am nächsten was die dafür zuständigen Stellen mal wieder entschieden haben. Also zum allgemeinen Verständnis......Die Bars haben sich eine Genehmigung ausstellen lassen das sie Essen verkaufen dürfen und damit wohl jetzt nach Thailändischem Verständnis ein Restaurant sind. Aber warum braucht ein Restaurant eine Genehmigung um Alkohol auszuschenken?!? Fragen über Fragen.....
Ingo Kerp 27.01.22 15:00
Ideenreich sind die Behoerden definitiv, was das Generieren von Geldern anbelangt. Einfach mal eine neue Lizenz ausstellen, wer hätte sowas gedacht?
Urs Widmer 27.01.22 14:30
Da kriegt man nur schon beim Durchlesen Kopfschmerzen. Die Gastrobetriebe haben es tatsächlich nicht einfach. Dauernd Änderungen und neue Auflagen, ohne klare Strategie. Das macht eine Planung fast unmöglich.
Norbert Schettler 27.01.22 14:30
Joerg
Muss und kann man auch nicht, ich frage mich inzwischen, ob es am Alter liegt. An meinem natürlich.
Norbert Mayer 27.01.22 12:50
Das zermürbst die Branche - Thai wie ACHD
Diese immer wieder wechselnden Auflagen (wie auch in ACHD) zermürben eine ganze Branche, aber auch besuchswillige Thailand-Touristen, die ja nie wissen, was sie vor Ort tatsächlich erwartet. An einen Aufschwung glaube ich so nicht. Anpassung ist wichtig, aber auf längere Sicht und mehr berechenbar.
Georg Meyer 27.01.22 12:10
Mehr braue Umschläge fuer die Stadtangestellten