Lieferdienste verzichten auf persönliche Übergabe

Um die Gesundheit ihrer Auslieferungsfahrer zu schützen, wird von immer mehr Anbietern auf die persönliche Übergabe verzichtet. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Um die Gesundheit ihrer Auslieferungsfahrer zu schützen, wird von immer mehr Anbietern auf die persönliche Übergabe verzichtet. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Während die meisten Gewerbetreibenden unter den Folgen der neuen Corona-Welt leiden, in der sich die Menschen nicht mehr frei bewegen und ihre Shoppinggelüste ausleben können, ist die Zustellbranche so beschäftigt wie nie zuvor.

Damit ihre Lieferdienstmitarbeiter gesund bleiben, wenn sie von Haus zu Haus und von Büro zu Büro eilen, um bestellte Speisen auszuliefern, rufen zwei der größten Lieferdienste für Speisen in Bangkok ihre Kunden auf, auf jeglichen physischen Kontakt bei der Entgegennahme der Bestellung zu verzichten. Das bedeutet, dass die Kunden ihren Rechnungsbetrag online bereits bei der Aufgabe der Bestellung begleichen sollen, damit die Boten die bestellten Mahlzeiten vor die Haus-/ Wohnungstür oder in der Lobby hinterlegen können. Bezüglich der betriebsinternen Schutzmaßnahmen informiert Bangkoks Marktführer Foodpanda, dass alle Motorräder zur Auslieferung regelmäßig desinfiziert und die Transporttaschen der Fahrer sterilisiert werden, während den Mitarbeitern auferlegt wird, sich häufig die Hände zu waschen und unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, wenn sie sich nicht wohl fühlen.

GrabFood praktiziert ebenfalls ein neues kontaktloses Auslieferungskonzept, bei dem Kunden und Boten per Notizsystem einen Ort ausmachen können, an dem die Bestellung hinterlegt wird, ohne dass Sender und Empfänger in physischen Kontakt treten. Der drittgrößte Akteur der Branche – Lineman – hat zwischenzeitlich angekündigt, sein Auslieferungskonzept ebenfalls zugunsten der Gesundheit seiner Fahrer umzustrukturieren.

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Wolfgang Traugott 20.05.20 01:26
wenn es nur wahr wäre!
Ich hab kein Problem mit bargeldlosem Zahlungsverkehr und auch nicht mit Vorauskasse. Lazada, Aliexpress und Co machen vor, dass das durchaus sicher geht. Ich hab noch jedes mal mein Geld zurück bekommen, wenn mal ne Lieferung nicht gepasst hat.

Nur leider tun die Zusteller nicht immer das, was Ihr Arbeitgeber glaubt/behauptet.
Ich habe vor dem Haus eine Übergabebox aufgestellt (60l Plastikbox mit verschließbarem Deckel auf einem 1m hohen Tisch. absolut Hunde- und rattensicher. Zusätzlich gibt es im Inneren noch Desinfktionslampen). Darüber 3 A3-Poster wie es geht. Trotzdem liegen Pakete zu 30% oben drauf, daneben oder am Boden. Das bereitgestellte Alkoholgel ist nach 2 Monaten noch immer voll. Ich verstehe ja, dass die Lieferfahrer ordentlich Stress haben, aber es geht doch auch um deren Gesundheit.
Ich verstehe den Leichtsinn der Fahrer nicht.
Sitting Bull 17.05.20 17:29
Was soll das bringen...
außer Bargeld madig machen und der Abschaffung helfen? Wer weiss schon wer die Packs angefasst oder angehustet hat zuvor. Abgestellt und von Soi dog kurz angepisst? Da ist Vieles möglich. Cash gegen Uebergabe. Auf Plastik und Oberflächen ist das Virus MIN. ein paar Stunden haltbar. Ich nehme mit Maske und Latexhandschuhen entgegen und reibe alles mit Alkohol ab . Oft erhitzen ich das Essen nochmals. Mag übertrieben sein, aber mir egal. Mir fällt auf, das derweil jeder ins bargeldlose getrieben wird mit allerlei Tricks. NICHT MIT MIR! Wer mein Cash nicht nimmt, hat mich als Kunde gesehen.
Siam Fan 17.05.20 10:34
Absolutes No Go!
Mir tun immer die kleinen Katzen leid, wenn ich hier in der Innenstadt die großen Ratten rumlaufen sehe! Bei uns hat es jetzt ~20 Straßenhunde, die alles(!!!) was länger als 2 Minuten nach Essen riecht, zerlegen und fressen. Man sollte schon von einem Besteller verlangen können, er ist erreichbar. Hier bei uns werden Lieferungen auch beim Nachbarn abgegeben. Mit Bezahlung geht da aber nichts. DAS ist ein Problem, das schon länger bekannt ist und muß jetzt nicht übers Knie gebrochen werden.
Homer Pattaya 16.05.20 17:04
Alles in Ordnung
Viele Online Lieferdienste verlangen eine Anmeldung per APP / Online-Account mit Kontoverbindung, daher alles in Ordnung, meien Meinung. Essen wird ja unmittelbar vor/an der Haustür abgelegt, also kann man auch die Lieferzeit abschätzen, dann steht es auch nicht lange rum. Sehe hier kein Problem, ausser die Köche sind krank 555
Pascal Schnyder 16.05.20 15:26
Unsinn
Man bezahlt nie vor Lieferung der Ware. Nur Airline Tickets und Kreuzfahrtsschiffe. Sonst nichts, das bringt nur Aerger!