Libyen setzt wegen Konflikts Flüge über Osten des Landes aus

Archivbild: epa/Sergeant Pete Mobbs
Archivbild: epa/Sergeant Pete Mobbs

TRIPOLIS (dpa) - Die libysche Regierung hat wegen des bewaffneten Konflikts Flüge über den Osten des Bürgerkriegslandes vorerst ausgesetzt.

Hischam Abu Schkewat vom Transportministerium teilte am Freitag mit, dass für diesen Tag alle Flüge aus dem Westen Libyens nach Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien gestrichen wurden. Hintergrund ist eine Anweisung der Luftfahrtbehörde im Osten Libyens, nach denen alle Flüge aus dem Westen aus Sicherheitsgründen in Bengasi zwischenlanden müssten. Am Donnerstag war ein Flugzeug der Libyan Airlines auf dem Flug nach Jordanien zur Landung gezwungen worden.

In Libyen konkurrieren zwei Regierungen um die Macht. Die Vereinten Nationen erkennen nur die Regierung in der Hauptstadt Tripolis im Westen an. Im Osten hat das Parlament seinen Sitz eingenommen und beansprucht ebenfalls die Macht. Es steht auf der Seite des mächtigen Generals Chalifa Haftar, der im April eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis begonnen hatte. Das ölreiche Land war nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 ins Chaos gestürzt.

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