Leute kompakt

Foto: epa/Neil Hall
Foto: epa/Neil Hall

Berichte: Queen ruft Familie zur Krisensitzung aufs Land 

LONDON (dpa) - Krisensitzung in idyllischer Umgebung: Queen Elizabeth II. (93) hat nach Medienberichten mehrere Familienmitglieder zum Gespräch auf ihrem Landgut Sandringham einberufen. Das Treffen der britischen Royals soll am Montag stattfinden, wie am Samstagabend unter anderem die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Kreise des Königshauses berichtete. Der Anlass: die Ankündigung von Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan (38), von ihrer Rolle als «Senior Royals» zurückzutreten. Der Herzog und die Herzogin von Sussex wollen auch «finanziell unabhängig» werden und künftig mehr Zeit in Nordamerika verbringen, wo Meghan aufgewachsen ist. Derzeit hält sich Meghan in Kanada auf und soll sich möglicherweise telefonisch zu dem Treffen zuschalten. Auf dem Landsitz in der ostenglischen Grafschaft Norfolk sollen neben Harry auch Thronfolger Prinz Charles (71) und sein älterer Sohn Prinz William (37) teilnehmen.


Nach Dschungel-Aus: Günther Krause sendet Botschaft an Merkel 

KÖLN/MURWILLUMBAH (dpa) - Nach seinem überraschend schnellen Auszug aus dem RTL-Dschungelcamp hat der frühere Bundesverkehrsminister Günther Krause (66) aus dem Krankenhaus Grüße an die Bundeskanzlerin geschickt: «Liebe Angela, liebe Angie, falls du zusiehst, ich werde wieder richtig gesund», sagte er in der zweiten Folge von «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!», die am Samstagabend ausgestrahlt wurde. «Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Du wirst mich nicht los!», sagte er an die Adresse von Merkel, die er vor dem Start der Show als gute Bekannte bezeichnet hatte. Krause, der einst den deutsch-deutschen Einigungsvertrag verhandelt hatte, musste wegen eines Schwächeanfalls aussteigen. Es sei ein «Crash» gewesen, «an den ich mich gar nicht mehr erinnern kann», sagte er danach im Krankenhaus. «Wenn der Körper Nein sagt, muss der Geist hören.»


Richard Lugner mag die Berliner Schnauze

BERLIN (dpa) - Richard «Mörtel» Lugner (87) findet die typische Berliner Schnauze «recht lustig». Er erinnere sich gerne an Harald Juhnke, mit dem er sich «immer gut verstanden» habe, sagte der Baulöwe der Deutschen Presse-Agentur. Die Wiener Gemütlichkeit stehe nicht im Gegensatz zur Berliner Mentalität. «Ich glaube, dass die Berliner und Wiener sich generell schon mögen und sich gegenseitig schätzen.» Zum 120. Berliner Presseball am Samstagabend kam der 87-Jährige mit seiner Begleiterin «Zebra». Er kenne die 46-jährige noch nicht lange. «Wir schlafen auch in getrennten Zimmern», ließ Lugner wissen. Wer ihn im Februar zum Wiener Opernball begleiten wird, wollte er jedoch noch nicht verraten. Traditionell gibt es immer viel Wirbel darum, wen Lugner als seinen weiblichen Stargast des jährlichen «Balls aller Bälle» auserkoren hat.


Regisseurin Huntgeburth will mehr Frauen in der Regie

HAMBURG (dpa) - Regisseurin Hermine Huntgeburth (62) fordert Geschlechterparität bei der Besetzung der Regiestühle: Viele erfolgreiche Filme würden in letzter Zeit von Frauen gemacht, sagte Huntgeburth der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Aber (...) in der Breite ist noch viel aufzuholen.» Es brauche mehr Frauen im Beruf. «Fifty-Fifty!» Huntgeburth unterstützt den Verein ProQuote Film. Der fordert nach eigenen Angaben eine geschlechterparitätische Besetzung von Film- und Fernsehgremien sowie von Regiestühlen. Der letzte Diversitätsbericht des Bundesverbands Regie zeigte, dass 2017 nur etwa jeder fünfte Film und nicht mal jede fünfte fiktionale Fernsehminute von einer Regisseurin verantwortet wurden. Bei den Absolventinnen und Absolventen der deutschen Filmhochschulen herrscht hingegen nahezu Gleichheit.


Schauspieler Simonischek bescheinigt Berlin mangelnde Umgangsformen

BERLIN (dpa) - Der hauptstadterfahrene österreichische Schauspieler Peter Simonischek (73) bescheinigt Berlin mangelnde Umgangsformen. Eines habe er in seinen Jahrzehnten in der deutschen Hauptstadt registriert, sagte der gebürtige Grazer der «Berliner Zeitung» (Samstag): «Ich würde sagen, es ist die Abwesenheit jeglichen Charmes im Umgang. Es ist alles direkt, und daran muss man sich erst einmal gewöhnen.» Als er vor 20 Jahren nach Österreich zurückgekehrt sei, habe er wieder umlernen müssen. «In Berlin kann man das, was gesagt wird, gerne für bare Münze nehmen», sagte Simonischek, der dort etwa 20 Jahre bis 1999 an der Schaubühne spielte. «Damit ist man in Österreich ganz schlecht beraten, weil man ganz selten zu hören kriegt, was die Leute wirklich denken.»


Theatergröße Sven-Eric Bechtolf hält Macht für überschätzt

HAMBURG (dpa) - Bühnenstar Sven-Eric Bechtolf (62, «Jedermann») hält Macht zum großen Teil für eine Illusion. «Ich glaube, dass Macht eine furchtbare Unfreiheit nach sich zieht», sagte der frühere Künstlerische Gesamtleiter der Salzburger Festspiele in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. «Ich habe nie in meinem Leben wirklich Macht besessen. In Salzburg sah das so aus - aber da war mir der Genosse Sachzwang deutlich einen voraus. Immer galt es, Verträge einzuhalten und Geld richtig zu verwalten, das einem nicht gehört», sagte der Schauspieler, Regisseur und Theatermanager.


Trump findet Krise im britischen Königshaus «traurig»

WASHINGTON (dpa) - US-Präsident Donald Trump (73) hat die Krise im britischen Königshaus nach dem Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan beklagt. «Ich denke, es ist traurig», sagte Trump dem TV-Sender Fox News. Der US-Präsident machte deutlich, dass die Situation ihm vor allem für Königin Elizabeth II. leid tue. «Sie ist eine großartige Frau.» Sie habe nie einen Fehler gemacht. «Sie hatte eine makellose Zeit», sagte Trump. Er wolle nicht zu detailliert auf die Angelegenheit eingehen. «Ich habe nur so einen Respekt für die Queen, ich denke nicht, dass ihr das passieren sollte.» Trump äußerte sich in einem Interview, von dem Fox News am Freitag zunächst Ausschnitte veröffentlichte.


Frauen protestierten vor Gericht mit Flashmob gegen Harvey Weinstein

NEW YORK (dpa) - Mit einem Flashmob haben zahlreiche schwarz gekleidete Frauen vor dem Gericht in New York protestiert, wo der Prozess gegen den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein läuft. «Es ist nicht meine Schuld, nicht wo ich war, nicht wie ich mich anziehe», sangen die Frauen am Freitag auf Englisch und Spanisch. «Der Vergewaltiger bist du.» Der Gesang war bis in das Gebäude hinein zu hören, wo Weinstein gerade dem vierten Tag der Jury-Auswahl in dem Prozess beiwohnte. In dem Prozess geht es um die Vorwürfe von zwei Frauen - Weinstein soll eine von ihnen 2006 zum Oral-Sex gezwungen haben, die andere soll er 2013 vergewaltigt haben. Der Prozess könnte insgesamt bis zu zwei Monate dauern. Bei einer Verurteilung droht dem 67-Jährigen eine lebenslange Haftstrafe. In Kalifornien ist ein weiterer Strafprozess angekündigt.


Produzentin Brauner: Enttäuscht über Filmpreis-Vorauswahl

BERLIN (dpa) - Die Filmproduzentin Alice Brauner hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass ihr Drama «Crescendo» nicht in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis gekommen ist. Ihr falle es schwer, die Entscheidung zu verstehen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir sind super enttäuscht.» In dem Drama spielt Peter Simonischek («Toni Erdmann») einen Dirigenten, der israelische und palästinensische Musiker zusammenbringen will. Der Film habe das Prädikat besonders wertvoll bekommen und den Publikumspreis in Ludwigshafen gewonnen, sagte Brauner. Sie ist die Tochter des 2019 verstorbenen Produzenten Artur Brauner.


Belgische Miss-Kandidatin fällt auf Podium und gewinnt Titel 

ADINKERKE (dpa) - Celine Van Ouytsel (23), diplomierte Juristin aus dem belgischen Herentals, ist im Finale der Wahl zur Miss Belgien auf der Bühne gestürzt. Den Titel gewann sie trotzdem. Van Ouytsel war im langen, blauen Abendkleid beim Herabsteigen einer Treppe im Plopsa Theater von Adinkerke gestolpert und in die Knie gegangen. Die neue Miss Belgien gewann dem Missgeschick gleich etwas Positives ab: «Ich bin heute Abend auf dem Podium selbst gefallen und bin von daher das beste Beispiel, dass man einfach wieder Aufstehen muss, wenn man fällt - auch im Leben», sagte die 23-Jährige nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga.


Zwei Frauen beim Wiener Opernball als Debütantenpaar

FELLBACH/WIEN (dpa) - Erstmals in der Geschichte des Wiener Opernballs tanzen in diesem Jahr zwei Frauen als Debütantenpaar den Eröffnungswalzer mit. Die beiden kommen aus Baden-Württemberg. Sophie Grau (21) aus Fellbach und Iris Klopfer (22) aus Ludwigsburg haben sich vor einigen Monaten um eine Teilnahme beworben und wurden von den Organisatoren der traditionsreichen Veranstaltung am 20. Februar akzeptiert. Die beiden heterosexuellen Freundinnen möchten mit ihrer Teilnahme für eine Chancengleichheit von gleichgeschlechtlichen Paaren bei konservativen Veranstaltungen werben. «Die Voraussetzung, einen Linkswalzer tanzen zu können, ist erfüllt», teilte die Pressestelle der Wiener Staatsoper auf Anfrage mit.


US-Golfstar Michelle Wie wird Mutter

BERLIN (dpa) - Die ehemalige Weltklasse-Golferin Michelle Wie erwartet ihr erstes Kind. Die 30 Jahre alte Amerikanerin postete in ihrem Instagram-Account ein Foto, auf dem sie und ihr Ehemann Jonnie West - Sohn der US-Basketball-Legende Jerry West - ein paar Babyschuhe präsentieren. «Babygirl, wir lieben dich schon so sehr und können es kaum erwarten, dich in diesem Sommer zu treffen!!», kommentierte Wie das Foto. Wie wurde bereits seit ihrer frühesten Jugend als Wunderkind des Golfs gepriesen. Mit 16 Jahren wurde sie Profi und unterzeichnete beim US-amerikanischen Sportartikelhersteller Nike einen mehreren Millionen Dollar schweren Werbevertrag. Die ganz großen sportliche Erfolge blieben aber aus. Immer wieder wurde sie durch Verletzungen zurückgeworfen.


«King Kazu»: Ältester Fußballprofi der Welt spielt in Japan weiter

YOKOHAMA (dpa) - Der älteste Profi-Fußballer der Welt, der 52 Jahre alte Japaner Kazuyoshi Miura, denkt nicht ans Rentnerleben. Wie sein Erst-Liga-Club Yokohama FC bekanntgab, wurde der Vertrag mit dem Rekordspieler für die neue Saison verlängert. Für «King Kazu», wie ihn seine Fans liebevoll nennen, ist es die 35. Saison. Ohne die Freude am Fußballspielen und das Gefühl der Dankbarkeit zu vergessen, wolle er sich dafür einsetzen, dass der Verein auch künftig in der obersten Liga verbleibe, erklärte Miura in einer Stellungnahme. Er werde hart arbeiten, um zu den Siegen seiner Mannschaft beizutragen.

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