Leiche der toten Ärztin aus Österreich wird nun doch obduziert

An exterior view of the Vienna General Hospital (in German: Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien, or AKH), in Vienna. Photo: epa/ CHRISTIAN BRUNA
An exterior view of the Vienna General Hospital (in German: Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien, or AKH), in Vienna. Photo: epa/ CHRISTIAN BRUNA

WELS: Eine Obduktion der Leiche der österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr hat einen Suizid bestätigt. Das gehe aus dem vorläufigem Obduktionsergebnis hervor, teilte die Staatsanwaltschaft Wels am Mittwoch mit. «Insbesondere sind keine Hinweise auf eine Einwirkung von Dritter Hand zu Tage getreten.»

Zunächst hatten die Behörden eine Obduktion nicht für nötig erachtet. Allerdings hatten zwei Angehörige am Dienstag einen solchen Schritt beantragt, dem das Landgericht zustimmte.

Kellermayr hatte sich nach Drohungen von Impfgegnern das Leben genommen. Die 36-Jährige aus Oberösterreich war am vergangenen Freitag tot in ihrer Praxis in Seewalchen am Attersee gefunden worden. Sie hatte sich im Kampf gegen Corona engagiert und war in sozialen Medien zum Ziel von Hass-Postings geworden.

Die Ermittlungen wegen der Drohungen gingen weiter, so der Sprecher. Auch die deutschen Behörden würden Spuren verfolgen. So hat die Staatsanwaltschaft München in dem Fall Ermittlungen aufgenommen. «Es gibt ein Ermittlungsverfahren gegen eine männliche Person aus Oberbayern bei uns», bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II entsprechende Informationen der Mediengruppe Bayern.

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