Lehrer schlägt Schüler mit Rohrstock

Foto: 77kaoded
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SAMUT PRAKAN: Das thailändische Nachrichtenportal 77kaoded wurden von mehreren Eltern kontaktiert, die berichteten, dass ihre Jungen von einem männlichen Lehrer in einer Schule in Bang Bo in der Provinz Samut Prakan in der Zentralebene des Landes angegriffen wurden.

Nach dem jüngsten Vorfall am Montag (20. März 2023) gingen die Reporter der Sache nach.

Ein 11-jähriger Junge in der fünften Klasse der thailändischen Grundschule sagte, dass er sich nicht mehr hinsetzen konnte, nachdem er 13-mal mit einem Rohrstock auf das Gesäß geschlagen worden war.

Er zeigte den Reportern seine schrecklichen blauen Flecken.

Er erzählte, dass er von einem Lehrer namens „Boss“ angegriffen wurde, der seine Gruppe gebeten hatte, Müll und Laub zusammenzufegen.

Nachdem sie die Besen weggeräumt hatten, alberten sie herum, woraufhin der Lehrer wütend wurde und sagte, sie müssten mit dem Stock geschlagen werden.

Er sagte, sie sollten gehen und den Stock holen. Er sagte, dass ihre Strafe die Anzahl der Sekunden sein würde, die sie brauchten, um den Stock zu holen.

Er hatte bis 18 gezählt, als sie zurückkamen, beschloss aber, nur 13 Schläge zu verteilen.

Ein Junge namens „B“ erzählte seinen Eltern, dass auch er 13-mal von Lehrer Boss geschlagen wurde, der ihnen immer weh tat.

Ein dritter Junge wurde ebenfalls bestraft.

Der Schuldirektor teilte der Presse mit, dass er für eine Stellungnahme nicht zur Verfügung steht und forderte die Presse auf, keine große Sache daraus zu machen.

Reporter trafen daraufhin den beschuldigten Lehrer, der ihnen die Waffe zeigte, die er benutzt hatte – ein 80 cm langes Stück Holz, das mit rosa Klebeband umwickelt war.

Er gab alles zu und sagte, die Jungen seien stur gewesen. Als er ihnen sagte, sie sollten den Stock holen, sprangen sie nicht an, wie er es verlangte, und er begann zu zählen.

Die Eltern sind verständlicherweise wütend und die örtliche Schulbehörde hat einen Untersuchungsausschuss eingesetzt.

Die Prügelstrafe in Schulen wurde unter der Regierung von Yingluck Shinawatra verboten. In vielen Schulen gehört sie jedoch auch heute noch zum Alltag.

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Leserkommentare

Vom 10. bis 21. April schließen wir über die Songkranfeiertage die Kommentarfunktion und wünschen allen Ihnen ein schönes Songkran-Festival.

Henri Wie 22.03.23 17:56
Normalität
Meine Kinder hatten Angst schlechte Noten zu schreiben da die Lehrer immer auf ihnen rumprügelten und sie anschrie sie müssten etwas lernen um nachher die Eltern ernähren zu können.Ich bin einmal zur Schule hingegangen und der Spuk hatte ein Ende.Froh ware diese nicht mehr mit mir doch auch geschlagen haben sie danach nie wieder.Noch Heute haben unsere erwachsenen Kinder Angst wenn sie keine hundertprozentige Noten schreiben.Wir sind Ausgewandert und in Europa ist das Schulsystem besser.Kinder sollen lernen aber nicht Angst haben zur Schule zu gehen.Die einen lernen einfach und die anderen tun sich etwas schwerer
Ingo Kerp 22.03.23 17:53
Prügelstrafe verboten und dennoch prügelte ein Lehrer nach alter Art, weil es der Boss ist. Der feige Schuldirektor steht noch nicht mal für ein Gespräch zur Verfügung. Die Schule sollte auf beide, den Prügler und den Feigling zukünftig verzichten.
Helmut Spiegel 22.03.23 15:40
Schuler schlagen
Es gibt also immer noch Strohkoepfe von Lehrern die schlagen.
Rausschmiss aus Schuldienst. Diesen Sadisten sollte man federn und teeren und durch die Stadt jagen.
Und Schuldirektor bekommt das Maul nicht auf und will alles am liebsten unterm Tisch kehren..
Norbert Schettler 22.03.23 15:20
Wie schrieb gestern jemand?
In Thailands Schulen lernt man glücklich zu werden. Meine Zweifel sind nun noch stärker geworden.
Beat Sigrist 22.03.23 11:10
Dieser ungebildete sadistische Lehrer
sollte von jedem Schüler in seiner Klasse ebenfalls 18 Schläge auf seinen nackten Hintern bekommen, und anschliessend mit Musik und Gesang von der Schule geschmissen werden.(Im Handgepäck eine Berufsverbot für den Rest seines Lebens als Lehrer). Die Schulleitung, welche dieses Versagen eigentlich lieber vertuschen wollte, sollte ebenfalls stark sanktioniert werden.