Legalisierung von Arbeitsmigranten

Foto: epa/Barbara Walton
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BANGKOK: Angesichts der hohen Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften plant das Arbeitsministerium die Legalisierung von Migranten ohne Papiere, die in Thailands Dienstleistungssektor beschäftigt sind.

Wenn der Plan genehmigt wird, werden einige illegale Arbeitskräfte aus den Nachbarländern Laos, Myanmar, Kambodscha und Vietnam die Möglichkeit erhalten, sich zu registrieren, um legal in Thailand arbeiten zu können.

Die Sonderregistrierung, von der man annimmt, dass sie etwa 50.000 bis 60.000 bereits im Land arbeitenden Menschen zugutekommt, wird zwei Wochen nach der Genehmigung eines entsprechenden Beschlusses des Ministeriumsausschusses für die Verwaltung von Wanderarbeitern durch das Kabinett in Kraft treten, erklärte Pairoj Chotikasathien, Generaldirektor des Beschäftigungsministeriums.

Khun Pairoj sprach nach einer Ausschusssitzung unter dem Vorsitz von Arbeitsminister Suchart Chomklin mit der Presse. Laut Pairoj zielt das Gremium auf illegale Arbeitskräfte in der Dienstleistungsbranche ab, einschließlich derer, die in Restaurants arbeiten. Es sei jedoch noch unklar, wann der Vorschlag dem Kabinett zur Bestätigung vorgelegt werde, so Khun Pairoj.

Poj Aramwattananont, stellvertretender Vorsitzender der thailändischen Handelskammer und Mitglied des Ausschusses, betonte, der Schritt werde Arbeitgebern zugutekommen, die ausländische Wanderarbeiter legal beschäftigen wollen.

„Wenn diese Arbeitnehmer registriert sind, können sie bis zum 13. Februar nächsten Jahres legal in Thailand arbeiten und ihre Arbeitserlaubnis dann jedes Jahr bis zum 13. Februar 2025 verlängern lassen“, erläuterte Khun Poj.

Um die Registrierung von Wanderarbeitern zu erleichtern, werden das Innenministerium und die Einwanderungsbehörde demnächst zusammenarbeiten, um die Visagebühren für diese Arbeiter von 2.000 Baht auf 500 Baht zu reduzieren, informierte er.

Zu den Berichten über die Jugendarbeitslosigkeit sagte Khun Pairoj, dass 85 Prozent der 795.500 Personen, die zwischen 2020 und dem letzten Jahr ihren Abschluss gemacht haben, jetzt im Sozialversicherungssystem des Königreichs registriert sind, was bedeutet, dass sie jetzt bei Firmen beschäftigt sind.

Inzwischen seien etwa 14 Prozent beim Staat angestellt, und der Rest sei entweder freiberuflich tätig oder arbeitslos, so Khun Pairoj.

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Christian Freder 20.05.22 18:50
@Chris Hubert
Danke, daß Sie meine Gedanken, so treffend in Worten niedergeschrieben haben!
ACHD Gemeinde? ;)
Chris Hubert 20.05.22 17:00
Eine gute Entscheidung
Eine gute Entscheidung, wenn man sie denn jemals umsetzten wird..., wenn wenn wenn...

Die Zahl der Betroffenen dürfte wohl aber realistischer Weise im guten 6stelligen Bereich liegen.
Dennoch ist Frage offen ob sich diese dann auch melden werden, denn ich nehme mal an das dann auch Steuern und Sozialgaben durch Dienstnehmer fällig werden. Ob das dann der z.B. redliche Thai oder Chinese als Arbeitgeber berappen wird bleibt offen.
Gesichert ist jedenfalls das es genügend schwarze Schafe - und zwar quer durch alle Branchen - gibt, denen das gar nicht so recht(ens) ist.

Apropos Visagebühren auf 25% senken.
Das dürfte auch dem Tourismus auf die Sprünge helfen und zwar nicht nur den vielbesungenen Indern und Chinesen - wenn schon dann allen, sind wir denn nicht alle gleich ??? Klares NEIN -》 hier in Thailand wohl kaum mit ihrer eigentlichen MEHRKLASSENGESELLSCHAFT wie 1.Thais, 2. Thais, 3. Thais, dann lange nichts und dann z.B. Farangs mit 10 fachen Eintrittspreisen zu belegen, dann wieder lange nichts und ganz am Ende der Kette die Wanderarbeiter bestehend zu einem Großteil aus Burmesen die zu einem absoluten Hungerlohn und in Slumähnlichen Unterkünften die Drecksarbeit für die Thais leisten dürfen. Kein Witz, ich gehe hier seit Jahren an Baustellen vorbei und sehe das tagtäglich "SLUM" ist Standart hier für Wanderarbeiter, zumindest in Nonthaburi. Aber immer noch besser als im eigenen Land von Diktatoren umgebracht zu werden, oder ???

Schönes Wochenende liebe ACHD Gemeinde
Ingo Kerp 20.05.22 12:30
Illegale Arbeitnehmer werden ploetzlich legal und deren Visagebühren werden auf ein Viertel reduziert. Ach ja, man darf als Expat ja mal träumen, das deren behoerdliche Anforderungen auch mal reduziert werden.