Lebensmittelmarkt der neuen Normalität

Wer sich von dem Pilotprojekt persönlich überzeugen möchte, erhält dazu noch bis zum 31. Mai Gelegenheit. Foto: National News Bureau of Thailand
Wer sich von dem Pilotprojekt persönlich überzeugen möchte, erhält dazu noch bis zum 31. Mai Gelegenheit. Foto: National News Bureau of Thailand

CHIANG MAI: Dass sich Corona-Schutzmaßnahmen nicht nur in modernen Shopping Malls, sondern auch auf gewöhnlichen Lebensmittelmärkten realisieren lassen, das stellt der Kad Angkaew Market unter Beweis, der sich auf dem Campusgelände der Chiang Mai University befindet.

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung stellte die Beachtung der sozialen Distanzierung bei gleichzeitiger Schaffung neuer Verkaufsflächen für die betroffenen Markthändler dar. Besucher, die den sogenannten „Markt der neuen Realität“ besuchen möchten, sind dazu verpflichtet, eine Nasen-Mund-Schutzmaske zu tragen und müssen sich an den Eingängen erst die Hände waschen und ihre Körpertemperatur messen lassen, bevor ihnen Einlass gewährt wird. Die Besucherkapazität ist auf 200 Personen beschränkt, die zur gleichen Zeit auf dem Markt einkaufen können. Kunden sowie Verkäufer werden zudem zu bargeldosen Zahlungen angehalten, beispielsweise per Smartphone-Apps. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, sich durch Kontaktübertragung an Geldscheinen oder Münzen zu infizieren, nach Einschätzung von Virologen sehr gering, aber nicht ausgeschlossen. Der neu eröffnete Kad Angkaew Market bietet 50 Händlern die Möglichkeit, ihre Lebensmittel und Produkte zu verkaufen, die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind und sich für einen Standplatz auf Kad Angkaew vorregis­triert haben. Auch kostenlose Haarschnitte durch Freiwillige sind hier erhältlich. Der Kad Angkaew Market hat wochentags von 15.00–18.00 Uhr und am Wochenende von 08.00–11.00 Uhr geöffnet. Die Durchführung des Pilotprojekts ist vorerst bis zum 31. Mai befristet.

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Martin Reinhart Berger 24.05.20 23:09
Märkte
Herr Homer, ich kenne die Vorführbilder, lebe 16 Jahre hier, aber es wird den Menschen überall eingehämmert. Social distancing ist wichtig und da ist so ein Bild eben nicht o.k., weil jeder sofort sagt, na ja die Oberen halten sich ja selbst nicht dran. Vorbildwirkung sollte man nie unterschätzen. Pattaya sperrt die weitläufigen Strände mit eben diesem Argument. Wenn Worte und Taten nicht zusammenpassen, funktioniert es auch nicht, besonders hier in Thailand!
Homer Pattaya 24.05.20 17:26
Alles ok Herr Berger
Solche "offizielle" Pressebilder (Vorfüreffekt) sind üblich und da jeder mit Maske, und alles geordnet, gibt es hier nichts zu meckern.
Martin Reinhart Berger 24.05.20 16:30
Märkte
Warum konterkariert man solche Meldungen immer wieder mit diesen idiotischen Fotos. man spricht über die Wichtigkeit der sozialen Distanzierung und die Damen und Herren der "Obrigkeit " im gleich fliederfarbenen Look natürlich, kümmern sich absolut nicht darum, ein Vorbild zu sein. Mag ja sein, dass der Thai das gar nicht bemerkt, aber das bezweifele ich. Ist es nun notwendig und strikt einzuhalten oder nicht, oder sind eventuelle " Würdenträger" , sowie viele Polizisten ( siehe Beach Road) alle schon vom Impfguru Gates geimpft und wir wissen es nur nicht???
Gerhard 24.05.20 11:55
Nun ja, ich
beobachte in meinem Village, einige KM außerhalb von Pattaya, dass bis auf die Markteingangskontrolle (und die wird oft umgangen) eigentlich nichts geändert hat. Die meisten Besucher tragen keine Masken, stehen dicht gedrängt an den Ständen. Fertige Speisen, Obst und Gemüse natürlich auch, alles wird befummelt . Nicht nur von den Kunden, von den Verkäufern auch.